Update Deutschland & Welt
Merken

Störungen im O2-Mobilfunknetz sind behoben

Wenn es Probleme mit dem Mobilfunknetz gibt, ist das lästig - sehr ernst kann es vor allem dann werden, wenn auch die Notrufe betroffen sind. So war es jetzt mancherorts in Deutschland.

 3 Min.
Teilen
Folgen
Das Logo des Mobilfunkanbieters O2 leuchtet an der Zentrale von Telefonica Deutschland in München. Die Störungen bei O2 sind mittlerweile behoben.
Das Logo des Mobilfunkanbieters O2 leuchtet an der Zentrale von Telefonica Deutschland in München. Die Störungen bei O2 sind mittlerweile behoben. © dpa/Sven Hoppe

Berlin/Hamburg. Die Einschränkungen im O2-Mobilfunknetz von Telefonica in mehreren Teilen Deutschlands sind nach Angaben des Unternehmens "vollständig behoben" worden.

"Unsere Kundinnen und Kunden können seit dem späten gestrigen Abend wieder vollumfänglich telefonieren", teilte Telefonica am Freitagmorgen mit.

"Unsere Technik-Experten hatten nach dem Ausfall eines Voice-Servers umgehend die erforderlichen Maßnahmen ergriffen und das Netz in kurzer Zeit wieder erfolgreich stabilisiert", hieß es. Die letzten Reperaturarbeiten seien am Donnerstagabend gegen 23 Uhr abgeschlossen worden.

Aufgrund der Störungen hatten die Behörden in vielen Teilen Deutschlands am Donnerstagnachmittag verstärkt Hinweise bekommen, dass der Notruf nicht zu erreichen sei. In Bremen und Hamburg gaben die Lagezentren amtliche Gefahrenmitteilungen heraus, dass es bei den Notrufnummern 110 und 112 zu Beeinträchtigungen gekommen sei. Auch in Berlin, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg meldeten die Behörden Probleme im Mobilfunknetz von O2 - und somit für manche Bürgerinnen und Bürger auch beim Erreichen der Notrufnummern. Am Abend entspannte sich aber die Lage.

In Berlin gab es am Abend Entwarnungen über die Warnsysteme Katwarn und Nina. Für den Raum Berlin seien keine Störungen mehr bekannt, hieß es. Zuvor hatte die Berliner Feuerwehr verstärkt Hinweise bekommen, dass der Notruf 112 nicht anwählbar sei. Aufseiten der Feuerwehr habe der Notruf aber funktioniert, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Wenn man nicht durchkomme, liege das am eigenen Telefonnetz.

Auch in Bremen und Hamburg gab es am späten Abend Entwarnung. Die Beeinträchtigungen seien weitgehend behoben worden, teilte das Lagezentrum Bremen mit. Aus Hamburg hieß es: "Aktuell sind keine Telefonstörungen bekannt". Senat und Polizei in Hamburg hatten zuvor auf Twitter von der Störung im Mobilfunk berichtet. Die Präsenz der Beamten auf der Straße wurde zwischenzeitlich erhöht.

In anderen Bundesländern waren Störungen zunächst nicht bekannt geworden. Die Deutsche Telekom stellte klar, dass ihr Netz störungsfrei funktioniere. Im O2-Netz waren Handy-Anrufe am Nachmittag für einen Teil der Nutzer zeitweilig nicht möglich gewesen.

Grund für die Einschränkungen bei der mobilen Telefonie sei eine Störung an einem Sprachübertragungsserver gewesen, teilte das Unternehmen mit. Ein Großteil der Telefonate könne aber über andere Server übermittelt werden. "Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und bitten um etwas Geduld."

Schon am Donnerstagabend sagte ein O2-Sprecher, die Techniker hätten das Netz stabilisiert und die Verfügbarkeit bis auf wenige Nacharbeiten wiederhergestellt.

Warum es in Hamburg und Bremen zu so starken Einschränkungen bei der Erreichbarkeit der Notrufnummern kam, war zunächst nicht ganz klar. Der O2-Sprecher sagte, dass Kundinnen und Kunden wegen der Einschränkungen der Telefonie teilweise den Notruf nicht anwählen konnten. "Andere Zusammenhänge im Hinblick auf die Erreichbarkeit von Notrufen können wir aktuell nicht bestätigen." (dpa)