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Der große Wurf von Langenau

Frank Fritzsche liebt Hunde. Jetzt ist ihm als Züchter der erste Erfolg gelungen.

Sobald Frank Fritzsche im Zwinger auftaucht, wird er von den Welpen bedrängt. Für sechs der neun Tiere hat er bereits Abnehmer.
Sobald Frank Fritzsche im Zwinger auftaucht, wird er von den Welpen bedrängt. Für sechs der neun Tiere hat er bereits Abnehmer. © Dietmar Thomas

Hartha. Sie sind knapp sechs Wochen alt und kaum zu bändigen. Züchter Frank Fritzsche macht die Schnürsenkel seiner Schuhe gar nicht mehr zu, denn eines der neun Schäferhundwelpen zieht immer daran.

Der Langenauer hat schon von klein auf mit Hunden zu tun gehabt. „Es war immer mein Traum, selbst Schäferhunde zu züchten“, sagt Frank Fritzsche. Die Verwirklichung wurde auch deshalb möglich, weil Fritzsche Mitglied des Hundesportvereins (HSV) Zschopautal ist.

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Die Mutter der Welpen hat den klangvollen Namen Fila del Camino Duro. Sie wurde von einem Züchter in Bayern vermittelt und hat bei einer Leistungsschau im Mai dieses Jahres überzeugt. Im nächsten Jahr soll sie die Begleithundeprüfung ablegen. Sie wird als Schutzhund ausgebildet und auch bei der Sprengstoffsuche eingesetzt. Durch die Vermittlung von Tino Schmidt, Vorsitzender des HSV Zschopautal, wurde der entsprechende Partner für sie gefunden.

Bei der Schäferhundezucht gibt es zwei verschiedene Linien, erklärt Tino Schmidt. Bei der Hochzuchtlinie wird sehr viel Wert auf Aussehen gelegt. „Die sehen schön aus, mehr aber auch nicht“, so Schmidt. Die andere Richtung sei die Arbeitslinie. Die Hunde aus diesen Würfen, dazu gehören auch die neun Welpen von Frank Fritzsche, sind universell für den Dienst- und Sporthundebereich einsetzbar. „Diese Hunde kann man aufgrund ihres sozialen Wesens bedenkenlos auch an Familien abgeben“, ergänzt Fritzsche. Jedoch müsse man beachten, dass sie mehr Energie als ein Durchschnittshund haben.

Die Ausbildung der Hunde beginnt schon im Welpenalter. Ab dem Alter von acht Wochen werden den Tieren schon die ersten Grundlagen beigebracht und sie bauen die Bindung zum Hundeführer auf.

Sechs der neun Welpen sind bereits weitervermittelt. Eine Hündin geht sogar in ein Kloster in den alten Bundesländern. „Die hatten bereits eine Hündin gehabt, die jedoch gestorben ist. Die Schwestern sind Feuer und Flamme“, sagt Frank Fritzsche.

Als er das Häufchen beseitigen will, das eines der Tiere im Zwinger abgelegt hat, wird er von den Welpen bedrängt. „Die Hunde gehen auf die Bewegung“, erklärt Tino Schmidt. Etwa 80 Euro pro Woche gibt Fritzsche für Futter aus. Ab der vierten Woche bekommen die Welpen zusätzlich zur Muttermilch Trockenfutter. Damit die Tiere gute Bedingungen haben, hat er in diesem Jahr drei Zwinger gebaut. „Im Wurfzwinger haben wir sogar eine Kamera. Damit können wir die Hunde übers Smartphone beobachten“, so Fritzsche.

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