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Kriegsmunition ist heute noch eine Gefahr

Im Osterzgebirge liegen immer noch Reste aus dem Zweiten Weltkrieg und sind weiter explosiv. Die Polizei hat für ihre Entsorgung eine Spezialabteilung.

Sprengmeister Robert Ludewig vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen hat Panzergranaten in der Dippser Heide gesprengt und unschädlich gemacht.
Sprengmeister Robert Ludewig vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen hat Panzergranaten in der Dippser Heide gesprengt und unschädlich gemacht. © Archivbild: Egbert Kamprath

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es für den Kampfmittelbeseitigungsdienst der sächsischen Polizei noch immer viel zu tun. Die Einsätze in der Dippser Heide reißen nicht ab, am Kahleberg bei Altenberg muss Weltkriegsmunition aus dem Wald geholt werden. Das sind Aufgaben für die Spezialisten.

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Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist im Jahr 2020 zu insgesamt 816 Einsätzen gerufen worden. Das sind nur neun Einsätze weniger als im vorangegangenen Jahr, wie die Polizei informierte.

Dabei wurden insgesamt mehr als 160 Tonnen Kampfmittel aufgefunden, wobei der größte Anteil auf Artilleriemunition und Nahkampfmittel entfällt. Gleichzeitig kann aber im Vergleich zum Vorjahr auch ein leichter Rückgang bei den Funden von Artilleriemunition, Abwurfmunition sowie bei den Sprengstoffen verzeichnet werden. Im Bereich der Nahkampfmittel und Waffen wurde wiederum eine leichte Zunahme der Funde festgestellt.

Meist werden die Kriegsüberreste in die Zerlegungsanstalt nach Zeithain gebracht und dort entschärft. Manchmal wäre ein Transport aber zu gefährlich, dann muss vor Ort gesprengt werden. Für die Anwohner bedeutet das oft Straßensperrungen und ein Verbot, um diese Zeit in den Wald zu gehen. Wer nahe der Dippser Heide wohnt, kennt das.

Wer etwas findet, was nach Munition aussieht, sollte sofort die Polizei informieren. Alte Munition kann immer noch gefährlich sein, warnt diese.

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