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Neuer Kunstrasen im Sportpark Dippoldiswalde übergeben

Beharrlichkeit ist selbst beim Bau eines Sportplatzes eine entscheidende Eigenschaft. Sogar die Einweihung benötigte ungewöhnlich viel Geduld.

Die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) hat am Sonnabend den neuen Kunstrasenplatz im Sportpark Dippoldiswalde eingeweiht mit Tom Weber, dem Vorsitzenden des FSV Dipps (v.l.), Stadtrat Hans-Jürgen Czwink und Sportparkleiter Ronny Hermann.
Die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) hat am Sonnabend den neuen Kunstrasenplatz im Sportpark Dippoldiswalde eingeweiht mit Tom Weber, dem Vorsitzenden des FSV Dipps (v.l.), Stadtrat Hans-Jürgen Czwink und Sportparkleiter Ronny Hermann. © Karl-Ludwig Oberthür

Erst hat es lange gedauert, bis die Stadt Dipps sich an die Erneuerung des Kunstrasens im Sportpark der Stadt gemacht hat. Dann war gebaut, und es hat wieder lange gedauert, bis der neue Kunstrasen auch in einer kleinen Feier offiziell übergeben wurde. Das ist am vergangenen Sonnabend geschehen, als sich Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) dazu mit Tom Weber, dem Vorsitzenden des FSV Dipps, Stadtrat Hans-Jürgen Czwink (UB) und Sportparkleiter Ronny Hermann getroffen hat.

Nicht einmal eine Brandrede im Stadtrat half

Ein Kunstrasenplatz muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Der Dippser Belag ist mit dem Sportpark neu gebaut worden und 2004 in Betrieb gegangen. 2012 kamen dann erste Anzeichen, dass die Qualität nachlässt. 2018 hat Frank Winkler vom FSV im Dippser Stadtrat eine Brandrede gehalten und darauf hingewiesen, wie dringend die Erneuerung ist. Auch diese Aktion blieb erst einmal ohne Erfolg. Die Stadt hatte ihre Finanzen nicht gut genug geordnet, um Fördergelder dafür zu beantragen. So verging wieder ein Jahr.

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Erst kam das Geld, dann der Bau und dann Corona

Unter der neuen Oberbürgermeisterin gingen die Förderanträge dann 2019 raus und wurden im Februar 2020 auch bewilligt. Der Stadtrat beauftragte im Juli 2020 die bayerische Firma Polytan mit der Erneuerung. Dann wurden Sportplatz, Laufbahn und Kugelstoßanlage bis in den Herbst gesperrt. Im November endeten die Bauarbeiten. Eigentlich wäre das der Anlass für die Feier zur Übergabe gewesen.

Aber jetzt machte Corona einen Strich durch alle Zeitpläne. Selbst die Nutzung der neuen Sportanlage wurde gravierend eingeschränkt, von einer Feier konnte gar keine Rede sein. Deswegen hat es bis jetzt gedauert, ehe die Sportler und die Oberbürgermeisterin dies nachholen konnten. Dafür ist das Projekt schon abgerechnet. Es hat auf den Cent genau 180.711,22 Euro gekostet, wie Linda Knetsch vom Büro der Oberbürgermeisterin informierte.

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