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Als Teenager im DDR-Gefängnis

Weil er in den Westen will, provoziert Falk Mrázek aus Bischofswerda 1979 seine Festnahme am Brandenburger Tor. Was er danach erlebte, schildert er in einem Buch.

Von Timotheus Eimert
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In dieser Zelle im Stasi-Gefängnis Kaßberg saß Falk Mrázek, der aus Bischofswerda stammt, im Juni 1979, bevor er von der Bundesrepublik freigekauft wurde. Das Foto entstand 2017 bei seinem ersten Besuch in der ehemaligen Zelle.
In dieser Zelle im Stasi-Gefängnis Kaßberg saß Falk Mrázek, der aus Bischofswerda stammt, im Juni 1979, bevor er von der Bundesrepublik freigekauft wurde. Das Foto entstand 2017 bei seinem ersten Besuch in der ehemaligen Zelle. © Falk Mrázek

Bischofswerda. Der 14. September 1978 wird das Leben von Falk Mrázek aus Bischofswerda komplett verändern. „Es war relativ warm“, erinnert er sich. Damals ist er 17 und reist an diesem Tag nach Berlin - um sich an der deutsch-deutschen Grenze festnehmen lassen. „Ich wollte am Brandenburger Tor ins Grenzgebiet laufen. Ich wusste, dass die Soldaten im Zweifelsfall auch von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten. Am Brandenburger Tor waren aber immer viele Touristen. Ich hoffte deswegen, dass sie zögerten, abzudrücken.“

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