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Dipps will Windkraftdebatte beenden

Mit dem Vorranggebiet bei Sadisdorf und Hennersdorf kommen neue Windanlagen. Aber die Stadt Dipps hat einen wichtigen Schlüssel dafür in der Hand.

Von Franz Herz
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Diese Windräder steht schon im Dippser Ortsteil Hennersdorf. Über geplante weitere Anlagen gibt es Debatten.
Diese Windräder steht schon im Dippser Ortsteil Hennersdorf. Über geplante weitere Anlagen gibt es Debatten. © Egbert Kamprath

In einer Sondersitzung hat der Stadtrat Dippoldiswalde diesen Monat seine Meinung zu der geplanten Windkraftanlage auf dem Vorranggebiet bei Hennersdorf und Sadisdorf beraten. Aber damit ist das Thema noch lange nicht ausdiskutiert.

Weitere Windanlagen geplant

Wobei Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) sich das Ziel gesetzt hat, diese Diskussion bis Ende dieses Jahres abzuschließen. Auf dem Vorranggebiet bei Sadisdorf ist noch Platz für weitere Windanlagen. In der Diskussion zum Thema wurde auch angesprochen, dass die Bauanträge für weitere Windkraftwerke in Vorbereitung sind. Neben Sabowind soll auch die WKE Windkraftelektroenergie GmbH Sadisdorf, die zur Unternehmensgruppe der Agrargenossenschaft Sadisdorf gehört, aktiv sein.

Stadt und Landkreis besitzen wichtige Grundstücke

Angesichts der Rechtslage mit dem ausgewiesenen Vorranggebiet kann Dippoldiswalde rechtlich wenig Einfluss nehmen auf die dort geplanten Windanlagen. Allerdings besitzen die Stadt und der Landkreis auf dem Gebiet Grundstücke, die für den Bau weiterer Windkraftwerke benötigt werden. Damit haben sie einen wichtigen Schlüssel in der Hand, um auf die weitere Entwicklung Einfluss zu nehmen.

„Wir sind dazu auch im Gespräch mit dem Landratsamt, das ebenfalls dort eine Fläche besitzt“, sagt die Oberbürgermeisterin. „Wir wollen uns abstimmen, damit wir eine einheitliche Linie finden.“ Außerdem soll das Landratsamt parallel prüfen, ob die Punkte, die verhandelt werden, auch rechtlich möglich sind. „Nicht, dass wir etwas verhandeln, was dann rechtlich gar nicht umsetzbar ist“, sagt Körner.

Sie will jetzt auch nicht abwarten, wann die nächsten Bauanträge für Windkraftwerke kommen, und immer in Einzelfällen reagieren, sondern aktiv die Verhandlungen führen. „Ich will die Diskussion bis Ende dieses Jahres auf einen Punkt bringen und dem Stadtrat einen Gesamt-Vorschlag machen“, kündigt sie an.