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Hartha: Coole Angebote für Kinder im Sunshine

Im Kinder- und Jugendhaus Sunshine gibt es attraktive Angebote. Auch Ausfahrten gehören dazu. Die können sich finanziell jetzt alle leisten.

Von Sylvia Jentzsch
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Philipp (links), Roman und Tobias gehören zu den Nutzern des Kinder- und Jugendhauses Sunshine an der Sonnenstraße in Hartha. Zum Ferienprogramm gehörte das Gestalten von Grusel-T-Shirts.
Philipp (links), Roman und Tobias gehören zu den Nutzern des Kinder- und Jugendhauses Sunshine an der Sonnenstraße in Hartha. Zum Ferienprogramm gehörte das Gestalten von Grusel-T-Shirts. © Lutz Weidler

Hartha. Lange war es ruhig im Kinder- und Jugendhaus „Sunshine“ an der Sonnenstraße. Seit der Wiedereröffnung mit dem neuen Träger, dem Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW), ist wieder Leben eingezogen – anfangs etwas zögerlich. Doch nun kommen immer mehr Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren in das Kinder- und Jugendhaus an der Sonnenstraße.

„Nach den ersten Veranstaltungen hat es sich schnell herumgesprochen, dass es sich lohnt, zu uns zu kommen. Und so können wir neben Gymnasiasten und Oberschülern aus Hartha auch Waldheimer Kinder in unserem Haus begrüßen“, sagte Sissy Eigenwillig, die zum vierköpfigen Team gehört, das die Angebote im Kinder- und Jugendhaus unterbreitet.

„Wir sind so aufgestellt, dass wir den Treff auch öffnen können, wenn jemand krank wird oder im Urlaub ist“, sagte die Sozialpädagogin. Bereichsleiter des BSW ist Ronny Kriz, der nun auch sein Büro von Colditz nach Hartha verlegt hat.

Vom Ferienangebot begeistert

„Ich komme gern hierher, weil es voll cool ist und es tolle Angebote gibt“, sagt Philipp (11). Er besucht das Harthaer Gymnasium und war auch bei der Eröffnungsfeier dabei. „Die Angebote haben mich neugierig gemacht. Deshalb bin ich in den Sommerferien und jetzt in den Herbstferien mit meinen Freunden hier“, so der Elfjährige. Er hat tolle Ideen auf seinem Halloween-T-Shirt umgesetzt.

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Auch Roman (12) ließ seiner Kreativität bei der Gestaltung des T-Shirts freien Lauf. Schön sei, so der zwölfjährige Gymnasiast, dass alle Arbeitsmittel wie Farbe, Schablonen oder Accessoires zur Verfügung gestellt werden und das auch noch kostenlos. Er komme immer mit seinem Freund Tobias (11) mit dem Rad in den Treff.

Eine Nacht im Sunshine

Allerdings gehe das eher in den Ferien als in der Schulzeit. Die Herstellung des „Grusel-T-Shirts“ war eines der vielen Ferienangebote, die der „Sunshine“ unterbreitete.

Das T-Shirt will Philipp am heutigen Donnerstag anziehen. Dann wird im Sunshine eine Halloweenparty gefeiert. Und weil es der Wunsch der Kinder war, darf nach der Feier auch im Sunshine übernachtet und am Freitag gemeinsam gefrühstückt werden.

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Das ist dann der Abschluss zwei erlebnisreicher Ferienwochen im Sunshine. Zum Teil gab es offene Angebote. Das heißt, die Nutzer treffen sich, um Tischtennis oder am Tischkicker zu spielen, um Pizza zu backen oder andere Dinge zu kochen. „Wir wollen auch die Selbstständigkeit der Kinder und Jugendlichen fördern. Es gibt hier klare Regeln und bisher klappt es ganz gut mit der Einhaltung“, sagte die Sozialpädagogin.

Keine Kosten für Fahrt und Eintritt

In den Ferien standen aber auch Unternehmungen auf dem Plan. Dazu gehörte ein Besuch in der Erlebnisgärtnerei in Tanndorf, eine Ausfahrt in den Freizeitpark Oskarshausen, ein Tag im Erlebnisbad „Riff“ in Bad Lausick oder ein Bowlingabend im Welwel in Döbeln. Wer an diesen Ausfahrten teilnehmen will, braucht sich nur anzumelden.

Die Kosten für die Fahrt und den Eintritt übernimmt das BSW. Nur für die Versorgung müssen die Kinder und Jugendlichen Geld dabei haben. „Damit sichern wir, dass auch Kinder aus sozial schwachen Familien an diesen Ausflügen teilnehmen können. Einige waren zum Beispiel noch nie in einem Erlebnisbad oder zum Bowling“, sagte Sissy Eigenwillig.

In der Schulzeit hat der Treff dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Künftig soll es im Monat ein bis zwei Thementage geben. Eine Weihnachtsfeier im Dezember ist ebenfalls in Planung.

Weitere Gestaltung geplant

„Wir wollen den Treff gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen gestalten. So gab es nach den Sommerferien eine Auswertung und eine Umfrage, was wir gemeinsam unternehmen wollen. Auch eine Übernachtung im Treff stand dabei. Und das setzen wir nun um“, sagte Sissy Eigenwillig.

Überhaupt biete das Objekt noch viele Möglichkeiten der weiteren Gestaltung. „Einiges haben wir schon in Planung. Im nächsten Jahr soll zum Beispiel das Außengelände gestaltet werden“, sagte die Sozialpädagogin. „Der Treff an der Sonnenstraße ist ein guter Standort.

Zum einen wegen der Nähe zur Grund- und Oberschule und zum anderen wegen der vielen Räumlichkeiten, in denen noch ganz viel entstehen kann“, sagte Sissy Eigenwillig.

Lernbüro für Hausaufgaben

Seit Beginn des Schuljahres gibt es das Lernbüro. In dem Raum können die Kinder und Jugendlichen ihre Hausaufgaben erledigen oder Nachhilfe bekommen.

Dieses Angebot wird von Thomas Aust unterbreitet. Dabei gibt es auch, wenn gewünscht, Unterstützung. Außerdem können Powerpoint-Vorträge gestaltet, das Internet für Recherchezwecke genutzt werden.

„Auch das Ausdrucken oder Einscannen ist bei uns möglich. Die entsprechenden technischen Geräte stehen zur Verfügung. Das ist nicht in jedem Haushalt, in dem Kinder und Jugendliche leben, der Fall. Deshalb stellen wir diese Möglichkeiten zu Verfügung“, so die Sozialpädagogin.