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Glashütte: Neues Licht für altes Gotteshaus

Die Sankt-Wolfgang-Kirche zu Glashütte wird abends wieder angestrahlt. Dafür investierte die Stadt rund 45.000 Euro.

Seit einigen Tagen wird die Glashütter Sankt-Wolfgang-Kirche angestrahlt.
Seit einigen Tagen wird die Glashütter Sankt-Wolfgang-Kirche angestrahlt. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Glashütter Sankt-Wolfgang-Kirche ist ein Schmuckstück. Und das ist nun auch in den Abendstunden zu erleben. Denn die Stadt hat eine neue Fassadenanstrahlung in Auftrag gegeben. Diese wurde vor einigen Tagen in Betrieb genommen. "Die Kirche zeigt sich in einem festlichen 'Abendgewand' und gibt den Menschen in der Stadt Wärme, Orientierung und Halt an langen Winterabenden und lauen Sommernächten", sagt Bianca Braun vom städtischen Tourismusbüro. Und auch Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) ist zufrieden: "Die neue Lichtkulisse der Kirche ist wirklich sehr schön." 

Fortan werden die Kirche und der Platz vom Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht angestrahlt. Danach beginnt ein Nachtprogramm, bei dem die Leuchtintensität zurückgefahren wird. 

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Die Beleuchtungsanlage entstand mit der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes. Die Verwaltung regte in diesem Zusammenhang an, auch die Ausleuchtung für das stadtbildprägende Gotteshaus neu zu konzipieren. Das städtebauliche Ensemble zwischen Kirche und dem neu gestalteten Platz sollte auch abends und nachts eine  repräsentative und auffällige Wirkung entfalten, sagt Bianca Braun. 

Die Kirche mit Blick in Richtung Oberstadt.
Die Kirche mit Blick in Richtung Oberstadt. © Karl-Ludwig Oberthür

Der Geschäftsführer der Firma Licht in Form, Heinrich Müller, stellte den Glashüttern verschiedenen Optionen vor. Beispiel war die Kirche im Dresdener Stadtteil Leubnitz-Neuostra. Nach der Vorstellung der ersten Pläne gab es Kritik und Bedenken von Stadträten der Wählergemeinschaft Zeitlos  - wegen der zu erwartenden Kosten. Letztlich erteilte der Stadtrat aber mit Mehrheit den Auftrag an die Firma Licht in Form, die sich auf die Ausleuchtung von Gebäuden spezialisiert hat.  Die Firma sollte ein Lichtkonzept für Vorplatz und Kirche erarbeiten.

Müllers Firma vermaß zunächst die Fassade. Denn dem Büro lagen keine  Zeichnungen der Kirche vor. Deshalb wurde die Außenhaut der Kirche mit einem sogenannten Tachymeter als 3-D-Körper erfasst. Denn für die bildhafte Vorstellung des Konzeptes war ein genaues Modell des Gebäudes erforderlich, so Braun. Das Konzept wurde im November 2019 im Stadtrat vorgestellt und von diesem für gut befunden.  

Die Kirche wird mit digital dimmbaren LED-Strahlern angeleuchtet. Das macht es möglich, die Beleuchtungsstärke zu ändern. Im Betrieb hat die Anlage einen Anschlusswert von rund 300 Watt. Die installierte Anlage besteht aus 14 Bodenstrahlern, die die Kirche an den Stützpfeilern mit Streiflicht inszenieren. Vier Bodenstrahler beleuchten den Turm, der auch nach Mitternacht mit einem sanften Licht angestrahlt wird. Die beiden Eingänge zur Kirche werden dezent mit Strahlern aus dem Vordach erhellt und bringen damit auch die bearbeiteten Sandsteinflächen zur Geltung.

Bei der Erarbeitung des Konzeptes wirkten die Stadt und das Büro Licht in Form mit der Kirchgemeinde Glashütte eng zusammen, hier vor allem mit Mirko Danzmann. Installiert wurde die Anlage von der Glashütter Elektrofirma Streller. Der Bau der Anlage kostete  37.000 Euro, die Planungskosten schlagen mit rund 8.000 Euro zu Buche.

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