merken
PLUS Görlitz

Zwei weitere Corona-Tote im Kreis Görlitz

Seit Pandemiebeginn sind bereits 30 Menschen am und mit dem Virus gestorben. Die Lage in den Krankenhäusern ist ernst.

Die Krankenhäuser im Kreis - hier das Görlitzer Klinikum - behandeln gegenwärtig 56 Covid-19-Patienten.
Die Krankenhäuser im Kreis - hier das Görlitzer Klinikum - behandeln gegenwärtig 56 Covid-19-Patienten. © André Schulze

Zwei weitere Menschen sind im Landkreis Görlitz am und mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Landkreis am Montagmittag mit. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stieg damit auf 30 im Kreis Görlitz.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Görlitz handelt es sich bei den Verstorbenen um eine 47-jährige Frau und einen 67-jährigen Mann. Sie kommen aus Görlitz und dem Schöpstal. Angaben zu Vorerkrankungen macht der Landkreis prinzipiell nicht.

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Acht Patienten müssen beatmet werden

Die Lage in den Kliniken im Landkreis Görlitz ist angespannt. Nach Angaben des Zentralregisters divi von Montagmittag waren 49 der 64 Betten auf Intensivstationen in den sechs Krankenhäusern im Kreis belegt, 15 waren noch frei. Bei den 49 handele es sich um zehn Covid-19-Patienten, von denen wiederum acht beatmet werden mussten. Der Landkreis gibt andere Zahlen an. Nach seiner Rechnung sind acht Patienten auf Intensivstationen, 56 Personen werden insgesamt in Krankenhäusern des Kreises wegen des Coronavirus behandelt. Drei weitere Einwohner des Kreises, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, liegen in Kliniken im Kreis Bautzen und in Dresden. 

29 Covid-19-Patienten im Görlitzer Krankenhaus

Allein im Städtischen Krankenhaus Görlitz werden derzeit  29 Patienten mit Covid-19 stationär versorgt. Vier davon liegen auf der Intensivstation, drei müssen beatmet werden. Hinzu kommen zwölf Verdachtsfälle, die bis zum Testergebnis ebenfalls isoliert werden müssen. Um Räume und Personal für die Behandlung der Corona-Patienten zu schaffen, muss das Klinikum planbare Behandlungen und Eingriffe verschieben - sofern es medizinisch vertretbar ist. Auf der Intensivstation des Klinikums in Görlitz stehen 24 Intensivbetten zur Verfügung. 

Die Notfallversorgung aller Patientinnen und Patienten findet unverändert statt. Patienten mit schweren Erkrankungen wie Krebspatienten oder Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen müssen keine Sorgen haben, dass ihre notwendigen Operationen verschoben werden, erklärt Krankenhaus-Sprecherin Katja Pietsch. Um alle Patienten - unabhängig von Corona - nach ihrer Dringlichkeit der stationären Behandlung einzuschätzen, wird erneut ein Triage-System zur Einstufung angewendet.

Sechs Neuinfektionen am Montag

Weiterführende Artikel

Alle Infos zu Corona im Landkreis Görlitz

Alle Infos zu Corona im Landkreis Görlitz

Seit Montag gilt der Lockdown. Aktuelle Geschichten und Entwicklungen dazu sind hier zu lesen.

Der Kreis meldete am Montag sechs Neuinfektionen - alles Erwachsene -, am Montag vergangener Woche waren es drei. Die Zahlen am Montag sind immer sehr niedrig, weil am Wochenende kaum getestet wird. Aktuell infiziert sind 1.030 Einwohner des Kreises, 1.250 Personen müssen in Quarantäne auf die Testergebnisse warten oder den weiteren Verlauf ihrer Infektion abwarten. Die 7-Tages-Inzidenz liegt nach Angaben des Kreises bei 207. Die Zahlen waren am Wochenende wegen zahlreicher Ausbrücke in Altenheimen oder nachgewiesener Fälle in Behinderteneinrichtungen sprunghaft angestiegen.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Löbau lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Zittau lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz