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Zwei Glashütter Sportvereine fusionieren

Den Anstoß dazu gab eine Sportart. Mehr verrät Vereinschef Benjamin Rosenkranz im Gespräch mit Sächsische.de.

Benjamin Rosenkranz hat einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Sportvereine aus Glashütte und Schlottwitz jetzt einen gemeinsamen Weg gehen.
Benjamin Rosenkranz hat einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Sportvereine aus Glashütte und Schlottwitz jetzt einen gemeinsamen Weg gehen. © Archiv: Frank Baldauf

Herr Rosenkranz, wer die Homepage von Blau-Weiß Glashütte aufruft, kommt auf die Seite des Sportvereins Glashütte. Warum wurde der Verein umbenannt?

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Das hat mit der geplanten Fusion mit dem Fussballsportverein Schlottwitz zu tun. An dieser arbeiten wir schon seit Längerem. Vorgesehen ist sie nach Abschluss des Umbaus der Schlottwitzer Sporthütte. Unseren Verein haben wir bereits 2019 umbenannt. Beschlossen hat das die Mitgliederversammlung des SV Blau-Weiß Glashütte.

Warum wollen die Vereine fusionieren?

Den Anstoß gab der Männerfußball. Unsere Vereine hatten nicht mehr genügend Spieler, um Mannschaften zu bilden. Auch die weitere Nachwuchsarbeit war uns sehr wichtig. Deshalb setzten sich die Vereine aus Schlottwitz, Reinhardtsgrimma und Glashütte 2017 erstmals zusammen, um über eine Zusammenarbeit zu beraten. In über zehn Zusammenkünften wurde auch die Perspektive einer fusionierten Zusammenarbeit in einem neuen Verein besprochen. Damit sollte ein attraktive und personell gut ausgestattete Mannschaft im Männerfußball im Gemeindegebiet von Glashütte geschaffen und die Nachwuchsarbeit weiter gestärkt werden. Der Vereinsvorstand des TSV Reinhardtsgrimma 1894 hatte sich damals vorerst gegen eine Zusammenarbeit entschieden. Das haben die anderen beiden Vereine bedauert. Die Vereine aus Schlottwitz und Glashütte dagegen wurden sich einig.

Welche Folgen hatte das?

Dieser Schritt bedeutete, dass bereits zur Saison 2018/2019 eine Fußball-Männermannschaft mit Spielern aus Schlottwitz und Glashütte starten konnte. Das hat sich aus unserer Sicht durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit auch bewährt. Die 2019 vollzogene Umbenennung war nötig geworden, um diese begonnene Zusammenarbeit im Fußballbereich als ersten Schritt der Fusion zum Glashütter Großverein nach außen zu dokumentieren.

Warum fand die Fusion nicht 2020 statt?

2020 war geprägt von Corona und der Übernahme der Sporthütte in Schlottwitz. Deshalb gehen wir das später an.

War nur der Fußball der Grund für die Fusion?

Zunächst ja. Aber perspektivisch wird sich das auch für andere Sportarten auszahlen. Als größerer Breitensportverein können wir mehr Angebote machen.

Wie viele Mitglieder hat der Verein?

Wir haben jetzt 389 Mitglieder, die in den Sektionen Fußball – hier im Ligabetrieb und im Freizeitbereich zum Beispiel als sogenannte Alte Herren, Theaterfechten, Tanzen, Badminton, Kraftsport, Tai Chi, Volleyball, Kegeln, Tischtennis und Step Aerobic organisiert sind. Zudem befindet sich der Bereich Bogenschießen in Planung. Interessierte können sich hier gern melden.

Welche Sportstätten stehen Ihrem Verein zur Verfügung?

Neben unserer ersten Sportstätte - dem Sportplatz an der Prießnitztalstraße in Glashütte – werden wir die Sportanlage in Schlottwitz inklusive Sporthütte übernehmen. Dem hat der Stadtrat 2020 einstimmig zugestimmt. Mit dem Kunstrasenplatz, dem Rasenplatz und der Mitnutzung der Glashütter Turnhalle haben wir ideale Bedingungen für unsere Mitglieder.

Welche größeren Vorhaben möchte Ihr Verein anpacken?

Derzeit bereiten wir den Umbau der Sporthütte in Schlottwitz vor. Damit schaffen wir eine zweite Spiel- und Trainingsstätte für alle Mitglieder. Das wird ein Kraftakt aller für alle. Wir wollen bessere Trainingsbedingungen für die Fußballer, aber auch zum Beispiel für den Sektion Kegeln ermöglichen. Die Kegelbahn bleibt in der Sporthütte erhalten und kann weiterhin genutzt werden. Damit hat der Sektion Kegeln wieder eine eigne Kegelbahn. Im großen Mehrzweckraum soll die Möglichkeit für verschiedene Veranstaltungen inklusive Training geschaffen werden. Außerdem werden hier Schulungen, Weiterbildungen und Freizeitveranstaltungen für alle stattfinden können. Das wiederum kommt insbesondere dem Bereich Nachwuchs zugute.

Wer baut die Sporthütte um?

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Die Sporthütte wird vom Verein umgebaut. Unterstützung erhalten wir dabei von der Stadt Glashütte und durch Fördermittel des Freistaates Sachsen. Zusätzlich werden Eigenmittel vom Verein, auch in Form von Eigenleistungen, erbracht.

Ist eine Fusion mit dem TSV Reinhardtsgrimma ganz vom Tisch?

Wir werden uns zukünftigen Gesprächen nicht verschließen.

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