merken

Sebnitz

Den letzten Weg nicht allein gehen

Rund 200 Patienten werden im Jahr auf der Palliativstation der Sebnitzer Klinik betreut. Was sie und ihre Angehörigen erwartet.

Dr. Marina Grünberger-Richter (l.) und Josephine Hänsel bereiten auf der Palliativstation die Unterlagen für den Tag vor und sprechen die Betreuung der Patienten ab. © Dirk Zschiedrich

Monika B. weiß, dass ihr Mann nicht mehr lange leben wird. Doch dass es jetzt so schnell geht, hätte sie nicht gedacht. Auf der Palliativstation der Asklepios Sächsische-Schweiz-Klinik in Sebnitz weiß sie ihren Mann in guten Händen.

Rund 200 Patienten werden auf dieser Station im Jahr betreut, Laut Krankenhausplan stehen der Klinik sechs Palliativbetten in fünf Zwei-Bett- und einem Einbett-Zimmer zur Verfügung. Die Zwei-Bett-Zimmer sind für die Patienten gedacht, deren Angehörige mit in der Klinik bleiben wollen. Zu der Palliativstation gehört auch ein neuer Wohnbereich mit Couchecke, Tisch und einer Küche. Dr. Marina Grünberger-Richter ist nicht nur Chefärztin der Anästhesie und Ärztliche Direktorin der Klinik, sondern auch eine ausgebildete Palliativ-Medizinerin. Sie erklärt, welche Patienten auf der Station betreut werden und welche Hilfe es für Angehörige gibt, welche Wege die Klinik ihnen abnehmen kann.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Riesenspaß in der Röhre 

Wer Wasser mag und Freude an Geschwindigkeit hat, der sollte unbedingt diese Rutschen testen. Hier ist sogar der direkte Wettstreit mit einem zweiten Röhrenfahrer möglich.  

Für welche Patienten wurde die Palliativstation eingerichtet?

Die Palliativmedizin ist für Menschen gedacht, die todkrank sind und keine Aussicht mehr auf Heilung haben. Es geht darum, ihre Lebensqualität in den letzten Tagen zu verbessern und die belastenden Beschwerden optimal zu lindern. Die Krankheiten der palliativen Patienten, die in Sebnitz betreut werden, können vielschichtig sein. In erster Linie handelt es sich um Krebsleiden. Aber auch internistische Erkrankungen, wie zum Beispiel eine fortgeschrittene Herzschwäche oder schwere Nervenerkrankungen, die nicht heilbar sind, führen die Patienten auf die Palliativstation. Ganz wichtig ist dabei, dass es keine „Sterbestation“ ist. Es geht vor allem darum, den Zustand der Patienten so zu verbessern, dass sie ihre letzten Tage auch zu Hause verbringen können. Leider gelingt das nicht bei allen Patienten. Dann werden auf der Palliativstation auch die finale Pflege und Sterbebegleitung geleistet.

Können sich Patienten selbst auf die diese Station einweisen lassen?

Meist erfolgt die Einweisung über den jeweiligen Haus- oder Facharzt, wenn dieser feststellt, dass sich der Gesundheitszustand des Patienten bedingt durch seine Grunderkrankung oder auch infolge der Behandlung, beispielsweise nach einer Chemotherapie oder einer Strahlenbehandlung, verschlechtert.

Es kommen aber auch Patienten zur palliativen Betreuung, deren Angehörige selbst eine kurze Auszeit benötigen. Daneben werden die Patienten auch über die Notfallambulanz eingewiesen. Einige von ihnen sind dem Personal bereits seit der ersten Diagnosestellung bekannt, meist nach dem Aufenthalt in der chirurgischen, gynäkologischen oder der internistischen Abteilung. Nicht selten kommen auch Patienten aus anderen Krankenhäusern, wie zum Beispiel aus der Uni-Klinik Dresden oder der Klinik Radeberg.

Welche Möglichkeiten der Unterstützung bietet die Station?

Die Patienten und deren Angehörige werden zuerst über die unterschiedlichen Optionen der ambulanten Unterstützung zu Hause ausführlich beraten. Die Vorbereitung einer sicheren Entlassung nach Hause wird bereits ab dem ersten Aufenthaltstag in der Klinik eingeleitet und im Rahmen einer sogenannten interdisziplinären Team-Besprechung koordiniert. An dieser nehmen interne und externe Partner teil, so unter anderem der Neustädter Facharzt für Innere Medizin und Onkologe Prof. Dr. Jens Papke, die Diplom-Psychologin Dr. Dorit Schulze, das auf Palliativmedizin spezialisierte SAPV-Team, der ambulante Hospizdienst der Malteser, Kollegen der Physio- und Ergotherapie, eine Ernährungsberaterin und Vertreter anderer Fachgebiete.

Ein großer Part kommt den beiden Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes der Klinik zu. Sie kümmern sich unter anderem um eine schnelle Beantragung des Pflegegrades, das Ausfüllen von Formularen, Kontaktaufnahme mit den Pflegediensten, Kommunikation mit der Krankenkasse und dem Medizinischen Dienst, aber auch um die rechtzeitige Bereitstellung von Hilfsmitteln, vom Pflegebett über den Nachtstuhl bis zum Rollator oder auch Zusatzernährung.

Wie können sich Patienten in ein Hospiz einweisen lassen?

Den Patienten, die die Palliativstation wieder verlassen, aber nicht zu Hause betreut werden wollen oder können, steht auch der Weg in ein Hospiz offen. Dafür benötigen die Patienten jedoch die Bewilligung durch den Medizinischen Dienst. Die Sächsische-Schweiz-Klinik arbeitet eng mit dem Hospiz Siloah in Herrnhut zusammen. Entschließt sich der Patient dazu, werden durch den Sozialdienst der Klinik alle Unterlagen zusammengestellt und gleichzeitig Kontakt zu dem Hospiz aufgenommen. Egal, für welche der Möglichkeiten sich Angehörige oder die Patienten selbst entscheiden, diesen emotional anstrengenden Weg müssen sie nicht allein gehen.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/pirna und www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.