Merken

Das neue Snowden-Schild

Während die Polizei noch ermittelt, wer das frisch montierte Schild am neuen Edward-Snowden-Platz in der Neustadt gestohlen hat, basteln sich die Initiatoren der Idee einen provisorischen Ersatz.

Teilen
Folgen
© S. Kittel

Dresden. Es ist wieder da. Noch nicht das Original, aber zumindest ein adäquater Ersatz. Der Namensgeber für den neuen Edward-Snowden-Platz prangt wieder über dem privaten Refugium. Am vergangenen Sonntag wurde im Rahmen der BRN in der Neustadt der inoffizielle Platz eingeweiht. Doch kaum hing das blaue Blech am grauen Pfeiler, da war es auch schon wieder weg - offensichtlich ist die Trophäe sehr begehrt.

Der neue Edward-Snowden-Platz: Das Schild wurde in der Nacht zu Donnerstag gestohlen.
Der neue Edward-Snowden-Platz: Das Schild wurde in der Nacht zu Donnerstag gestohlen. © A. Wirsig/S. Kittel
Markwart Faussner (52) hat Anzeige bei der Polizei erstattet.
Markwart Faussner (52) hat Anzeige bei der Polizei erstattet. © André Wirsig
Faussner will nun ein neues Schild anfertigen lassen.
Faussner will nun ein neues Schild anfertigen lassen. © S. Kittel

Es sei in der Nacht auf den Donnerstag demontiert worden, sagte Markwart Faussner, Miteigentümer des Privatgrundstücks an der Bautzner Straße 6 und Mitinitiator der Aktion. Am 21. Juni, dem Geburtstag des amerikanischen Ex-Geheimdienstlers und Whistleblowers, hatten sächsische Sympathisanten mit der Geste dem Mann gehuldigt. Es ist der erste Platz dieses Namens in Deutschland.

Anzeige
Euer Ferienausflug: per Schnitzeljagd großartige Städte entdecken
Euer Ferienausflug: per Schnitzeljagd großartige Städte entdecken

Ein urbanes Erlebnis für die ganze Familie. So entdeckt ihr spielerisch tolle Städte und spannende Stadtviertel.

Weiterführende Artikel

Dresden bekommt Snowden-Platz

Dresden bekommt Snowden-Platz

Der Ex-Geheimdienstler wird an einer Ladenpassage geehrt. Mit Snowdens Anwalt ist die Aktion bereits abgestimmt worden.

Faussner hat Anzeige bei der Polizei erstattet und sich danach gleich an die Arbeit gemacht, um für einen adäquaten Ersatz zu sorgen. Das Ergebnis hängt nun wieder an Ort und Stelle und trägt dazu noch einen Gedanken des Aktivisten aus der Neustadt. „Man darf sich nicht kleinkriegen lassen“, meint er lakonisch. (szo)