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Debatte um Feuerwehreinsatz in Naundorf

Ein Küchenbrand in der Siedlung wurde gleich von Nachbarn gelöscht. Der Feuerwehreinsatz sorgte dennoch für eine Diskussion.

Atemschutzausrüstung für die Feuerwehr. Ihr Einsatz muss exakt überwacht werden. Dafür kommen Feuerwehrleute auch mal von weiter her.
Atemschutzausrüstung für die Feuerwehr. Ihr Einsatz muss exakt überwacht werden. Dafür kommen Feuerwehrleute auch mal von weiter her. © Dietmar Thomas

Eigentlich ist der Feuerwehreinsatz vom Montagabend im Dippoldiswalder Ortsteil Naundorf kein großes Aufheben wert. Um halb sieben kam der Alarm: Küchenbrand in der Siedlung Naundorf.

Es ist ein Wohnhaus. Dort kann so ein Brand schnell größere Schäden anrichten. Daher sind die benachbarten Wehren aus Schmiedeberg, Obercarsdorf, Ulberndorf und Sadisdorf ausgerückt, außerdem die Wehren aus Seifersdorf und Paulsdorf. Um diese beiden entbrannte auf Facebook eine Diskussion: „Ob es nicht nähergelegene Wehren gegeben hätte?“

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Bei Wohnungsbrand wird Atemschutz angefordert

Sächsische.de fragte bei Stadtwehrleiter Michael Ebert nach, wie der Einsatz gelaufen ist und warum die Seifersdorfer und Paulsdorfer dorthin ausgerückt sind. Der Einsatz selbst war ganz unspektakulär. Der Alarm ist wegen eines Küchenbrands ausgelöst worden, den aber Bewohner und Nachbarn schon gelöscht hatten, als die Feuerwehr eintraf. „Wir haben nur noch die Brandstelle gesichert und mit der Wärmebildkamera kontrolliert“, berichtet Ebert.

Wenn es aber um einen Wohnungsbrand geht, rechnet die Feuerwehr immer damit, dass Menschenleben in Gefahr sind und geht davon aus, dass Einsatzkräfte mit Atemschutztechnik benötigt werden. Es gibt in solchen Fällen für die Funkmelder eine spezielle Alarmstufe „Atemschutz“. Zum Atemschutz gehört auch eine exakte Überwachung. Das ist eine Spezialaufgabe. „Damit wollen wir aber nicht die Einsatzkräfte vor Ort noch belasten, sondern das machen jeweils andere Ortswehren“, erklärt Ebert.

Es geht um die Gesundheit der Feuerwehrleute

Bei Bränden im oberen Stadtgebiet von Dippoldiswalde wie in Naundorf werden dafür die Wehren aus Paulsdorf und Seifersdorf geholt. Wenn es umgekehrt im unteren Stadtgebiet beispielsweise an der Talsperre Malter brennen würde, dann würden die Ortswehren aus Obercarsdorf und Sadisdorf hinzugeholt – gerade weil es nicht die nächstgelegenen sind. Die werden ja direkt für den Löscheinsatz benötigt.

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Die Überwacher führen dann genau Buch, wann jemand in Einsatz geht, registrieren, wie viel Druck seine Sauerstoffflasche hat, fragen diese Daten auch regelmäßig ab und rufen einen Kameraden zurück, wenn er zu lange im Einsatz ist. Das klingt nach Büroarbeit, kann im Ernstfall aber die Gesundheit oder sogar das Leben der Feuerwehrleute retten.

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