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Läufer in die Irre geschickt

Die Organisatoren haben die Strecke des Eichberglaufes gut gekennzeichnet. Doch plötzlich gibt es ein paar Pfeile zu viel.

Insgesamt 118 Läufer und Walkingsportler sind beim 39. Waldheimer Eichberglauf auf die verschiedenen Strecken gegangen.
Insgesamt 118 Läufer und Walkingsportler sind beim 39. Waldheimer Eichberglauf auf die verschiedenen Strecken gegangen. © Lutz Weidler

Waldheim. Noch vor einem Jahr hat Christian Schubert vom TSV 92 Freiberg den Waldheimer Eichberglauf gewonnen. Unter einer Stunde ist seine Siegerzeit gewesen.

Auch für dieses Jahr hatte sich der Freiberger einiges vorgenommen. „Ich wollte durchaus noch einmal gewinnen“, sagt er. Doch dann passiert etwas, womit niemand gerechnet hat. Schubert und ein weiterer Läufer führen das Feld schon mit einem kleinen Vorsprung an. Vor dem Viadukt weisen Pfeile nach links, doch das ist die falsche Richtung. „Die Pfeile muss jemand am Morgen aufgemalt haben“, ist sich Günter Weichhold vom Organisationsteam sicher.

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Für Christian Schubert und einige andere Läufer ist es zu spät, sie laufen den so genannten Stufenberg hinauf. „Wir haben praktisch 2,5 Kilometer und 200 Höhenmeter zu viel absolviert. Damit war jede Siegchance dahin“, ärgert er sich. So landet er im Gesamtklassement auf Rang elf, sichert sich aber in seiner Altersklasse M 30 den ersten Platz. Den Organisatoren mache er keinen Vorwurf. „Ich komme im nächsten Jahr wieder und versuche, wieder zu gewinnen“, sagt Schubert.

Siegerin zum ersten Mal dabei

Auch Antje Müller, die Gesamtsiegerin bei den Frauen über 14 Kilometer, wäre fast in die falsche Richtung gelaufen. Sie wurde aber von anderen Läufern auf den Irrtum hingewiesen. Die 51-Jährige vom SV Eula ist sonst eher auf Marathon und ultralangen Strecken unterwegs.

Die längste Distanz, die sie bewältigt hat, war ein Ultramarathon über 248 Kilometer in Griechenland. „Dafür habe ich anderthalb Tage gebraucht“, sagt Antje Müller. Beim Eichberglauf war sie zum ersten Mal dabei. „Die Strecke ist landschaftlich sehr schön“, zeigt sie sich begeistert.

Organisator kündigt Abschied an

Des einen Leid des anderen Freud. Den Gesamtsieg bei den Männern holte sich Edmilson Gomes vom SV 52 Zschaitz. Der 37-Jährige ist schon einige Male beim Eichberglauf gestartet, hat aber nie den Gesamtsieg holen können. „Ich war schon Zweiter oder Dritter. Für die Läufer, die sich verlaufen haben, tut es mir leid, aber über meinen Erfolg freue ich mich dennoch“, so Gomes.

Trotz der falschen Pfeile war Günter Weichhold am Ende zufrieden. „Wir hatten 118 Starter, darunter 21 auf der Walkingstrecke. Mein Dank geht an meinen Verein SV Aufbau Waldheim und an alle Helfer und Unterstützer“, so Weichhold. Für das nächste Jahr nehme er sich vor, die Strecke vor Beginn noch einmal auf „falsche Pfeile“ zu kontrollieren. Gleichzeitig kündigt er an, dass er nach dem 40. Waldheimer Eichberglauf die Organisation in andere Hände legen will.

Antje Müller und Edmilson Gomes haben sich jeweils den Gesamtsieg über 14 Kilometer geholt.
Antje Müller und Edmilson Gomes haben sich jeweils den Gesamtsieg über 14 Kilometer geholt. © Frank Korn

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