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Baugrundstücke in Döbeln teurer

In Freiberg ist der Preis unverändert, in Mittweida gesunken. Bei Wohnungen und Häusern gibt es große Unterschiede.

Am „Walduferviertel“ in Döbeln hat die Firma LFT Straßen- und Tiefbau aus Ostrau mit der Erschließung des neuen Wohngebietes begonnen. Der Grundstückspreis liegt bei 150 Euro pro Quadratmeter.
Am „Walduferviertel“ in Döbeln hat die Firma LFT Straßen- und Tiefbau aus Ostrau mit der Erschließung des neuen Wohngebietes begonnen. Der Grundstückspreis liegt bei 150 Euro pro Quadratmeter. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Auf dem Immobilienmarkt in Döbeln ist kein spezieller Corona-Effekt spürbar.

Das zeigt die jährliche Studie „LBS Markt für Wohnimmobilien“, an der sich auch LBS-Gebietsleiter Götz Richter beteiligt hat. „Immer mehr Immobilieninteressenten weichen derzeit von den Großstädten auf das Umland aus. Denn hier lässt sich der Wunsch nach Wohneigentum meist günstiger verwirklichen“, so Götz Richter.

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Insgesamt wurden bundesweit 600 Immobilienexperten der LBS und Sparkassen vom Marktforschungsinstitut empirica zu den aktuellen Angebotspreisen befragt.

Neue Wohnung für 136.000 Euro

Oft sind Eigentumswohnungen der Einstieg für die eigenen vier Wände. In Döbeln müssen Käufer mit einem Preis von 136.000 Euro rechnen, wenn Sie einen Neubau mit 80 Quadratmetern erwerben möchten. Das entspricht 1.700 Euro pro Quadratmeter. Bei gebrauchten Wohnungen liegt der Quadratmeterpreis bei 1.250 Euro.

Im Vergleich dazu ist die mittelsächsische Kreisstadt Freiberg deutlich teurer. Hier werden beim Kauf einer Eigentumswohnung 2.600 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Für eine Wohnung mit 80 Quadratmetern wären demzufolge 208.000 Euro fällig. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten in Freiberg im Schnitt 1.150 Euro pro Quadratmeter. Für Mittweida liegen die Durchschnittspreise bei gebrauchten Eigentumswohnungen knapp darunter (1.100 Euro).

Preiswerte Grundstücke in Mittweida

Erschlossene Baugrundstücke kosten in Döbeln durchschnittlich 100 Euro je Quadratmeter, die Einstiegspreise liegen bei 85 Euro. In Freiberg ist der Durchschnittspreis bei 120 Euro je Quadratmeter angesiedelt, die Spanne liegt zwischen 100 und 180 Euro. Deutlich günstiger sind Grundstücke in Mittweida mit durchschnittlich 65 Euro pro Quadratmeter zu haben. Die Einstiegspreise sind bei 40 Euro zu finden.

Reihenhaus günstiger als Eigenheim

Für ein neues Reihenhaus werden in der Region Döbeln im Schnitt 180.000 Euro aufgerufen, gebraucht liegen die Preise zwischen 95.000 und 270.000 Euro. In Freiberg kostet ein neues Reihenhaus 280.000 Euro. Wer eine solche Immobilie gebraucht erwerben will, muss mit Kosten zwischen 150.000 und 240.000 Euro rechnen. In der Region Mittweida zahlt man für ein gebrauchtes Reihenhaus zwischen 120.000 und 200.000 Euro.

Wer mehr Platz haben und ein gebrauchtes, frei stehendes Einfamilienhaus kaufen möchte, muss dafür in der Region Döbeln durchschnittlich 310.000 Euro einplanen. Günstiger sind gebrauchte Eigenheime in Freiberg mit 250.000 Euro und in Mittweida mit 190.000 Euro zu haben.

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Zum Vergleich: Ein solches Eigenheim kostet in Dresden 390.000 Euro. In der teuersten Kategorie der Landeshauptstadt werden bis zu 550.000 Euro verlangt.

Grundsätzlich steigt der Wert der Immobilien – und damit auch der Preis. „Gerade deshalb ist es vor allem für junge Menschen wichtig, frühzeitig Eigenkapital für die eigenen vier Wände anzusparen“, sagt LBS-Gebietsleiter Götz Richter.

Preise sinken in Freiberg

In Freiberg sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben beziehungsweise sogar gesunken. So sind neue Reihenhäuser um sieben Prozent günstiger. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten sogar 18 Prozent weniger.

In Mittweida sind gebrauchte Eigentumswohnungen um acht Prozent, gebrauchte Reihenhäuser sogar um 31 Prozent teurer. Dafür ist der Preis für Baugrundstücke um 25 Prozent gesunken.

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