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Dippoldiswalde: Dach fängt Feuer

Die Feuerwehr muss am Freitag ausrücken, weil in einem Wohnhaus ein Brand ausbricht.

Mit dem Hubsteiger kamen die Feuerwehrleute nahe an die Brandstelle auf dem Dach.
Mit dem Hubsteiger kamen die Feuerwehrleute nahe an die Brandstelle auf dem Dach. © SZ/Franz Herz

Am Freitagnachmittag kurz vor 15 Uhr bemerkten die Bewohner eines Wohnhauses, das etwas außerhalb des Ortes an der Glashütter Straße liegt, dass aus ihrem Dachstuhl Rauch herauskommt. Sofort alarmierten sie die Feuerwehr. Das Wohnhaus wird zurzeit saniert.

Ein doppelt komplizierter Einsatz

Für die Feuerwehr war es aus zwei Gründen ein komplizierter Einsatz. Erstens war der Brand angesichts der Dachkonstruktion nicht einfach zu löschen. Unter den Dachziegeln befand sich eine Dämmung, die den Flammen Nahrung bot. So mussten die Wehrleute, nachdem der Brand immer wieder aufflackerte, das Dach öffnen, um auch verborgene Glutnester zu finden und zu löschen. Vom Hubsteiger aus, hoben sie die Dachziegel an, um an die Flammen ranzukommen. Die Brandursache ist noch unklar.

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Staatsstraße in beiden Richtungen voll gesperrt

Zweitens war es schwierig, zu dieser Tageszeit, in der noch viele Feuerwehrleute auf Arbeit waren, genug Helfer zu finden, die mit Atemschutz an die Brandstelle gehen konnten, wie Einsatzleiter Carsten Börner, der Ortswehrleiter von Ulberndorf sagte. Deswegen alarmierte die Leitstelle eine ganze Reihe von Feuerwehren, um genug Einsatzkräfte an die Brandstelle zu bekommen. So waren unter anderem die Wehren aus Dippoldiswalde, Ulberndorf, Paulsdorf, Reinholdshain, Oberfrauendorf, Obercarsdorf und Schmiedeberg im Einsatz.

Die Feuerwehr legte zur Löschwasserversorgung eine doppelte Schlauchleitung von den Teichen am Ortsausgang von Dippoldiswalde zur Brandstelle, die etwa 300 Meter entfernt ist. Die Staatsstraße S190 war während des Feuerwehreinsatzes in beiden Richtungen komplett gesperrt. Allerdings hat es mit der Sperrung nicht richtig geklappt. Von der B170 aus war es noch lange möglich, in die Glashütter Straße einzubiegen. Erst an den Teichen war dann kein Weiterkommen mehr. Pkw und Transporter konnten wenden, ein großer Sattelzug war in die Sackgasse gefahren und musste die Freigabe der Straße abwarten.

In der ersten Version dieses Beitrag war die Feuerwehr Reinhardtsgrimma aufgeführt. Sie war aber nicht im Einsatz, jedoch die Ortswehr Oberfrauendorf.

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