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Wo Ottendorfs modernstes Café entsteht

Der Neubau des Mühlenbäckers ist fast zur Hälfte fertig. Die Chefs peilen einen besonderen Eröffnungstermin an.

Blick auf das neue Café des Ottendorfer Mühlenbäckers von der Terrassenseite aus. Der Neubau entsteht am Hauptsitz an der Frankenfurt.
Blick auf das neue Café des Ottendorfer Mühlenbäckers von der Terrassenseite aus. Der Neubau entsteht am Hauptsitz an der Frankenfurt. © Ottendorfer mühlenbäcker

Ottendorf-Okrilla. Das ging schnell: Im November vergangenen Jahres stand erstmals ein Bagger auf dem Grundstück am Ottendorfer Mühlenbäcker. Die Chefs der Bäckerei Volker Beduhn und Robert Meyer gaben den Startschuss für den Bau des neuen Mühlencafés am Hauptsitz an der Frankenfurt. Jetzt steht bereits das erste Stockwerk. Mit etwas Fantasie kann sich jeder schon die großen Fensterflächen vorstellen. Nur dort, wo der Eingang sein soll, befindet sich noch ein großes Loch.

Für Robert Meyer, einen der Geschäftsführer des Ottendorfer Mühlenbäcker, hätte es gerne noch zügiger sein können. „Wegen der Corona-Pandemie konnten nicht alle Gewerke ihre Arbeiten zeitlich so erledigen, wie geplant. Auch war der Winter härter als gedacht. Deshalb sind wir etwas hinterher.“ Auf ein Datum, wann die ersten Gäste hier ihren Kaffee bei einem frischen Stück Kuchen trinken können, will er sich noch nicht festlegen. „Wir hoffen, es wird in diesem Jahr sein. Ideal wäre vor unserem traditionellen Stollenfest im November.“ Dann dürfte das Café der Hingucker schlechthin sein. Schon auf der Skizze wirkt es imposant.

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Bauleiter Marcel Bach und Geschäftsführerin Janet Lange von der Heinz Lange Bauunternehmen sowie Robert Meyer (v.li.), einer der Chefs des Ottendorfer Mühlenbäckers, vor dem Rohbau des neuen Mühlencafés an der Frankenfurt. Das erste Stockwerk steht bereit
Bauleiter Marcel Bach und Geschäftsführerin Janet Lange von der Heinz Lange Bauunternehmen sowie Robert Meyer (v.li.), einer der Chefs des Ottendorfer Mühlenbäckers, vor dem Rohbau des neuen Mühlencafés an der Frankenfurt. Das erste Stockwerk steht bereit © Marion Doering

Nach den Plänen entsteht ein modernes Gebäude mit großen Fenstern und viel Holz. Im Haus wird es vier Ebenen geben. „Das sind quasi halbe Etagen, die mit kleinen Treppen verbunden sind“, sagt Robert Meyer. Einerseits erfordert das die Hanglage des Hauses, außerdem schaffen die halben Etagen einen interessant gegliederten Innenraum.

Das Café wird innen 100 Sitzplätze haben. Die gleiche Anzahl soll es auf der Terrasse geben, die ebenfalls auf mehreren Ebenen angeordnet ist. „Ursprünglich hatten wir draußen mit 120 Plätzen gerechnet. Jetzt werden wir sie reduzieren. Wir glauben, dass die Gäste gerade mit den Erfahrungen in der Corona-Zeit die Tische und Stühle nicht mehr so eng gestellt haben wollen“, sagt er.

Teich vor dem Café neu gestaltet

Was sich so einfach anhört, zieht vielfältige Umplanungen nach sich. „Innen reicht es ja nicht, die Tische weiter auseinanderzurücken. Es muss sich auch die Innenraumgestaltung ändern, beispielsweise müssen die Lampen neu ausgerichtet werden.“

Überhaupt werden die Planungen über die gesamte Zeit immer wieder verändert. So wird das Projekt immer weiter verbessert. „Beispielsweise haben wir den Eingang noch einmal umgestaltet. Das hat zwar auch der Tiefbaufirma einiges abverlangt. Das ist aber auch der große Vorteil, dass wir hier mit der ortsansässigen Firma Lange zusammenarbeiten. Da sind Absprachen schnell möglich.“ Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist eng. So wurde der Teich direkt vor dem Café-Eingang hergerichtet, Unter anderem wurden die Ufer neu angelegt und die kleine Insel neu gestaltet.

In das Haus wird die zentrale Verkaufsstelle des Mühlenbäckers einziehen und eben das Café. Zusätzlich können Familien Geburtstage feiern oder Firmen ihre Mitarbeiter zur Weihnachtsfeier einladen. Im Keller wird das neue Stollenlager eingerichtet. Das bisherige war bei den Vorbereitungen für den Neubau abgerissen worden. „Stollen brauchen ja eine längere Zeit, um das ganze Aroma zu entfalten. Dazu werden sie im Stollenkeller gelagert.“ Rund 500 Quadratmeter stehen in dem neuen Gebäude zur Verfügung, knapp 400 davon für die Gäste. Außen wird ein großer Spielplatz errichtet.

Ein Grund für den Neubau sind die beengten Verhältnisse im jetzigen Mühlencafé im Gebäude nebenan. „Dort ist einfach kein Platz mehr für eine Erweiterung. Wir sind an der Kapazitätsgrenze. Besonders an den Wochenenden ist kein Platz mehr zu bekommen“, sagt Robert Meyer. Was mit den Räumen der jetzigen Verkaufsstelle wird, ist noch unklar.

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Wie hoch die Summe ist, die der Ottendorfer Mühlenbäcker in den Neubau investiert? „Ich kann noch keine Zahl nennen. Abgerechnet wird erst, wenn alles fertig ist. Momentan gibt es starke Preissteigerungen bei den Baustoffen. Wir müssen sehen, wo wir am Ende liegen.“ Zuletzt hatte er von einer siebenstelligen Summe gesprochen.

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