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Altenberg: Asphalt als Schnäppchen?

Im Altenberger Ortsteil Neurehefeld machte ein angeblicher Bauunternehmer einer Hausbesitzerin ein verlockendes Angebot. Doch sie wurde stutzig.

Angeblich soll bei Bauarbeiten ein halber Lkw Asphalt übrig geblieben sein, der sollte im Sonderangebot weggehen. Doch einer Rehefelderin war das nicht geheuer. Jetzt will sie warnen.
Angeblich soll bei Bauarbeiten ein halber Lkw Asphalt übrig geblieben sein, der sollte im Sonderangebot weggehen. Doch einer Rehefelderin war das nicht geheuer. Jetzt will sie warnen. © Symbolfoto: Sebastian Schultz

Am Dienstag dieser Woche meldete sich bei einer Hausbesitzerin in Neurehefeld ein gut gekleideter Herr. Er sei von einer Baufirma, die in der Nähe tätig sei und auf der Baustelle noch einen halben Lkw Asphalt übrig hätte. Den würde er im Sonderangebot vergeben. Er hätte die Einfahrt gesehen, und die könnte doch einen neuen Belag gebrauchen. Das Ganze würde er zum Quadratmeterpreis von 20 Euro anbieten. Dabei sprach er mit einem leichten englischen Akzent, berichtet die Rehefelderin.

Baufirma hat gar keine Baustellen in der Nähe

Das klang ja so nicht schlecht. Die Rehefelderin sagte erst mal Ja. Der Anbieter ist wieder weggefahren, und da begann die Frau, sich zu wundern. Sie hatte gar nichts in der Hand, keine Telefonnummer, keine Adresse, kein verbindliches Angebot.

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Sie hatte sich aber das Logo auf dem Auto angesehen. Das war von einer Firma, die es tatsächlich gibt, ein Bauunternehmen in Süddeutschland. Dort hat sie angerufen und erfahren, dass dieses Unternehmen gar keine Baustellen im Erzgebirge hat. Wenig später hat das süddeutsche Unternehmen sie noch einmal zurückgerufen und versichert, dass es mit den angebotenen Asphaltarbeiten rein gar nichts zu tun habe: „Das sei wahrscheinlich Betrug.“

Polizei warnt: Nichts unterschreiben, nicht bar bezahlen

Die Rehefelderin wandte sich an die Polizei. Die konnte in diesem Fall zwar nicht eingreifen, weil ja noch gar kein Schaden entstanden war. Aber sie warnte die Frau, dass es durchaus solche Trupps gebe, die mit betrügerischen Absichten unterwegs sind. Die Beamten warnten, sie solle auf keinen Fall irgendetwas unterschreiben oder gar Geld bezahlen.

Tatsächlich, am Mittwoch kam der Bautrupp. Allerdings nicht mit einem Lkw voller Asphalt, sondern im Pkw. Die Rehefelderin – nun gewarnt – schickte die vermeintlichen Bauarbeiter sofort wieder weg. So blieb sie vor Schaden verschont.

Ähnliche Fälle schon in Freital und Neustadt

„Ich will jetzt aber nicht, dass mein Name genannt wird. Ich habe da ein wenig Angst. Aber dennoch will ich andere Hausbesitzer warnen, bei denen diese Trupps ebenfalls ihr Glück versuchen“, sagt sie im Gespräch mit sächsische.de.

Solche unseriösen Angebote gibt es immer wieder. Im Raum Freital oder in Neustadt/Sa. waren vor Jahren ähnliche Bautrupps unterwegs und lieferten minderwertige Arbeit ab, die selbst den angebotenen Sonderpreis nicht wert war. Wenn dann jemand nicht bezahlen wollte, machten sie Druck.

Ein derartiges Vorgehen ist auch der Polizei bekannt. Dieses Jahr hat es bisher aber noch keine solchen Fälle in der Region gegeben, informierte Stefan Grohme von der Polizeidirektion Dresden. „Wir raten aber immer zur Vorsicht.“

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