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Wilsdruff steht im Halbfinale des Sachsenpokals

Die SG Motor schlägt im Sachsenpokal Rabenstein im Elfmeterschießen und feiert den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nun wartet der Chemnitzer FC.

Von Jürgen Schwarz
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Antonio Knop (in rot) gehörte zu den erfolgreichen Elfmeter-Schützen an diesem historischen Nachmittag für die Wilsdruffer Fußballer.
Antonio Knop (in rot) gehörte zu den erfolgreichen Elfmeter-Schützen an diesem historischen Nachmittag für die Wilsdruffer Fußballer. © Egbert Kamprath

Wilsdruff. Was für ein großer Erfolg für die SG Motor Wilsdruff: Die Mannschaft von Trainer Paul Rabe hat im Viertelfinale des Landespokals der Männer die SG Handwerk Rabenstein mit 5:4 nach Elfmeterschießen besiegt und mit dem Schritt in die Runde der letzten Vier des wichtigsten sächsischen Fußball-Wettbewerbs den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert.

Im Halbfinale trifft Wilsdruff nun auf Regionalligist Chemnitzer FC. Die Himmelblauen standen bereits 15-mal im Finale des Sachsenpokals und gewannen den Titel elfmal. Trainer des CFC ist seit einigen Wochen Christian Tiffert, der als Spieler 225 Bundesligapartien absolvierte.

Knapp 200 Zuschauer sahen am Sonnabend im Parkstadion einen Fußball-Krimi. Im Duell gegen Sachsenliga-Kontrahent Rabenstein lag Motor bis zu 88. Minute mit 1:2 im Hintertreffen, ehe Sebastian Göldner den Ausgleich markierte. In der Verlängerung fiel kein Tor, im Elfmeterschießen setzte sich Motor mit 5:4 durch.

Trainer freut sich über den Teamgeist

Im laufenden Wettbewerb war es bereits das dritte erfolgreiche Elfmeterschießen für das Landesliga-Schlusslicht, das zuvor die Mannschaften aus Cossebaude, Trebendorf und Oderwitz auswärts sowie Liga-Kontrahent Radebeul zu Hause ausgeschaltet hatte.

Rabe hatte das erste Erfolgserlebnis schon vor dem Spiel. Der 33-Jährige konnte die letzten Trainingseinheiten aufgrund einer Corona-Erkrankung nicht leiten, sich am Spieltag jedoch freitesten. „Ich habe mich aber nur kurz in der Mannschaftskabine aufgehalten“, sagte er.

Ausreichend Zeit offensichtlich, um seinen Schützlingen eine erfolgversprechende Taktik aufzuzeigen. „Auch wenn es spielerisch weiterhin viel Luft nach oben gibt, beweist diese Mannschaft jedes Wochenende einen unglaublichen Teamgeist.“ Maurice Englicht (38.) hatte Wilsdruff in Führung gebracht, Ben Colin Weigel (68., 74.) drehte die Partie. Rabenstein wähnte sich bereits im Halbfinale, ehe Göldner zur Stelle war.

Kritik wird überstrahlt

„In der Verlängerung haben wir dann auch richtig gut Fußball gespielt und waren ebenbürtig. In den ersten 90 Minuten hatte Handwerk schon leichte Feldvorteile“, sagte Motor-Coach Rabe. Beim Elfmeterschießen bewiesen seine Spieler Nervenstärke. Antonio Knop, Stefan Göldner, Sebastian Kindermann, Tim Schwenke und Yves Morgenstern trafen vom Punkt. Die Gäste verschossen einen Elfmeter.

Am Ende überstrahlte die Freude bei den Wilsdruffern sämtliche Kritik an diesem denkwürdigen Tag. „Für Jeden in dieser Mannschaft, in diesem Verein, ist dieses Halbfinale ein absoluter Höhepunkt. Ich verbeuge mich vor meinen Jungs und bin einfach nur stolz“, sagte Rabe. „Egal, wie die Saison zu Ende geht, diesen sportlichen Höhepunkt kann uns keiner nehmen.“