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Jugendparlament für Dipps

Ein Sprachrohr für junge Leute könnte der Dippser Kommunalpolitik gut tun. Ein junger Stadtrat macht sich dafür stark.

Moritz Lorenz macht sich für ein Jugendparlament in Dippoldiswalde stark. Er war Vorsitzender des Jugendclubs in Hennersdorf und arbeitet in der Fraktion der Freien Wähler im Stadtrat mit.
Moritz Lorenz macht sich für ein Jugendparlament in Dippoldiswalde stark. Er war Vorsitzender des Jugendclubs in Hennersdorf und arbeitet in der Fraktion der Freien Wähler im Stadtrat mit. © Egbert Kamprath

In Dippoldiswalde ist im Gespräch, ein Jugendparlament einzurichten. Moritz Lorenz aus Hennersdorf, der seit 2019 für die Freien Wähler im Stadtrat sitzt, hat Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) darauf angesprochen. Die kann sich das durchaus vorstellen, sagte sie im Gespräch mit Sächsische.de.

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Der 27-jährige Moritz Lorenz war bis Ende letzten Jahres Vorsitzender des Jugendclubs Hennersdorf und nahm dabei auch regelmäßig an dem Dippser Jugendstammtisch teil. Dort treffen sich Vertreter der Jugendclubs mit Mitarbeitern von Pro Jugend und Vertretern der Stadtverwaltung. Wenn es ihr möglich ist, nimmt auch die Oberbürgermeisterin daran teil.

Ähnliche Initiativen in Bannewitz und Wilsdruff

Dieser Kontakt zwischen jungen Leuten und der Stadt könnte aber noch erweitert werden. Auf die Idee ist Lorenz von Ronny Wenzel gebracht worden. Wenzel arbeitet als Sozialarbeiter bei Pro Jugend und ist mit zwei Kolleginnen für den Raum Dippoldiswalde, Klingenberg, Bannewitz, Kreischa und Rabenau zuständig. In den Orten gibt es aber neben Jugendclubs noch wesentlich mehr Vereine und Einrichtungen, die sich um Jugendarbeit kümmern. „Jugendfeuerwehren, Junge Gemeinden, Sportvereine oder Schülervertretungen“, nennt Wenzel als Beispiele.

In einem ersten Schritt sollten diese sich alle einmal treffen und vielleicht Vertreter wählen, die sozusagen als Sprachrohr der Jugendinteressen gegenüber der Stadtverwaltung oder dem Stadtrat aktiv werden. Ein weiterer Schritt wäre, ein Gremium einzurichten, eben das Jugendparlament, das sich regelmäßig trifft und auch ein Budget erhält, über das es entscheiden kann.

Es gibt im Landkreis auch in anderen Orten Initiativen, die in diese Richtung gehen, berichtet Wenzel. In Bannewitz läuft es schon, in Wilsdruff ist ein Anfang gemacht.

Nachwuchs für die politische Arbeit

Ein solches Jugendparlament hätte dann die Hoheit, über sein Budget zu entscheiden. Es könnte aber auch als beratendes Gremium für den Stadtrat dienen, wenn es um Belange der jungen Leute geht. Auf lange Sicht könnte ein solches Jugendparlament auch helfen, Nachwuchs für die politische Arbeit in der Stadt und den Ortsteilen zu gewinnen, sagt Lorenz. Es ist ja immer schwierig, Kandidaten zu finden, die in Ortschaftsräten oder im Stadtrat mitarbeiten. Und bei jeder Wahl scheiden Mandatsträger aus Altersgründen aus. Da werden Plätze frei für junge Nachrücker. Wenn die schon Erfahrungen aus einem Jugendparlament mitbringen, hätten sie einen Startvorteil.

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