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Anklage wegen Kirsten-Bedrohung liegt im Gericht

Ein 29-Jähriger soll Altenbergs Bürgermeister bedroht haben, streitet das aber ab. Gleich im neuen Jahr soll das Amtsgericht Dipps darüber urteilen.

Von Franz Herz
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Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten wurde bedroht. Nächste Woche schon soll das im Amtsgericht Dipps verhandelt werden.
Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten wurde bedroht. Nächste Woche schon soll das im Amtsgericht Dipps verhandelt werden. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Anklageschrift gegen einen 29-Jährigen, gegen den die Staatsanwaltschaft ein beschleunigtes Verfahren auf den Weg gebracht hat, ist am Mittwoch beim Amtsgericht Dippoldiswalde eingegangen, wie dessen stellvertretender Direktor Volker Reichel auf Nachfrage informierte.

Drohung in Whatsapp geschrieben

Der Angeklagte soll auf dem Nachrichtendienst Whatsapp geschrieben haben, Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten gehöre erschossen. Laut Staatsanwaltschaft stand dies unter einem Facebook-Screenshot, in dem Kirsten die Corona-Beschränkungen als "notwendig" bezeichnet hatte. Kirsten hat daraufhin Polizeischutz angefordert.

Staatsanwalt entschied für ein beschleunigtes Verfahren

Die Staatsanwaltschaft entschied sich für ein beschleunigtes Verfahren. Dieses Jahr wird aber nicht mehr verhandelt. Mindestens 24 Stunden vorher müssten die Prozessbeteiligten geladen werden. Das ist in 2021 nicht mehr zu schaffen. So wird ein Verhandlungstermin in der ersten Woche des Jahres 2022 angesetzt, informierte Reichel.

Nach dem Geschäftsverteilungsplan wird der zuständige Richter ermittelt. Am Amtsgericht Dippoldiswalde sind dafür die Endziffern der Aktenzeichen maßgeblich. Infrage kommen Richterin Daniela Höllrich-Wirth oder Richter Christian Mansch. Die beiden sind für Strafsachen zuständig.