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Amtsgericht Dippoldiswalde muss evakuiert werden

Ein Feueralarm hat am Donnerstagmittag die Arbeit am Amtsgericht völlig lahmgelegt - und das nicht zum ersten Mal.

Von Franz Herz
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Mehrere Feuerwehren und der Rettungsdienst wurden am Donnerstag wegen eines Brandalarms aus dem Amtsgericht Dippoldiswalde alarmiert.
Mehrere Feuerwehren und der Rettungsdienst wurden am Donnerstag wegen eines Brandalarms aus dem Amtsgericht Dippoldiswalde alarmiert. © Franz Herz

Dippoldiswalde. Die Feuerwehr fuhr am Donnerstag, wenige Minuten nach 12 Uhr, mit dem Martinshorn über den Dippser Markt, die Alarmanlage jaulte aus dem Dippser Schloss. Die Mitarbeiter des Amtsgerichts Dippoldiswalde, das dort seine Räume hat, standen auf der Straße vor dem Gebäude und wussten im ersten Moment nicht, was los war.

Ein Brandmelder im Dachgeschoss des Schlosses hatte Alarm gegeben. Das heißt immer: Evakuierung des gesamten Gebäudes. Amtsrichter Christian Mansch verhandelte gerade wegen eines Falls von Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Er musste sofort alles stehen und liegen lassen, konnte nicht einmal seine schwarze Robe ausziehen. Mitsamt Staatsanwalt und Angeklagten eilten sie aus dem Gebäude, wo sich auch alle anderen Mitarbeiterinnen trafen. Rund 50 Mitarbeiter und Besucher warteten dort.

Nicht die erste Evakuierung im Amtsgericht

Währenddessen eilte Stadtwehrleiter Michael Ebert in voller Ausrüstung zu dem Brandmelder, der Alarm gegeben hatte – aber blinden Alarm. „Da war nichts“, sagt Ebert knapp. Also setzte er den Melder zurück, kontrollierte die Umgebung und gab Entwarnung. Der Leiter der Gerichtsgeschäftsstelle, Steffen Zechendorf, rief seinen Kolleginnen zu, dass sie wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können. Die Unterbrechung hatte rund zwanzig Minuten gedauert.

Die Feuerwehren aus der Dippoldiswalder Kernstadt waren im Einsatz sowie aus Paulsdorf und Reinholdshain-Oberhäslich. Die Wehren werden immer gerufen, wenn ein Alarm aus dem Amtsgericht kommt.

Erstens können dort immer viele Personen betroffen sein, zweitens wäre das historische Gebäude bei einem Brand auch eine Herausforderung für die Feuerwehr. Sie alle konnten wieder abrücken, ebenso der Rettungsdienst und Richter Mansch seine Verhandlung zu Ende führen.

Eine solche Evakuierung hatte es im Juni 2018 schon einmal gegeben im Amtsgericht Dippoldiswalde. Damals lag der Ursprung im Heizungskeller und es hatte auch gequalmt, war aber nicht zu einem offenen Feuer gekommen. Die Evakuierung hatte damals rund eine Stunde gedauert.