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Glashütter Wehr hat den Dreh raus

In der Uhrenstadt sind über hundert Mädchen und Jungen in den Kinder- und Jugendwehren organisiert. Lob gibt es vom Landesfeuerwehrverband.

Die Glashütter Feuerwehr nutzt auch Tag der offenen Tür - hier in Schlottwitz - um ihre Arbeit, Kindern und Jugendlichen vorzustellen. Im Bild Rico Schneider und Sven Gleisberg.
Die Glashütter Feuerwehr nutzt auch Tag der offenen Tür - hier in Schlottwitz - um ihre Arbeit, Kindern und Jugendlichen vorzustellen. Im Bild Rico Schneider und Sven Gleisberg. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Glashütter Feuerwehr kann ihre erfolgreiche Nachwuchsgewinnung weiter fortsetzen. Helfen wird ihr dabei der neue Kleinbus, den die Stadt Glashütte für die Ortswehr Oberfrauendorf angeschafft hat und der kürzlich in Dienst gestellt wurde.

In Glashütte mit seinen knapp 7.000 Einwohnern gibt es sechs Jugend- und drei Kinderfeuerwehren. "In unseren Jugendfeuerwehren sind derzeit 83 Jugendliche und in den Kinderfeuerwehren 31 Kinder organisiert", so Stadtjugendwart Falk Degenkolbe. 

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Ob die Glashütter damit ganz weit oben im Freistaat stehen, kann Thomas Görner, Referent für Jugendarbeit der Jugendfeuerwehr Sachsen im Landesfeuerwehrverband Sachsen nicht sagen. Denn in Sachsen gebe es zwar viele Jugendfeuerwehren, aber kein Ranking. Das wäre auch schwer durchzuführen, da sich Kommunen und Feuerwehren schwer vergleichen lassen. Denn dabei müsste nicht nur die Größe der Stadt, sondern unter anderem auch die Altersstruktur und die alternativen Freizeitmöglichkeiten betrachtet werden. Eine wichtige Rolle spielt auch, wie aktiv die Jugendwarte in den Feuerwehren sind. Dies ist offensichtlich in Glashütte der Fall, denn die Zahlen können sich sehen lassen, sagt Görner.

Gute Beziehungen zu den Schulen

In Glashütte ist jedenfalls froh, so viele potenzielle Feuerwehrleute zu haben. Für die guten Zahlen gebe mehrere Gründe, sagt Degenkolbe. In der Wehr sei man in der Lage, den Kindern und Jugendlichen ein interessantes und vielfältiges Freizeitangebot zu machen. Der Stadtwehr stehen 15 Kameraden als Betreuer, Kinder- und Jugendwart zur Verfügung. Sie ermöglichen es, viel zu organisieren. Über das Jahr verteilt, finden zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Ausflüge von Winterwanderung über Zeltlager bis zur Teilnahme an Veranstaltungen der Kreisjugendfeuerwehr statt. 

2019 verwandten die Betreuer insgesamt 1.453 Stunden, um alle Veranstaltungen und Dienste vor- und nachzubereiten und sich selbst fortzubilden, so Degenkolbe. Bei der Organisation von größeren Veranstaltungen helfen zudem noch aktive Kameraden mit. Ein wichtiger Schritt, die Jugendfeuerwehren zu stärken, war die Gründung der Kinderfeuerwehren, so Degenkolbe. Ab dem fünften Lebensjahr können die Kinder dort Mitglied werden. Um die Kinderwehr bekannter zu machen, pflegt das Team um Falk Degenkolbe gute Beziehungen zu den Grundschulen in Reinhardtsgrimma und Glashütte und zu den Kindertagesstätten der Stadt. Wer einmal in der Kinderwehr ist und sich dort wohlfühlt, wechselt zur Jugendwehr. Der Übertritt ab dem achten Lebensjahr ist dann meist nur Formsache, so Degenkolbe.

Degenkolbe lobt die gute Zusammenarbeit der Betreuer untereinander. Hier werden viele kreative Ideen für die Ausgestaltung der Übungsdienste der Kinder- und Jugendfeuerwehren geboren. "Da wird auch schon mal personell ausgeholfen, wenn in der Nachbarjugendfeuerwehr Betreuungspersonal fehlt", so Degenkolbe.

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