merken
PLUS Dippoldiswalde

Glashütte bewirbt sich um Fördergeld

Bekommt die Stadt den Zuschlag, hat sie einiges vor. So soll es Zuschüsse für die Sanierung von markanten Gebäuden geben. Die Pläne werden online vorgestellt.

Glashütte bemüht sich um die Aufnahme in ein neues Stadtkernsanierungsprogramm.
Glashütte bemüht sich um die Aufnahme in ein neues Stadtkernsanierungsprogramm. © Stadt Glashütte

In den letzten Jahren hat sich das Glashütter Stadtbild enorm verändert. Viele Häuser wurden saniert, Plätze neu gestaltet. Mit dem Uhrenmuseum hat die Stadt zudem ein Gebäude bekommen, dass viele Kleinstädte auch gern gehabt hätten. Ein Großteil der Vorhaben konnte mit Geld aus dem Stadtkernsanierungsprogramm finanziert werden. Dennoch gibt es immer noch "Sorgenkinder". So muss die Kita am Ochsenkopf saniert werden. Unklar ist auch, wie es mit dem früheren Gasthaus Goldenes Glas weitergehen soll, dass viele Einwohner gern zu einem Vereinshaus umgestaltet haben möchten.

Die Gaststätte Goldenes Glas mit ihrem Filmtheater war über viele Jahre ein beliebter Treffpunkt in Glashütte. Nachdem der Gastwirt in Ruhestand gegangen ist, steht das Objekt leer.
Die Gaststätte Goldenes Glas mit ihrem Filmtheater war über viele Jahre ein beliebter Treffpunkt in Glashütte. Nachdem der Gastwirt in Ruhestand gegangen ist, steht das Objekt leer. © Egbert Kamprath

So viel ist sicher: Um die "Sorgenkinder" los zu werden, braucht die Stadt Geld. Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) möchte dieses gern über das neue Förderprogramm "Lebendige Zentren" einspielen, das mit Geld von Bund und Freistaat gefüllt wird.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Bereits 2019 hat sich der Stadtrat grundsätzlich dafür ausgesprochen, am Programm teilzunehmen. Nun wurde das Programm gestartet. Bis März können sich Kommunen um eine Teilnahme bewerben. In Glashütte laufen die Vorbereitungen dazu. Die Verwaltung arbeitet derzeit zusammen mit der Kommunalberatungsgesellschaft Steg an einem Stadtentwicklungskonzept und einem Maßnahmenplan. Letzterer soll vor der Einreichung im Stadtrat beraten und beschlossen werden, sagt Dreßler.

Die größte Glashütter Kita steht in der Kernstadt. Nach Einschätzung der Stadt muss sie umfassend saniert werden.
Die größte Glashütter Kita steht in der Kernstadt. Nach Einschätzung der Stadt muss sie umfassend saniert werden. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Verwaltung möchte auch den Ortschaftsrat Glashütte im Vorfeld anhören. Eine Einwohnerversammlung ist unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht möglich. Deshalb wird die Stadt die Pläne auf einer digitalen Informationsveranstaltung
vorstellen. Diese soll am 11. Februar um 18 Uhr stattfinden. Wer Interesse hat, kann sich bis zum 5. Februar per Mail bei der Stadt mit Namen und E-Mail-Adresse anmelden.

Einst war dieses Wohnhaus als Hotelstandort im Gespräch. Viel passiert ist seither nicht. Die Stadt möchte dieses markante Gebäude erhalten. Vielleicht kann das Förderprogram helfen.
Einst war dieses Wohnhaus als Hotelstandort im Gespräch. Viel passiert ist seither nicht. Die Stadt möchte dieses markante Gebäude erhalten. Vielleicht kann das Förderprogram helfen. © Archiv: Egbert Kamprath

Sollte der Stadt die Aufnahme gelingen, wolle man sich verschiedenen Vorhaben zuwenden. Mithilfe der Förderung soll ein "Zentrumsmanagement“ eingerichtet werden, mit dem die Innenstadt belebt und der Einzelhandel unterstützt wird. Geld könnte für die Erweiterung des Spielplatzes auf der Festwiese und den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern an der Festwiese verwendet werden.

Außerdem sollen Fördermittel bereitgestellt werden, um bedeutende und leerstehende Objekte zu sanieren. Dadurch könnten die Sanierung oder der Abriss des sogenannten Wolkenkratzers - einem besonders hohen, am Dittersdorfer Weg stehenden Haus - aber auch die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses am Moritz-Großmann-Platz 3 unterstützt werden. Fördermittel werden nicht mit der Gießkanne verteilt, sondern nur für Problemfälle bereitgestellt, so Dreßler. Wie hoch die jeweiligen Zuschüsse sein werden, steht noch nicht fest.

Dieses Gebäude am Dittersdorfer Weg ist als "Wolkenkratzer" bekannt. Es hat starke Bauschäden und ist aufgrund der Hanglage nur eingeschränkt zu nutzen. Im Rathaus hofft man, dass es erhalten bleibt.
Dieses Gebäude am Dittersdorfer Weg ist als "Wolkenkratzer" bekannt. Es hat starke Bauschäden und ist aufgrund der Hanglage nur eingeschränkt zu nutzen. Im Rathaus hofft man, dass es erhalten bleibt. © Archiv: Frank Baldauf

Auch für die notwendige, umfassende Sanierung der Kita in Glashütte soll Geld aus dem Programm fließen. "Darüber hinaus sollen Mittel für Investitionen für ein Gemeinschaftshaus aufgenommen werden", so der Bürgermeister.

Offen ist, ob die Stadt die Aufnahme in der ersten Runde schafft. Dies wird vor allem vom Umfang der bereitgestellten Fördersumme und der Zahl der sich darum bewerbenden Kommunen abhängen. Sollte Glashütte die Aufnahme gelingen, könnte die Stadt zehn Jahre lang an diesem Programm teilnehmen. Die zur Verfügung stehende Fördersumme wird je zu einem Drittel von der Stadt, dem Freistaat und dem Bund zur Verfügung gestellt. Anders als beim früheren Stadtkernsanierungsprogramm werden die Bürger diesmal nicht über die Erhebung von Ausgleichsbeträgen an der Refinanzierung herangezogen.

Das ist für Teilnahme an der Online-Präsentation und Diskussion wichtig:

Weiterführende Artikel

Glashüttes erste Online-Infoveranstaltung

Glashüttes erste Online-Infoveranstaltung

Wie soll es in der Innenstadt weitergehen? Darüber tauschte sich die Verwaltung mit den Bürgern digital aus. Eine Premiere.

Frisches Geld für die Stadtsanierung

Frisches Geld für die Stadtsanierung

Glashütte soll attraktiver werden. Doch zunächst sind die Bürger am Zug.

  • Die Teilnehmer benötigen einen Windows- oder Mac-Computer mit einer Internetverbindung und einem angeschlossenen Lautsprecher (auch Kopfhörer sind möglich). Ein Mikrofon und eine Webcam sind nicht erforderlich.
  • Für eine Teilnahme mit einem Smartphone oder einem Tablet ist die Installation der GoToMeeting-App aus dem Apple Store oder Google Play Store erforderlich. Empfohlen wird die Teilnahme am Computer.
  • Während der Veranstaltung können Fragen und Hinweise über die Tastatur gestellt werden.
  • Es ist aufgrund der Vielzahl von technischen Parametern möglich, dass es Schwierigkeiten bei der Teilnahme an diesem digitalen Forum geben wird.
  • Die Stadt bittet jetzt um Verständnis, sollte es hier Schwierigkeiten geben.
  • Die Verwaltung kann keine technische Unterstützung geben.
  • Wer Interesse hat, an der Präsentation teilzunehmen, kann sich bis zum 5. Februar per Mail bei der Stadt mit Namen und E-Mail-Adresse anmelden. Am 10. oder 11. Februar wird den Teilnehmern ein Einladungslink gesendet.
  • Die Präsentation der Veranstaltung wird später auf der Website der Stadt veröffentlicht.

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde und Glashütte lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dippoldiswalde