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Zwei Brunnendörfer vor dem Baubeginn

In Johnsbach und Dittersdorf geht es los. In Klingenberger Ortsteilen stehen die Chancen ebenfalls gut. In Herzogswalde ist die Lage durchwachsen.

Von Franz Herz
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Ein kleiner Rest Wasser war diesen Sommer noch übrig auf dem Grund dieses Hausbrunnens im Klingenberger Ortsteil Röthenbach. Jetzt gibt es Hoffnung auf einen Wasseranschluss.
Ein kleiner Rest Wasser war diesen Sommer noch übrig auf dem Grund dieses Hausbrunnens im Klingenberger Ortsteil Röthenbach. Jetzt gibt es Hoffnung auf einen Wasseranschluss. © Egbert Kamprath

Weitere Brunnendörfer kommen ans öffentliche Trinkwassernetz. Im Glashütter Ortsteil Johnsbach ist der Bauauftrag vergeben. Die Dippoldiswalder Niederlassung der Strabag hat den Zuschlag erhalten und am 29. September soll Baubeginn sein, wie Frank Kukuczka, Geschäftsführer der Trinkwasserversorgung Weißeritzgruppe informierte. Im Nachbardorf Dittersdorf geht es auch bald los. Hier sind derzeit die Arbeiten ausgeschrieben und kommende Woche werden die Angebote ausgewertet. Das hat etwas länger gedauert, weil die Planung anspruchsvoller war als in Johnsbach. Aber auch hier sollen Ende Oktober die Bauarbeiten beginnen. „Wir hoffen dann, dass wir noch lange günstiges Bauwetter haben“, sagt Kukuczka.

In Pretzschendorf geht der Plan nicht mehr auf

Auch in drei Ortsteilen der Gemeinde Klingenberg ist der Wasserversorger aktiv, um sie anzuschließen. Hier waren die betroffenen Einwohner in den vergangenen Wochen aufgefordert, Anträge zu stellen. In Pretzschendorf hat eine Gruppe von Nachbarn ein privates Leitungsnetz aufgebaut, über das sie Wasser von der Weißeritzgruppe beziehen. Damit geht deren bisherige Planung nicht mehr auf. „Wir sind dabei, diese zu überarbeiten und werden dann mit unserem Aufsichtsrat beraten, ob wir einen neuen Antrag auf Förderung stellen“, sagt Kukuczka.

In Röthenbach haben knapp 80 Prozent der betroffenen Grundstückseigentümer Interesse an einem Wasseranschluss bekundet. Hier hat das Trinkwasserunternehmen die Vertragsentwürfe hinausgeschickt und will den Bau in Angriff nehmen. Auch für den Nachbarort Friedersdorf soll die Förderung in der nächsten Runde beantragt werden.

Überzeugungsarbeit in Herzogswalde

Schwieriger ist es noch im Wilsdruffer Ortsteil Herzogswalde. Dort gibt es zwei Gebiete, die noch an Hausbrunnen hängen. Eine liegt oben um den Gasthof. Hier war erst die Rede von 23 Grundstücken, die einen Trinkwasseranschluss bräuchten. Nun hat sich aber herausgestellt, dass zehn davon Gärten sind. Wenn dann die Eigentümer der restlichen Grundstücke allein die Investitionskosten tragen müssten, kämen hohe Summen heraus.

Im zweiten Gebiet von Herzogswalde, wo noch ein Trinkwasseranschluss fehlt, hat die Hälfte der Eigentümer Interesse angemeldet. Darüber hat Kukuczka die Stadtverwaltung Wilsdruff informiert und hofft nun, dass Bürgermeister und Ortsvorsteher noch weitere Einwohner von den Vorteilen eines öffentlichen Trinkwasseranschlusses überzeugen. So ähnlich ist es auch in Johnsbach und Dittersdorf gelaufen, und diese Dörfer stehen jetzt kurz vor dem Baubeginn.

Mitte Oktober tagt der Aufsichtsrat der Weißeritzgruppe zum nächsten Mal. Dieses Gremium berät den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr und legt auch fest, welche Investitionen in weitere Brunnendörfer geplant werden. Es geht dabei immer auch um eine Abwägung verschiedener Interessen. Der neue Anschluss einzelner Orte, die bisher kein Wasser von der Weißeritzgruppe bekommen haben, darf nicht für die übrigen Orte die Wasserkosten in die Höhe treiben.

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