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Dippoldiswalde: Gefahr im "Eisernen Wald"

Ein Waldbrand ist immer ein Risiko, wenn Munition dazu kommt wie in der Dippser Heide, wird es brandgefährlich. Deshalb wird am Sonnabend ein solcher Fall geübt.

Hier brannte Ostern vor einem Jahr der Wald in der Dippser Heide bei Malter. Damit sind dort besondere Gefahren verbunden.
Hier brannte Ostern vor einem Jahr der Wald in der Dippser Heide bei Malter. Damit sind dort besondere Gefahren verbunden. © SZ/Franz Herz

„Eiserner Wald“ heißt eine große Übung, die am Sonnabend, 5. Juni, in der Dippoldiswalder Heide stattfindet. Es geht dabei darum, dass sich die Feuerwehren und die anliegenden Städte Dippoldiswalde und Rabenau sowie der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf einen Brand in der Dippser Heide vorbereiten, informierte die Pressestelle der Stadt Dippoldiswalde. Denn ein Waldbrand ist für jede Feuerwehr eine Herausforderung. Aber in der Dippser Heide kommt dazu, dass im Boden noch viel Munition aus dem Zweiten Weltkrieg liegt. Keiner weiß, ob die bei einem Brand nicht unkontrolliert in die Luft geht. Und Waldbrände gibt es in dem Kiefernbestand der Dippser Heide immer wieder einmal. Der Letzte war Ostern 2020.

Dipps und Rabenau üben Evakuierung

Nun hat die Feuerwehr einen speziellen Einsatzplan aufgestellt. Der regelt ihr eigenes Vorgehen, aber auch die Evakuierung und Räumung der Orte in der Nähe der Brandstelle. Das betrifft große Teile von Rabenau und Dippoldiswalde. Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) in Dipps und ihr Rabenauer Kollege Thomas Paul (CDU) können bei der Übung trainieren, wie sie im Ernstfall schnell handeln müssen.

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Drohnen und Hubschrauber im Einsatz

Weiter üben die verschiedenen Einrichtungen, die in solchen Fällen helfen können, ihre Zusammenarbeit. Neben den Kommunen sind das die Feuerwehren, der Rettungsdienst, die Rettungsleitstelle, die Polizei mit ihrem Kampfmittelbeseitigungsdienst und der Sachsenforst. Wenn nötig, kommen auch ein Polizeihubschrauber und die Drohnenstaffel des Technischen Hilfswerks zum Einsatz. Auf einer kleinen Fläche wird tatsächlich ein Feuer angezündet, um unter realistischen Bedingungen zu testen, wie ein Brandherd aus der Luft festgestellt werden kann.

Die Übung bringt für die Anwohner der Dippser Heide keine Einschränkungen. Waldbesucher müssen damit rechnen, dass einige Parkplätze gesperrt werden.

Munition wird mit dem Alter gefährlicher

Die Dippser Heide soll auf jeden Fall weiter ein Naherholungsgebiet bleiben. Seit Kriegsende hat der Wald dort öfter gebrannt und es ist nie zu einer Explosion gekommen. Allerdings wird die Weltkriegsmunition im Lauf der Jahre keineswegs ungefährlicher, sondern eher instabiler. Die Gefahr bleibt also bestehen. Um mit ihr umgehen zu können, dazu hilft die Übung „Eiserner Wald“.

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