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Die teuerste Fichte wuchs im Pöbeltal

Das Forstrevier Bärenfels hat einen überraschend guten Preis erzielt. Das höchste Gebot gab es beim Sonderverkauf aber für einen Pflaumenbaum.

Dieses Foto ist entstanden, als die Stämme für den Abtransport nach Dresden fertiggemacht waren. Die Auszubildenden Lucas, Leon, Bernhard und Frank haben mit Lehrmeister Robert Streller die Stämme aufbereitet.
Dieses Foto ist entstanden, als die Stämme für den Abtransport nach Dresden fertiggemacht waren. Die Auszubildenden Lucas, Leon, Bernhard und Frank haben mit Lehrmeister Robert Streller die Stämme aufbereitet. © Robert Streller/Sachsenforst

Das hat die Förster in Bärenfels überrascht. Eigentlich hatten sie vergangenes Jahr angesichts der ganzen Arbeit mit Käfer- und Schadholz gar nicht genug Zeit, sich um die ganz besonderen Stämme zu kümmern, die bei der Sonderverkaufsaktion in der Dresdner Heide gute Preise erzielen. So haben sie nur vier Fichtenstämme bereitgestellt, damit aber eine gute Wahl getroffen. Einer der Stämme hat das beste Ergebnis unter allen Fichten bei dem Wertholzverkauf erzielt.

Der Stamm mit fünf Meter Länge und 73 Zentimeter Durchmesser wurde für 249 Euro pro Festmeter verkauft, wie Kristina Funke vom Forstbezirk Bärenfels informiert. Das ist ein Fünftel mehr als der Durchschnittspreis für die Fichtenstämme, die in Dresden zum Verkauf kamen.

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Gute Fichte brachte im Schnitt 206 Euro je Festmeter

Die Preise hängen von der Baumart ab. Gute Fichte brachte im Schnitt 206 Euro je Festmeter, Lärche 260 Euro. Eiche wurde für 484 Euro je Festmeter verkauft, Bergahorn für 400 Euro, Esche für 226 Euro.

Insgesamt war die Nachfrage gut. Für die Bärenfelser Fichten wurden jeweils vier bis fünf Angebote abgegeben. Es gab also Konkurrenz. Den besten Preis für alle vier Stämme bot ein Sägewerk aus Österreich, das daraus jetzt Bretter für den Fenster- und Innenausbau schneidet.

Spannende Aufgabe für die Lehrlinge

Die Aufbereitung dieser Fichten für den Verkauf war eine Aufgabe für die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr. Sie haben mit Lehrmeister Robert Streller die Stämme im Wald ausgesucht, gefällt, aufgeteilt und für den Verkauf aufbereitet.

Solche Verkaufserfolge hatten die Förster schon mehrfach. „Bereits seit Jahren werden hochwertige Fichtenstämme aus dem Pöbeltal bei der Submission sehr gut nachgefragt und erzielen hohe Preise“, informiert Kristina Funke.

Sechs Stämme vom Wilischhang gingen gut weg

Der Sonderverkauf in der Dresdner Heide wird zwar vom Sachsenforst organisiert, er ist aber für alle Waldbesitzer im Freistaat offen. So hatte auch Johannes von Hertell, der im Glashütter Ortsteil Hirschbach einen Forstbetrieb führt, sechs Stämme zur Submission gebracht, drei Roteichen und drei Lärchen. Sie sind alle an den Hängen des Wilisch gewachsen.

Auch seine Stämme haben Käufer gefunden. In seinem Fall haben Holzhändler aus Österreich und Niedersachsen die besten Gebote abgegeben. Sie geben das Holz dann an Sägewerke weiter. Die Eichen und Lärchen haben Preise gebracht, die nicht aus dem Rahmen fallen, mit denen der Forstunternehmer aber zufrieden ist. Für ihn steht fest, dass er sich auch im kommenden Jahr wieder an diesem Wertholzverkauf beteiligen wird.

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Insgesamt sind dort 455 Stämme aus ganz Sachsen für insgesamt rund 250.000 Euro verkauft worden, informiert Sachsenforst. Den höchsten Preis bezahlte ein Musikinstrumentenhersteller aus dem Vogtland für den Stamm eines Pflaumenbaums. Dieser bracht 1.160 Euro pro Festmeter.

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