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Show im Zeichen der Magie

Kein Kostüm, kein Tanz ist schon einmal so zu sehen gewesen. Warum die neue Arabica-Show einzigartig bleiben wird.

Von Sylvia Jentzsch
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Franziska Franz (links), Sophia Wolfram, Laura Seydel, Susan Posselt und Melanie Ehrlich gehören zu den Akteuren der neuen Arabica-Show, die zurzeit einstudiert wird.
Franziska Franz (links), Sophia Wolfram, Laura Seydel, Susan Posselt und Melanie Ehrlich gehören zu den Akteuren der neuen Arabica-Show, die zurzeit einstudiert wird. © Dietmar Thomas

Hartha. Schon der Titel der neuen Arabica-Show klingt mystisch. Die Zuschauer werden in „Arabica – Und das Flüstern der Schlange“ in die Welt der Magie und Zauberei entführt. Das versprechen Franziska Franz und Melanie Ehrlich von der Arabica GbR. Seit fast zwölf Jahren verbindet beide die Leidenschaft fürs Tanzen. Und auch die Drehbücher für die Shows stammen aus ihrer Feder.

Corona bremst Vorbereitungen aus

Eigentlich haben wir immer vor einer Show ein Jahr Vorlauf. Doch das war in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich. Keiner hat vor ein paar Monaten gewusst, wie sich die Pandemie entwickeln wird. Deshalb haben wir erst relativ spät mit den Vorbereitungen begonnen“, sagte Franziska Franz.

Sie und Melanie Ehrlich sind sich trotz aller Widrigkeiten sicher, dass es ihnen gemeinsam mit den fast 40 Akteuren der Show gelingen wird, das Publikum in der Hartharena zu verzaubern.

90 Prozent der Tänze, die die Zuschauer am 20. November sehen werden, sind extra für diese Show zusammengestellt worden und werden aufgrund ihrer Größe so kaum noch einmal zu sehen sein. Dabei greifen die beiden Choreographinnen auf bekannte Tänze und Neues zurück.

Fast 40 Mitwirkende stehen bei Arabica auf der Bühne.
Fast 40 Mitwirkende stehen bei Arabica auf der Bühne. © Lars Halbauer

Die Choreographien stehen zuerst

„Die Choreographien stehen zuerst, dann wird die Geschichte mit den Tänzen verbunden. Wir haben viele Ideen, die wir unbedingt verwirklichen wollen“, sagte Melanie Ehrlich.

Sie und Franziska Franz haben Wochen benötigt, bis das Drehbuch fertig war. Den größten Teil machen die Tänze und die Musik aus. Aber auch die Texte für die Schauspieler müssen aufgeschrieben werden. Den Sprechpart übernehmen Bekannte der beiden.„Wir sind zu einer großen Arabica-Familie zusammengewachsen“, sagte Melanie Ehrlich.

Dazu gehören die Tänzer der Gruppen von Franziska Franz, befreundeter Gruppen aus der Region wie zum Beispiel aus Marbach, aber auch die aus dem etwa 400 Kilometer entfernten Creglingen kommenden Tänzerinnen sowie die Techniker und die Schauspieler. „Wir brennen alle für die Sache. Ohne das wäre vieles nicht möglich.“ So erzählt Franziska Franz, dass die Chefin der Marbacher Tänzerinnen während der letzten Show noch die restlichen Pailletten an die Kostüme angenäht hat.

Die Zuschauer überraschen

„Die Akteure, zu denen Tänzer, Sänger und eben auch Schauspieler gehören, schlüpfen in ganz verschiedene Rollen. Wir wollen zeigen, was in uns steckt und nicht auf schon Gesehenes zurückgreifen. Die Leute sollen einfach überrascht werden“, so Melanie Ehrlich.

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In einem Jahr mit Pandemie und Katastrophen, soll die Arabica-Show den Menschen etwas Abwechslung bieten, sie verzaubern, ergänzt Franziska Franz.Um sehen zu können, wie alles einmal auf der Bühne in der Hartharena miteinander in Einklang kommt, ist im Tanzraum die Größe der Bühne mit gelben Klebeband markiert.

„So können wir genau sehen, wie viel Platz uns zur Verfügung steht, ob der Ablauf klappt, wer wo die Bühne betritt und ob das Ganze auch einen Sinn ergibt“, sagte Franziska Franz.

Tonaufnahmen im Studio

Damit am Premierenabend alles rund läuft und die beiden Chefinnen keine Bedenken wegen des Ausfalls von Sprechern oder Sängern haben müssen, werden die Texte und Lieder bei dem Harthaer Uwe Schmidt im Tonstudio eingespielt.

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Uwe Schmidt begann nach der Wende, nebenberuflich aus DJ zu arbeiten. Seitdem unterhält er als „Schmidt‘s Hits“ bei Hochzeiten, Geburtstagen, Dorffesten oder legt die richtige Musik für die Teilnehmer des Mittelsächsischen Tanzfestes auf. Auch die Arabica-Show profitiert von seinem technischen Know-how. Denn er spielt auch die Hintergründe während der Show ein.

„Es ist eine tolle Zusammenarbeit mit Uwe Schmidt und immer wieder ein Erlebnis, mit welchen Ideen er die Show bereichert“, so Melanie Ehrlich und Franziska Franz.

Das Foto ist zur letzten Arabica-Show entstanden.
Das Foto ist zur letzten Arabica-Show entstanden. © Lars Halbauer

Generalprobe Anfang November

Parallel zu den Tonaufnahmen wird an der Choreographie des Stückes gearbeitet. Dabei ist eine große Bandbreite der Tänze angesagt. „Die Gäste können sich auf eine vielfältige Show freuen, bei der es nicht nur orientalische Tänze zu sehen gibt“, sagte Franziska Franz.

Hinter den Akteuren liegt nach dem regelmäßigen Training in der Woche schon ein Intensivtrainig am Wochenende. Schließlich sind alle Tänze für die Show neu zusammengestellt und werden seit einigen Wochen einstudiert. Auch die Kostüme hat es zuvor nicht so gegeben, versprechen die beiden Macherinnen. Für den 7. November ist schon die Generalprobe geplant.

Das Marketing haben Melanie Ehrlich und Franziska Franz ebenfalls in ihren Händen. Sie freuen sich, dass die Plakate, die das Harthaer Studio Black Machine entworfen hat, so gut gelungen sind. Karten gibt es beim DA-Treffpunkt auf dem Niedermarkt in Döbeln, der Harthaer Bibliothek und im Internet.

Premiere der Show „Arabica – Und das Flüstern der Schlange“ ist am Sonnabend, 20. November, ab 19 Uhr in der Hartharena. Einlass ist ab 18 Uhr.