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Neuer Plan fürs Lohgerbermuseum

Planer und Bauüberwacher gaben im Stadtrat einen Überblick über den aktuellen Ausbaustand auf der Großbaustelle in Dippoldiswalde.

Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten am Lohgerbermuseum in Dipps zum Großteil abgeschlossen sein.
Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten am Lohgerbermuseum in Dipps zum Großteil abgeschlossen sein. © Egbert Kamprath

Die Arbeiten am Lohgerbermuseum in Dippoldiswalde werden bis Ende des Jahres zum Großteil abgeschlossen sein. In einigen Gebäudeteilen sowie am Außengelände brauchen die Bauleute aber noch etwas länger. Die Bauleitung rechnet damit, dass diese Arbeiten im Frühjahr beendet werden können. "Es gibt Probleme, aber wir sind auf einem guten Weg", sagte der zuständige Beigeordnete Peter Antoniewski in der Stadtratssitzung am Mittwoch. Die Stadt habe sich mit den Firmen auf den weiteren Bauablaufplan verständigt.

Über den aktuellen Ausbaustand informierten die zuständige Projektsteuerin Corina Tischer, Architekt Thomas Schindler und Bauüberwacher Thomas Vetter. Die Arbeiten am Gebäude sind kompliziert, erklärte Vetter. Die Baustelle ist sehr kleinteilig und die Aufträge wurden an viele Baufirmen vergeben. Insgesamt sind es 40. Gegenwärtig arbeiten 15 verschiedene Gewerke im Gebäudekomplex. Da auch die Bauarbeiter auf der Baustelle coronabedingt Abstände zueinander halten müssen, müssen die Arbeitsschritte genau abgestimmt werden. Zudem wirkt die Corona-Pandemie bei der Lieferung von Baumaterialien nach. Es kam zu Verzögerungen. "Auf Lieferzeiten haben wir keinen Einfluss", so Vetter.

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Firmen haben Personalprobleme

Hinzu kommt, dass einige Firmen Personalprobleme haben. Manchen fehlen generell Mitarbeiter, andere Firmen müssen Mitarbeiter freistellen, weil diese sich um ihre Kinder kümmern müssen. Die Möglichkeiten der Stadt, Druck auf die Firmen auszuüben, um sie zur Einhaltung der Verträge zu bewegen, sei nicht sehr groß, ergänzte Antoniewski. Denn sollten die Firmen von sich aus von dem Vertrag zurücktreten, sei es für die Stadt sehr schwierig, Ersatz zu finden. Schindler erinnerte daran, dass einige Arbeiten mehrmals ausgeschrieben werden mussten, um eine Firma zu finden, die im Rahmen der Kostenschätzung die Leistung erbringt. Beim Trockenbau sei es erst in der vierten Runde gelungen, eine Firma zu finden, so Schindler. 

Ziel der Bauleitung sei es, 80 bis 85 Prozent der Gewerbe bis zum Ende des Jahres abzunehmen, ergänzte Tischer. Damit könne man Kosten sparen, da  bis dahin die reduzierte Mehrwertsteuer gelte. 

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