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THW kämpft gegen unsichtbare Feinde

Die Mitglieder des Technischen Hilfswerks Dippoldiswalde sind seit Jahresbeginn ununterbrochen im Einsatz, in Dresden und an der polnischen Grenze.

Drei Trupps des Technischen Hilfswerks bauen einen Wildschweinzaun an der Grenze zu Polen auf, um die Schweinepest fernzuhalten. Dabei sind auch Helfer aus dem Ortsverband Dippoldiswalde aktiv.
Drei Trupps des Technischen Hilfswerks bauen einen Wildschweinzaun an der Grenze zu Polen auf, um die Schweinepest fernzuhalten. Dabei sind auch Helfer aus dem Ortsverband Dippoldiswalde aktiv. © André Schulze

"Unsere Helfer sind seit Anfang des Jahres im Dauereinsatz“, sagt Lars Werthmann, der den Ortsverband Dippoldiswalde des Technischen Hilfswerks leitet. Die rund 40 Helfer des THW Dipps kämpfen dabei gegen unsichtbare Gegner: gegen Viren. Der eine löst die Schweinepest aus, der andere Virus lässt Menschen an Corona erkranken.

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Zwei Helfer aus dem Ortsverband sind an der polnischen Grenze im Einsatz, wo das Technische Hilfswerk mithilft, einen 120 Kilometer langen Zaun zu errichten. Der soll Wildschweine daran hindern, nach Deutschland einzuwechseln. Wenn Wildschweine die Afrikanische Schweinepest weitertragen und Hausschweine anstecken, würde das gigantische wirtschaftliche Verluste bringen.

Computer statt schwerer Technik

Zwei weitere Helfer vom Dippser Technischen Hilfswerk sind in Dresden beim Aufbau der Impfzentren gegen den Corona-Virus aktiv. „Sie müssen sich dabei völlig umstellen“, sagt Werthmann. Ihre Aufgaben liegen vor allem im Bereich der Verwaltung. Am Computer müssen sie die Vorgänge rings um die Impfung erfassen. „Normalerweise geht es bei uns ja eher darum, zuzupacken, mit schwerer Technik zu helfen“, sagt Werthmann. Bei ihrem Einsatz im Rahmen der Impfung sind die Helfer jetzt auf ganz andere Art gefordert.

Die Mitglieder des Technischen Hilfswerks absolvieren diese Einsätze ehrenamtlich neben ihrer Berufstätigkeit. Deswegen ist die Dauerbelastung für den Dippser Ortsverein mit seinen 40 Mitgliedern enorm. „Wir hatten ja gedacht, dass wir von Kurzarbeit profitieren könnten und unsere Helfer mehr Freizeit haben, die sie auch fürs THW nutzen könnten. Aber es sind vielleicht zwei Leute, die in Kurzarbeit sind“, sagt Werthmann. Alle anderen müssen ihre Einsätze neben ihrer Arbeit bewältigen.

Neue Kontakte mit Feuerwehr und Rotem Kreuz

Die üblichen Treffen in großer Runde sind derzeit natürlich auch im THW nicht möglich. „Um aber unsere Einsatzfähigkeit zu erhalten, treffen wir uns derzeit in kleinen Gruppen mit vielleicht drei Leuten“, sagt der Ortsbeauftragte. Das macht jedoch die Arbeit nicht einfacher.

Was Werthmann hingegen positiv wahrnimmt, ist die Zusammenarbeit verschiedener Hilfsorganisationen. „Wir sind alle bei dem regelmäßigen Krisenstab der Oberbürgermeisterin zugeschaltet mit Feuerwehr, Rotem Kreuz, Verwaltung, Krankenhaus.“ Dabei sind auch schon Pläne entstanden, wie die verschiedenen Helfer gegenseitig einspringen könnten. Dass beispielsweise Feuerwehrleute das THW unterstützen, wenn dort zu viele angesteckt würden, oder umgekehrt.

Dieses neue Miteinander der Schutzorganisationen macht auch großen Spaß. Das zeigt ein kleines gemeinsames Filmchen. Dafür haben Mitglieder von DRK, THW und Feuerwehr auf dem Hof der Feuerwehr einen Jerusalema-Tanz aufgezeichnet. Der findet in den sozialen Medien großen Beifall.

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