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Sachsenpokal: Wilsdruff zieht ins Viertelfinale ein

Motor siegt trotz Personalsorgen in Oderwitz mit 2:1 und erwartet nun Rabenstein. Bannewitz unterliegt in der Landesklasse Mitte in Heidenau.

Von Jürgen Schwarz
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Im Zweikampf: Oderwitz’ Michael Hilscher (l.) und Wilsdruffs Sebastian Kindermann.
Im Zweikampf: Oderwitz’ Michael Hilscher (l.) und Wilsdruffs Sebastian Kindermann. © Florian Richter

Oderwitz. Die SG Motor Wilsdruff, Schlusslicht der Fußball-Landesliga, sorgt im Sachsenpokal weiter für Furore. Im Achtelfinale setzte sich die Mannschaft von Trainer Paul Rabe am Sonnabend beim FSV Oderwitz, Tabellenführer der Landesklasse Ost, mit 2:1 (0:0) durch. Die Partie vor 175 Zuschauern stand bis in die Schlussminuten torlos, ehe Yves Morgenstern (82.) und Tim Wollmann (87.) für die Gäste trafen. Till Scholz verkürzte kurz vor dem Abpfiff (90.). Im Viertelfinale empfängt Motor nun am 26. März Liga-Kontrahent Rabenstein.

„So schnell kann es gehen“, sagte Motor-Coach Paul Rabe unmittelbar vor Spielbeginn mit Blick auf seinen Kader. Hatte sich der 33-Jährige vor dem Abschlusstraining noch gefreut, fast aus dem Vollen schöpfen zu können, so wurde die Streichliste am Freitag immer länger. „Lucas Lucius hatte sich gezerrt, Antonio Frenzel klagte über Kniebeschwerden, Sebastian Göldner musste aufgrund eines Magen-Darm-Infekts passen und Tom Hille wegen einer Corona-Erkrankung“, erklärte Rabe. „Damit brach uns praktisch das gesamte zentrale Mittelfeld weg.“

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Beide Teams begannen verhalten, erst nach 20 Minuten wurden die Offensivbemühungen intensiver. In Hälfte zwei war Wilsdruff am Drücker, aber mehrere lukrative Chancen konnten nicht genutzt werden (Becker, Morgenstern, Englicht). Nach den Treffern zum 2:0 schließlich schien eigentlich alles gelaufen für Motor, „aber dann laden wir Oderwitz mit einem Fehler zum Anschlusstor ein“, sagte Rabe. „So wurde es in der Nachspielzeit noch eine Abwehrschlacht, mit zwei Chancen für Oderwitz zum Ausgleich. Zum Glück blieb uns aber die vierte Verlängerung in diesem Wettbewerb erspart.“

Bannewitz-Antrag abgelehnt

Ähnlich wie in Wilsdruff mussten die Bannewitzer vor dem Landesklassen-Nachholspiel in Heidenau (1:2) ihre Schäfchen erst einmal durchzählen. Mehrere Corona-Fälle hatten den SVB getroffen. „Wir haben in Heidenau angefragt, ob wir die Partie verlegen können, aber das wurde dort verneint“, sagte Sportchef Mario Bräuer. „Die viel beschworene Solidarität der Vereine in der Corona-Zeit gilt halt nur so lange, bis eine Mannschaft einen Vorteil aus der Situation ziehen kann.“

Oliver Werner (7.) und Oliver Franz (22.) brachten Heidenau mit 2:0 in Führung, Adrian Seelig verkürzte noch vor der Pause (27.). „Die Anfangsphase haben wir leider etwas verschlafen“, sagte Bräuer. Später habe sein Team mehr vom Spiel gehabt, „aber Heidenau stand sehr stabil. Wir sind mit angeschlagenen Spielern und ohne nominellen Stürmer in die Partie gegangen. Jetzt schauen wir nach vorn. Am Sonntag wartet ein sehr wichtiges Duell beim Tabellenletzten in Dohna auf uns.“ Ähnlich sah es Trainer Holger Steinhardt: „Wir hatten viel Ballbesitz, haben uns nach dem 1:2 aber keine klaren Chancen erarbeitet. Fußball ist nun mal ein Ergebnissport. Gute Besserung an Alexander Hildebrand, der sich ohne gegnerische Einwirkung schwer verletzt hat.“

Die SG Possendorf gewann ihre Vorbereitungspartie gegen den TSV Rotation Dresden mit 2:1. Zur Pause führten die Gäste durch einen Treffer von Kevin Borchers (36.). Nach dem Seitenwechsel war es Empor-Kapitän Rene Schmidt, der mit einem Doppelschlag (64., 68.) das Spiel drehte. „Rotation war ein sehr ordentlicher Gradmesser. In den ersten 45 Minuten lief es bei uns noch nicht so gut. Zur Pause habe ich taktisch umgestellt“, sagte Empor-Coach Thomas Kühne. „Schön, dass mit Rene Schmidt ein Routinier wieder zur Verfügung steht. Er war lange wegen Kreuzband- und Außenbandverletzungen nicht einsatzbereit. Leider hat Erik Schmidt aufgehört. Schichtdienst, Hausbau und Familie lassen einfach keine Zeit mehr für den Fußball. Auch Torwart Pierre Oertel hat uns verlassen.“

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