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Döbeln

Zschaitzer Frauen fehlt die Geselligkeit

Nur drei Veranstaltungen stehen in der Bilanz des Frauenvereins für das vergangene Jahr 2020. Doch ein neuer Plan steht bereits.

Vor etwa einem Jahr feierte der Zschaitzer Frauenverein das letzte Mal am Stausee. Dagmar Wieser, Monika Voigt, Ute Friedrich und Monika Göllnitz (von links nach rechts) waren dabei.
Vor etwa einem Jahr feierte der Zschaitzer Frauenverein das letzte Mal am Stausee. Dagmar Wieser, Monika Voigt, Ute Friedrich und Monika Göllnitz (von links nach rechts) waren dabei. © Lars Halbauer

Zschaitz-Ottewig. Bisher gab es eine feste Regel für die Veranstaltungen des Zschaitzer Frauenvereins. Bis auf die Sommerpause im Juli und im August treffen sich die Frauen einmal im Monat zu einem Ausflug, einer Veranstaltung oder einem gemütlichen Beisammensein.

Das hat 22 Jahre lang, bis auf wenige Ausnahmen, immer gepasst. Jedes Jahr wurde zur Jahreshauptversammlung im Dezember festgelegt, was unternommen werden soll.

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Nach einem guten Start im vergangenen Jahr ging dann mit dem ersten Lockdown nichts mehr. „Wir haben im Februar noch Fasching gefeiert. Das war eine sehr schöne Veranstaltung, auch wenn sie einen Beigeschmack hatte. Es war die letzte in unserem Vereinslokal am Baderitzer See. Danach gab der Inhaber der Gaststätte den Betrieb ab“, so Vereinsvorsitzende Ute Friedrich.

Bürgerliches Engagement gewürdigt

Dann ging nichts mehr. Alle Veranstaltungen wurden sozusagen auf Eis gelegt. „Wir hatten Fördergeld vom Landratsamt bekommen. Das war eine Würdigung für das bürgerliche Engagement“, so Ute Friedrich. Damit alle Frauen, immerhin gibt es 40 Vereinsmitglieder, etwas davon haben, wurde ein Ausflug in die Seifenmanufaktur und die Feinbrandmanufaktur nach Marbach für September geplant.

„Da wir die gesetzliche Festlegungen wie den Mindestabstand nicht einhalten konnten, haben wir eine andere Lösung der Würdigung gefunden. Die Frauen erhielten zu Weihnachten einen Büchergutschein“, so Ute Friedrich.

Zschaitzer Mitglieder halten Kontakt per Telefon

Durch Telefonate, E-Mails und WhatsApp hält sie Kontakt zu den Mitgliedern. Trotzdem fehle etwas. Alle warten darauf, dass sie sich wieder treffen, direkt miteinander reden können.

Ute Friedrich erinnert sich gern an die einzige Veranstaltung zwischen dem ersten und dem zweiten Lockdown. Im Oktober war die Autorin Regina Röhner zu Gast.

Für Dezember war wie immer vor der Weihnachtsfeier die Jahreshauptversammlung geplant. Diesmal hätte auch der Vorstand neu gewählt werden müssen. Doch dazu kam es aufgrund von Corona nicht. Das bereitet Ute Friedrich einige Kopfzerbrechen. Denn ihre Stellvertreterin ist umgezogen und nicht mehr zu erreichen. Auch gibt es noch keine Rückmeldung, wer diese Position künftig übernehmen will. Doch diese Frage muss spätestens dann beantwortet werden, wenn Versammlungen wieder möglich sind.

Veranstaltungen von 2020 auf 2021 umgebucht

„Die erste wird die Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl sein“, so Ute Friedrich. Sie und einige Mitglieder haben sich auch darüber Gedanken gemacht, welche Veranstaltungen in diesem Jahr noch organisiert werden sollen, wenn es erlaubt wird. „Wir übernehmen einfach die Planung vom vergangenen Jahr. Ich denke, da sind einige interessante Dinge dabei, die wir gern machen würden.“

Dazu gehören unter anderem ein Theaterbesuch, die Fahrradtour in den Kornkäfer nach Kleinmockritz und ein Kegelabend. Auch die Ausfahrt nach Marbach soll, wenn möglich, nachgeholt werden.

Immer gut besucht war die Verkehrsteilnehmerschulung. Doch da müsse noch ein Fahrlehrer gefunden werden, der diese übernimmt, so die Vereinsvorsitzende.

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