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Wo Dipps seine Fünftklässler unterrichtet

Oberschule und Gymnasium brauchen mehr Platz. Schulleiter Hegewald vom Gymnasium spekuliert auf ehemalige Berufsschulgebäude.

Dieser Blick zeigt die leerstehenden Berufsschulgebäude in Dipps, links das Haus 3 und davor das Laborgebäude.
Dieser Blick zeigt die leerstehenden Berufsschulgebäude in Dipps, links das Haus 3 und davor das Laborgebäude. © Karl-Ludwig Oberthür

Das Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde und Altenberg wird zum neuen Schuljahr mit sieben fünften Klassen starten, eine mehr als bisher. Jetzt findet sich noch Platz für die zusätzlichen Schüler, auf Dauer bekommt die Schule aber ein Kapazitätsproblem. Das wissen das Landratsamt und die Schulleitung.

Der Landkreis SOE ist doppelt in der Pflicht

Deswegen fand am Montag eine Begehung von ehemaligen Berufsschulgebäuden in Dippoldiswalde mit Schulleiter Volker Hegewald und Mitarbeitern des Landratsamts statt. Der Landkreis ist hier doppelt in der Verantwortung. Erstens gehören ihm die Gebäude, die früher das Berufliche Schulzentrum genutzt hat, zweitens muss er sich als Schulträger des Gymnasiums darum kümmern, dass dieses genug Platz bekommt. Auch im Schulnetzplan, der zurzeit diskutiert wird, ist ein Ausbau des Gymnasiums in Dippoldiswalde vorgesehen.

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Auf jeder Etage eine Klasse unterbringen

„Wir haben uns mehrere Gebäude angesehen, wie sie zu unserem pädagogischen Konzept passen“, sagt Hegewald. „Dieses trägt den Titel: ‚Ein Nest für unsere 5. und 6. Klassen.‘“ Mit dabei waren auch Anja Vogelgesang. Sie ist als Lehrerin für die 5. und 6. Klassen verantwortlich sowie Stella Huhle, die für die Schulverwaltung zuständig ist. Sie haben zuerst das Haus 3 angesehen, den fünfstöckigen Bau, den der Landkreis seinerzeit für die Berufsschule saniert hat. „Er wäre geeignet, um dort in jeder Etage eine Klasse unterzubringen, wenn man ihn etwas ertüchtigt“, lautet das Fazit des Schulleiters. Dort könnten ab dem Schuljahr 2022/23 die fünften Klassen unterrichtet werden.

Kein Interim, sondern eine Dauerlösung

Die Besichtigung ging aber noch weiter. Vor dem Haus drei steht das ehemalige Laborgebäude. Auch das würde sich eignen für einen Umbau zum Schulgebäude. Hegewald könnte sich auf dem ehemaligen Berufsschulgelände mehr vorstellen als nur eine Übergangslösung. Der Landkreis will ja die möglichen Varianten untersuchen, wie das Gymnasium erweitert werden könnte.

Platz für einen Neubau wäre neben dem jetzigen Schulgebäude. Dort ist ja beim Bau des Sportparks eine Turnhalle weggerissen worden. Hegewald will aber anregen, dass die Nutzung der Berufsschulgebäude ebenfalls untersucht wird. „Dann müsste der Landkreis nur einmal Geld in die Hand nehmen“, nennt er einen Vorteil. Weil die Investition für eine Übergangslösung zugleich der Dauerlösung zugutekäme.

Die ganze Schulinfrastruktur ist noch da

Außerdem ist auf diesem Standort noch die Schulinfrastruktur vorhanden, die Sporthalle, die Mensa, reichlich Platz, davor eine Bushaltestelle. „Wir könnten die gesamte Orientierungsstufe dort einrichten“, sagt der Schulleiter. Das wären die 5. und 6. Klassen. Es gab in Dippoldiswalde auch schon die Idee, diese Klassenstufen von Gymnasium und Oberschule gemeinsam zu unterrichten. Die hält Hegewald nach wie vor für gut. Darum ist es aber ruhig geworden.

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Nach der Begehung hat der Schulleiter auch noch ein Gespräch mit Heiko Weigel, dem Beigeordneten im Landratsamt, geführt. „Ihm habe ich geraten, die Gebäude bald mit einem Bausachverständigen anzusehen“, sagt der Schulleiter. Dann würden auch Zahlen auf den Tisch kommen, welche Kosten damit verbunden wären. Es muss für den Landkreis ja auch bezahlbar sein. „Für uns ist das Allerwichtigste, dass unser pädagogisches Konzept umgesetzt werden kann“, sagt Hegewald.

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