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Diskussion ums Parken in Döbeln geht weiter

Die Eröffnung von Karls Manufakturen-Markt heizt die Debatte um die Parkplätze in der Innenstadt an. Und vielleicht auch die um die Öffnungszeiten.

Von Jens Hoyer
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Auf den Kurzzeitparkplätzen auf dem Obermarkt stehen die Autos dicht an dicht. Darüber, ob sie ausreichen, gibt es bei Händlern und Stadtverwaltung unterschiedliche Meinungen.
Auf den Kurzzeitparkplätzen auf dem Obermarkt stehen die Autos dicht an dicht. Darüber, ob sie ausreichen, gibt es bei Händlern und Stadtverwaltung unterschiedliche Meinungen. © Jens Hoyer

Döbeln. Mit Karls Manufakturen-Markt hat sich neben dem City-Kaufhaus voraussichtlich ein neues Zugpferd in der Döbelner Innenstadt etablieren. Eines, das auch gleich wieder der Diskussion um die Parkmöglichkeiten auf dem Obermarkt Nahrung gibt.

Wolfgang Müller, Immobilienunternehmer und Vorstandsmitglied des Stadtwerberings, hat einen Brief an die Stadtverwaltung geschrieben, in dem er dazu auffordert, dass zur Eröffnung des Manufakturen-Marktes zumindest diesen Freitag und Sonnabend auf dem gesamten Obermarkt, der Marktstraße, der Stadthausstraße und dem Parkplatz hinter dem Rathaus das halbstündige Parken mit eingelegter Parkscheibe erlaubt werden sollte.

Enttäuscht über Ablehnung

„Vielleicht kann man aus den Erfahrungen eines Wochenendes dann darüber eine Meinung finden, wie eine künftige Lösung für den Obermarkt aussehen kann“, schreibt Müller spitzzüngig an die Verwaltung. Diese lehnt es ab, weitere Kurzzeitparkplätze am Obermarkt einzurichten, die von den Händlern gewünscht werden.

Auch Grit Neumann, Chefin des Stadtwerberings, ist enttäuscht über die Aussage der Stadt. „Es ärgert mich, dass das nicht gehen soll. Wir müssen Kompromisse eingehen, damit wir Menschen nach Döbeln bekommen. Die Leute wollen auf kurzem Wege einkaufen und dafür müssen wir Lösungen finden.“

Nur wenige Schritte bis zu Karls

Zumindest für die Zeit, da es keinen neuen Pächter für den Ratskeller gibt, sollte das Kurzzeitparken am Biergarten erlaubt werden, meint sie.

Auf Müllers Vorschlag für die Ein-Wochenende-Kurzzeitparkplätze mag die Stadtverwaltung nicht eingehen. „In Döbeln gibt es eine große Zahl von innenstadtrelevanten Parkplätzen, von dort sind es nur wenige Schritte zu Karls oder den vielen anderen attraktiven Geschäften in der Stadt. Eine kurzfristige Änderung des städtischen Parkkonzeptes ist nicht notwendig“, beantwortet Stadtsprecher Thomas Mettcher eine Anfrage des Döbelner Anzeigers.

Am Samstag bis 16 Uhr geöffnet

Auch beim Thema Öffnungszeiten an den Samstagen könnte Karls Dynamik in die Entwicklung bringen. Während die meisten Geschäfte an den meisten Sonnabenden bereits um 12 Uhr schließen, wird der Manufakturen-Markt bis 16 Uhr geöffnet sein. Um die Samstags-Öffnungszeiten gibt es in Döbeln seit Jahren Diskussionen. Im vergangenen Jahr hatte der Stadtwerbering eine Aktion gestartet, mit der ein langer Samstag im Monat etabliert werden sollte. Corona hatte diese Aktivitäten etwas einschlafen lassen.

Lange Samstage im November und Dezember

Aber für 6. November sei ein langer Samstag geplant, sagte Grit Neumann. Für 28. November sei noch ein zusätzlicher Einkaufssonntag zur Eröffnung der Eisarena der Stadtwerke vorgesehen. Zwei Wochen später werden die Geschäfte am Wochenende zum Weihnachtsmarkt öffnen.

Karls habe zugesagt, sich an diesen Sonderaktionen zu beteiligen, sagte Neumann. „Dann müssen wir schauen, wie sich das ab Januar weiter entwickelt. Ich hoffe auf Gleichmäßigkeit bei den langen Samstagen.“