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Warum es nur große Gelbe Tonnen gibt

Die bisherigen Gelben Säcke sind keine Ideallösung. Nun werden sie von der Tonne abgelöst. Aber die macht auch Schwierigkeiten.

Für drei Tonnen reicht der Platz vor den Reihenhäusern in Malter. Aber allmählich wird es knapp.
Für drei Tonnen reicht der Platz vor den Reihenhäusern in Malter. Aber allmählich wird es knapp. © Egbert Kamprath

Es gab immer wieder Probleme mit den Gelben Säcken. Mal waren sie nicht lieferbar. Dann hat sich die Qualität verschlechtert. Mal hat sie der Wind weg geweht und mal wurden sie nicht richtig abgeholt. Eine Lösung versprachen sich die Kommunen und der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal von der Einführung der Gelben Tonne. Die ist stabiler und muss nicht laufend nachgeliefert und verteilt werden. Diese kommt nun im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie wird seit dieser Woche verteilt. In Bannewitz, Dohma, Dohna, Hohnstein, Lohmen und Struppen müsste diese Woche jedes Haus eine solche Tonne bekommen haben. Die anderen Orte kommen in den nächsten 14 Tagen dran, zuletzt in der ersten Oktoberwoche die Stadt Freital. Leeren wird der Entsorger Kühl die Tonnen dann weiter im Zwei-Wochen-Rhythmus, so wie er bisher auch die Gelben Säcke abgeholt hat.

Immer mehr und nun auch noch größere Tonnen

Diese Tonne schafft aber ein neues Problem, wie ein Anwohner am Sonnenhang im Dippoldiswalder Ortsteil Malter feststellen muss. Die Reihenhäuser dort wurden in den 1990er-Jahren gebaut. Damals gab es eine Mülltonne und dafür war auch genug Platz da. Inzwischen kamen weitere Tonnen dazu, eine blaue für Papier und Karton, eine braune für Bioabfälle und jetzt auch noch die für die Verpackungsreste. Doch der Platz vor den Reihenhäusern wird knapp.

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Es gibt drei Größen von Mülltonnen, die in der Region im Einsatz sind. Das sind die 120-Liter-Behälter, die es auch in einer Variante mit hochgezogenem Boden gibt, sodass sie nur 80 Liter fassen. Äußerlich sind aber beide Varianten gleich. Eine Nummer größer sind die 240-Liter-Behälter und für Wohnanlagen beispielsweise gibt es die 1.100-Liter-Behälter, die auch vier Räder haben. Der Anwohner aus Malter hat bei der Firma Kühl in Heidenau nachgefragt, ob er eine kleinere Tonne im 120-Liter-Format bekommen kann. Kühl ist Partner des Dualen Systems Deutschland für das Einsammeln der Verpackungen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zuständig. Doch Kühl sieht keine anderen Gelben Tonnen vor als die mit 240-Liter. Auch das Angebot des Bürgers, auf eigene Kosten eine kleinere Tonne aufzustellen, fand bei der Firma keine Gegenliebe.

Zwei Nachbarn könnten sich zusammentun

Sächsische.de fragte beim Dualen System Deutschland nach. Dort erfuhr es, dass Kühl genauso handelt, wie es der Vertrag vorsieht. Aus Kostengründen soll eine möglichst einheitliche Linie gefahren werden und die sieht vor, dass generell 240-Liter-Tonnen eingesetzt werden. Es gibt nur eine Ausnahme. Das ist der Einsatz der großen 1.100-Liter-Tonnen bei Wohnanlagen. Auch die Anschaffung kleinerer Tonnen auf eigene Kosten ist nicht erwünscht. „Das wird zu unübersichtlich, wenn auch noch private Tonnen unterwegs wären“, sagt Norbert Völl, Pressesprecher des Dualen Systems.

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Er kann sich eine Lösung vorstellen. Wenn sich zwei Nachbarn zusammentun und gemeinsam eine größere Tonne nutzen. Das würde dann weiterhelfen, wenn einer der beiden reichlich Platz hätte. Aber bei Reihenhäusern wie am Sonnenhang in Malter haben alle gleich wenig davon. Die perfekte Lösung sind also die Gelben Tonnen auch nicht. Mit ihnen verschwinden einige Probleme, die es mit dem Gelben Sack gegeben hat. Aber das Platzproblem taucht jetzt neu auf. 

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