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Döbeln: Grundschule Ost wird teurer

Die Stadtverwaltung hat die Fördermittel für den Bau beantragt. Kann es 2023 losgehen?

Vor zwei Jahren hatte das Dresdner Büro O+M Architekten mit diesem Entwurf ein Werkstattverfahren für das künftige Schulzentrum in Döbeln Ost gewonnen. Vorn ist die Förderschule, hinten die Grundschule. Letztere soll soll jetzt gebaut werden.
Vor zwei Jahren hatte das Dresdner Büro O+M Architekten mit diesem Entwurf ein Werkstattverfahren für das künftige Schulzentrum in Döbeln Ost gewonnen. Vorn ist die Förderschule, hinten die Grundschule. Letztere soll soll jetzt gebaut werden. © Lars Halbauer

Döbeln. Die neue Grundschule in Döbeln Ost wird teuer, als das bisher veranschlagt wurde. Nachdem die Vorplanung für den Neubau fertiggestellt ist, steht fest: Voraussichtlich wird der Neubau rund 13 Millionen Euro kosten. Bisher waren etwa 12,2 Millionen Euro angenommen worden, so Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU).

Die ersten Planungsschritte hat die Stadt schon vorgenommen. Die waren nötig, um bis Ende August die Fördermittel für die Schule beantragen zu können. Das sei geschehen, so Liebhauser. Im nächsten halben Jahr hofft die Stadt auf einen positiven Bescheid des Landes Sachsen. Rund 60 Prozent der Baukosten sollen über Fördermittel finanziert werden.

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Kostenschätzungen nach aktuellen Baupreisen

Die neue Kostenschätzung sei zwar schon recht detailliert, beruhe aber auf den aktuellen Baupreisen, sagte Liebhauser weiter. Künftige Steigerungen seien noch nicht einkalkuliert worden. Sie lägen normalerweise bei drei bis fünf Prozent pro Jahr.

Der Stadtrat soll in seiner nächsten Sitzung auch die Finanzierung der weiteren Schritte beschließen. Die Stadt will die Planungsleistungen der Schule von der Entwurfsplanung bis zur Baugenehmigung europaweit ausschreiben. Das kostet um die 448.000 Euro, so Liebhauser.

Baubeginn vielleicht 2023

Bis April kommenden Jahres soll diese Phase abgeschlossen sein. „Wir könnten uns vorstellen, dass wir im ersten Halbjahr 2023 mit dem Bau beginnen können. Wir hoffen jetzt auf einen positiven Bescheid vom Freistaat. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

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Eine Herausforderung wird die Finanzierung des Vorhabens. Vom Freistaat seien zwar 60 Prozent der Kosten zu erwarten. Die Fördersumme wird aber scheibchenweise je nach Stand des Verfahrens ausbezahlt. Die Stadt muss erheblich in Vorkasse gehen. „Wir sind aber dazu in der Lage. Andere Städte könnten das nicht“, sagte Liebhauser.

Zentrum mit zwei Schulen

Vor zwei Jahren hatte die Stadt bei einem Werkstattverfahren vier Architekturbüros um Ideen für ein Schulzentrum in Döbeln Ost gebeten. Neben der zweizügigen Grundschule soll auch für die Lernförderschule in ein neues Gebäude gebaut werden. Gewonnen hatte der Entwurf von O+M Architekten aus Dresden.

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