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Die Fangemeinde wächst ständig

Aus dem Fanclub ist ein Verein geworden. Die Mitglieder beteiligen sich an einer Spendenaktion.

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Die Mitglieder des RB-Fanclubs „De Middlsaxn“ im Freudentaumel: Der Geschäftsführer von RB Leipzig Ulrich Wolter (rechts) übergab im Mai 2017 die Ernennungsurkunde zum Offiziellen Fanclub (OFC) des RB Leipzig.
Die Mitglieder des RB-Fanclubs „De Middlsaxn“ im Freudentaumel: Der Geschäftsführer von RB Leipzig Ulrich Wolter (rechts) übergab im Mai 2017 die Ernennungsurkunde zum Offiziellen Fanclub (OFC) des RB Leipzig. © Dietmar Thomas

Seit Mai vergangenen Jahres sind De Middlsaxn ein Offizieller Fanclub (OFC) des RB Leipzig. RB-Geschäftsführer Ulrich Wolter überbrachte damals die Nachricht persönlich. Die Mitglieder brachen in Jubel und sogar in Tränen aus.

„Die Männer und Frauen sind mit viel Herz dabei, sie unterstützen unseren Verein und schleppen das Logo bis ans Ende der Welt mit. Sie haben es mehr als verdient“, begründete Ulrich Wolter damals die Ernennung. Weltweit gibt es 119 RB-Fanclubs. Der RB Leipzig Fanclub „De Middlsaxn“ der 37. OFC.

2012 haben sich die ersten Harthaer für die Rasenballer aus Leipzig interessiert und sind gemeinsam zu Spielen gefahren. „2013 entstand dann die Idee, einen Fanclub zu gründen“, sagte Vereinsvorsitzender Torsten Hamann. Ein Jahr später setzte er sich mit dem RB-Fanbeauftragten Enrico Hommel in Verbindung und am 13. Juni 2014 wurde die Gründungsurkunde von vier Gründungsmitgliedern unterschrieben.

Doch mittlerweile hat sich der Fanclub weiterentwickelt. „Wir sind seit diesem Jahr ein eingetragener Verein, nennen uns RB Leipzig Fanclub De Middlsaxn“, so Hamann. Inzwischen hat der Verein etwa 90 Mitglieder aus Hartha, Waldheim und Umgebung im Landkreis Mittelsachsen – im Mai 2017 waren es noch 24. 

Die Altersspanne sei groß – von fußballbegeisterten Kindern bis hin zur älteren Generation sei alles vertreten. Auch zwei Bürgermeister aus der Region sind im Verein. „Zehn Prozent der Mitglieder haben Knasterfahrung“, so der stellvertretende Vereinsvorsitzende Sören Pauli. Damit will er andeuten, dass einige Fans in verschiedenen Positionen in Gefängnissen arbeiten. Bei den Heimspielen von RB Leipzig, und wenn es machbar ist, auch bei den Auswärtspartien sind „De Middlsaxn“ stets dabei.

Mit ihrem großen Banner, das von Sören Pauli entworfen wurde und einen schnaufenden roten Bullen mit Fußball zeigt, sind sie im Fanblock D nicht zu übersehen. Nach Leipzig und zurück kommen sie mit einem Fanbus. Die Mitglieder des Fanclubs, die aus Hartha, Waldheim, Döbeln, Frankenberg und Leipzig kommen, treffen sich freitags zum Stammtisch im Clubraum. Doch im Fanclub wird nicht nur über Fußball gefachsimpelt. Es gibt auch Grillabende mit den Familienmitgliedern.

Der RB Leipzig Fanclub „De Middlsaxn“ beteiligt sich auch an der Spendenaktion für die achtjährige Döbelnerin Josefine Stuber. Das Mädchen erkrankte kurz nach ihrer Geburt an einer Hirnhautentzündung. Sie ist körperlich und geistig schwer behindert.

Große Hoffnungen setzen die Eltern Janine und Ingolf Stuber in eine sehr aufwendige und kostspielige Therapie. Bisher sammelten die Middlsaxn mehr als 240 Euro an Spenden. Sören Pauli hofft, dass es bis Ende des Jahres noch mehr werden. (DA/je)

>>> Lesen Sie dazu auch: Ein Abend mit dem Kapitän von RB Leipzig / Kommentar: Der richtige Weg