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Abschiedsgeschenk geht an Döbelner Tafel

Gabriele Partzsch geht in den Ruhestand. Von den Kollegen hat sie sich nichts gewünscht. Doch die sorgen für eine Überraschung.

Christian Partzsch, Geschäftsführer der Partzsch Elektromaschinenbau, und Marketingleiterin Madlen Gabsch (links) überreichen einen Scheck an Maxi Lippmann, Leiterin der Tafel in Mittweida und Döbeln.
Christian Partzsch, Geschäftsführer der Partzsch Elektromaschinenbau, und Marketingleiterin Madlen Gabsch (links) überreichen einen Scheck an Maxi Lippmann, Leiterin der Tafel in Mittweida und Döbeln. © Dietmar Thomas

Döbeln. Für viele Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe Partzsch ist Gabriele Partzsch die gute Seele gewesen. Fast 30 Jahre hat sie sich in der Firma um die Belange der Beschäftigten gekümmert.

Nun ist Gabriele Partzsch in den Ruhestand gegangen. Einen großen Rummel darum hat sie abgelehnt. „Wir wollten sie aber nicht einfach so davonkommen lassen“, sagte Marketingleiterin Madlen Gabsch. „Gemeinsam mit der Belegschaft haben wir überlegt, was wir ihr schenken können.“ Weil Gabriele Partzsch in der Vergangenheit immer wieder soziale Projekte unterstützt hat, wurde eine Sammlung für die Döbelner Tafel initiiert.

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Aufruf hat sich gelohnt

Der Aufruf hat sich gelohnt – 1.000 Euro sind zusammengekommen. „Das haben wir ihr als Abschiedsgeschenk übergeben. Darüber hat sie sich sehr gefreut“, sagt Madlen Gabsch.Im Namen von Gabriele Partzsch ist die Spende an die Döbelner Tafel übergeben worden.

Das Geld soll den Kindern zugutekommen. „Die Spende ist eine große Hilfe. Sie soll dafür eingesetzt werden, um den Kindern zum Beispiel zum Kindertag eine Freude bereiten zu können“, sagt Maxi Lippmann, die seit Dezember als Koordinatorin für die Tafel in Döbeln und Mittweida verantwortlich ist. Auch für den Schulanfang solle einiges angeschafft werden.

Weniger Ware, mehr Kunden

In letzter Zeit ist aufgrund der Corona-Pandemie alles schwieriger geworden. „Wir haben weniger Ware, aber mehr Kunden“, so Lippmann. Um das Angebot dennoch ausreichend zu gestalten, sind Fahrten nach Dresden zum Landesverband der Tafel erforderlich. Auch mit Anrufen bei Lebensmittelherstellern bittet die Tafel-Chefin um weitere Spenden.

Drei festangestellte und zwei Mitarbeiter, die über das Jobcenter finanziert sind sowie vier ehrenamtliche Mitarbeiter, sorgen dafür, dass die Ware an die Kunden gebracht wird. „Wir sind aber auf der Suche nach Verstärkung“, so Lippmann.

Die Firmengruppe Partzsch sieht die Unterstützung für die Tafel nicht als einmalige Angelegenheit. „Wir sind uns als größter Arbeitgeber in der Region unserer sozialen Verantwortung bewusst“, sagt Christian Partzsch, Geschäftsführer der Partzsch Elektromaschinenbau GmbH.

Firma sagt weitere Unterstützung zu

Der Firma gehe es trotz der Corona-Pandemie gut. „Unsere Mitarbeiter halten sich gut ans Hygienekonzept, bisher gab es wenige Coronafälle bei uns“, so Christian Partzsch. Auch die Auftragslage sei gut, lediglich im Bereich Elektromaschinenbau habe man Kurzarbeit in Anspruch nehmen müssen.

Im Gespräch findet sich eine weitere Möglichkeit der Unterstützung. Maxi Lippmann berichtet von der Idee, in Einkaufsmärkten Gitterboxen aufzustellen, in die Kunden als Spende Trockenwaren wie zum Beispiel Nudeln oder Reis werfen können. „Mit Kaufland in Mittweida sind wir uns darüber schon einig, weitere Märkte wollen wir noch ansprechen“, so Lippmann. Christian Partzsch sagt spontan zu, die Boxen zur Verfügung zu stellen.

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