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Neue Bäume für Allee in Dippoldiswalde

Große Eichen säumten einst den Weg von der Unterstadt zum Markt. Aber sie waren nicht mehr stabil genug. Mal sehen, wie sich die Nachfolger behaupten.

Junge Zerreichen stehen jetzt entlang der Technikumallee in Dippoldiswalde.
Junge Zerreichen stehen jetzt entlang der Technikumallee in Dippoldiswalde. © Stadt Dippoldiswalde

Sie haben heftige Stürme überstanden, schweren Schnee und Wolkenbrüche, aber dann hat ein kleiner Pilz die Baumriesen entlang der Technikumallee in Dippoldiswalde bezwungen. Sie mussten einer nach dem anderen in den vergangenen drei Jahren gefällt werden.

Typischen Allee-Charakter wieder hergestellt

Nun wäre aber die Technikumallee ohne Bäume keine Allee mehr. Daher kündigte schon damals bei der ersten Fällaktion der Dippoldiswalder Baubeigeordnete Peter Antoniewski an, dass hier neue Bäume gepflanzt werden. Das hat etwas gedauert, aber jetzt ist die Allee wieder von Bäumen gesäumt. „In der letzten Woche erfolgten nunmehr die Ersatzpflanzungen entlang der Technikum-Allee“, teilte Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) mit. Eine Fachfirma, der Ortschaftsrat Dippoldiswalde und die Verantwortlichen der Stadtverwaltung haben sich entschieden, Zerreichen neu zu pflanzen. Die jungen Bäume stehen jetzt auf dem Damm, der einst für die Technikumallee aufgeschüttet wurde, im Abstand von 2,50 Meter zum Geländer. „So wurde der typische Allee-Charakter wiederhergestellt“, teilt Körner weiter mit.

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Gefahr für Fußweg und Spielplatz auf Böhms Wiese

Die Zerreiche kommt eigentlich im östlichen Mittelmeerraum vor, wie das Online-Lexikon Wikipedia berichtet, aber auch in Südtirol, Österreich oder Tschechien wächst sie gut. Sie liebt sommerwarme Standorte. Das ist an der Technikumallee durchaus gegeben. Die Bäume können bis zu 200 Jahre alt werden. Das heißt also, die nächsten Generationen in Dippoldiswalde können das Wachstum der Bäume beobachten und sich daran freuen, ehe sich dann wieder jemand darum kümmern muss, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht.

Denn das hatte sich vor drei Jahren als Problem herausgestellt. Es hat manchen alten Dippser geschmerzt, als ein Baum nach dem anderen fallen musste. Es handelte sich um Rot- und Stieleichen. Aber Äste waren abgestorben und die Bäume hatten begonnen, sich zur Seite zu neigen. Davon ging eine Gefahr für den Fußweg aus und auch für den benachbarten Spielplatz auf Böhms Wiese.

2017 wurden neun Eichen gefällt, drei weitere sind später abgesägt worden. Dabei stellte sich heraus, dass die Bäume älter ausgesehen haben, als sie waren. 70 bis 90 Jahre waren sie erst alt, also schnell gewachsen. Diese Hoffnung können die Dippser jetzt auch wieder haben, dass sie neuen Bäume gut gedeihen und der Technikumallee wieder das Aussehen verleihen, das einer Allee würdig ist.

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