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Dippoldiswalde

Der Neue für Schlottwitz

Nicht nur zu den Badbauplänen hat Stadtrat Manuel Schneider eine eigene Meinung, sondern auch zur Schullandschaft.

Manuel Schneider (36), Uhrmachermeister aus Schlottwitz, trat für die Wählervereinigung Schlottwitz zur Stadtratswahl an.
Manuel Schneider (36), Uhrmachermeister aus Schlottwitz, trat für die Wählervereinigung Schlottwitz zur Stadtratswahl an. © Egbert Kamprath

Die Stadtratswahl Ende Mai hat für einige Überraschungen im Glashütter Stadtrat gesorgt. Eine davon ist, dass es der Schlottwitzer Wählervereinigung gelang, aus dem Stand ein Mandat zu erreichen. Das hat sich Manuel Schneider erkämpft.

Das Interesse an Kommunalpolitik wurde bei dem 36-Jährigen im Herbst 2018 bei einer Veranstaltung zur Hochwasservorsorge geweckt. Langjährige Ortschaftsräte ermunterten wenig später Jüngere im Ort – auch Schneider –, sich Gedanken zu einer Kandidatur zu machen. Denn viele Ältere wollten nicht mehr zur Wahl antreten.

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Letztlich fanden sich sechs Männer zusammen, die nicht nur zur Ortschaftsrats-, sondern auch zur Stadtratwahl antreten wollten. Politisch traten sie das Erbe der Wählergemeinschaft Wohnungsgenossenschaft Müglitztal an. Weil keiner der neuen Kandidaten Mitglied der Genossenschaft ist, habe man die Wählervereinigung umbenannt, erklärt Schneider. Bei der Stadtratswahl holte die Gruppierung 713 Stimmen. Davon erhielt Manuel Schneider 207. Über die hohe Zustimmung freut sich der Schlottwitzer. In den nächsten fünf Jahren möchte er sich dafür einsetzen, das Miteinander von Jung und Alt in Schlottwitz zu fördern und ein jährliches Ortsfest etablieren. Sein Heimatort Schlottwitz soll sich weiter gut entwickeln. „Ich bin hier groß geworden und fühle mich mit meiner Familie wohl.“ Den Plänen, ein Naturbad als Ersatzneubau zu errichten, steht er skeptisch gegenüber. „Aufgrund der hohen Kosten bin ich gegen das Bad“, sagt er. Denn Glashütte müsste es ohne Fördermittel bauen. Viel wichtiger als ein neues Bad im Prießnitztal sei der Bau einer Oberschule.

Als Familienvater nehme er wahr, dass es immer mehr Familien mit schulpflichtigen Kindern gibt. Nach der Grundschule in Glashütte oder Reinhardtsgrimma müssen die Kinder zu weiterführenden Schulen außerhalb des Stadtgebietes fahren. Das möchte Schneider ändern. Glashütte sollte wieder eine weiterführende Schule bekommen. Kurze Wege, gute Bildung.

Schneider weiß, dass er als Einzelkämpfer nicht viel erreichen wird. Sollte es im Stadtrat dazu kommen, dass Fraktionen gebildet werden, möchte er sich nach Partnern umschauen. Noch will er sich nicht festlegen. „Ich bin offen, es muss sich eine sinnvolle Zusammenarbeit ergeben.“

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