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Friedhof der kurzen Wege

Auf dem Harthaer Gottesacker ist eine dritte Wasserstelle eingerichtet worden. Das freut nicht nur ältere Besucher.

Friedhofsmeister Sebastian Markert zeigt die Wasserentnahmestelle sowie den Gerätehalter in der Nähe der naturnahen Baumbestattung.
Friedhofsmeister Sebastian Markert zeigt die Wasserentnahmestelle sowie den Gerätehalter in der Nähe der naturnahen Baumbestattung. © Lars Halbauer

Hartha. Auf dem Harthaer Friedhof gibt es an diesem Vormittag einiges zu tun. Einer der Mitarbeiter säubert die Wege. Auf halbem Weg zwischen Kirche und Kapelle wird das Fundament eines größeren Grabsteins erneuert.

Etwas weiter hinten, im Bereich der naturnahen Baumbestattung, ist die neue Wasserentnahmestelle zu finden – insgesamt gibt es jetzt drei auf dem Friedhof. Das Wasser kann schon seit dem Frühjahr entnommen werden, doch jetzt ist die Stelle zu einem richtigen Servicepunkt ausgebaut. In dem Wasserbehälter gibt es ein Gitter, auf dem die Gießkanne während des Befüllens abgestellt werden kann.

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Direkt daneben ist ein Gestell aufgebaut worden. An dem sind Gießkanne, Rechen, Harken und Spaten befestigt. „Das Material kann gern zur Grabpflege genutzt werden“, sagt Friedhofsmeister Sebastian Markert. Und er ergänzt: „Den Gerätehalter hat Siegbert Sachse gebaut, der auch Mitglied des Kirchenvorstandes ist.“

Besucher loben die Sauberkeit

Die neue Wasserstelle spart sowohl den Besuchern als auch den Mitarbeitern lange Wege, so Markert. Auch eine ältere Dame freut sich darüber, wie sie in einem Leserbrief schreibt. Überhaupt sei es ihr ein Bedürfnis, einmal einen Dank an Sebastian Markert und seine Mitstreiter loszuwerden. „Ich gehe oft mit meiner Bekannten auf den Friedhof in Hartha. Wir freuen uns immer über die Sauberkeit“, sagt die Harthaerin, die ihren Namen nicht nennen will. 

Das Lob bezieht sich nicht nur auf die Sauberkeit. „Es wurden neue Bänke aufgestellt, Nistkästen und Futterhäuschen für die Vögel angebracht sowie unschöne Ecken mit Blumen gepflanzt. Der Friedhof gleicht einem kleinen Park“, sagt die Dame. Bei Fragen werde man immer gut beraten. Die Mitarbeiter haben stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Besucher.

Naturnahe Baumbestattung weiter ausgebaut

Sebastian Markert freut sich über das Lob. „Es ist gut zu wissen, dass unsere Arbeit Anerkennung findet“, sagt er. Der Friedhofsmeister berichtet, dass der Bereich der naturnahen Baumbestattung weiter ausgebaut worden ist. „Es ist ein drittes Areal dazugekommen“, sagt Markert.

Beliebt sei die naturnahe Baumbestattung vor allem bei Angehörigen, die von den Verstorbenen wissen, dass sie gern in der Natur waren. „Aber auch von Leuten, die niemandem die Pflege eines Grabes zumuten wollen, weil die Angehörigen nicht in der Nähe wohnen oder aus anderen Gründen die Aufgabe nicht übernehmen können“, so Markert.

Um die Pflege und Bepflanzung kümmert sich bei dieser Bestattungsform das Team des Friedhofes.. „Nur während der Bestattungszeremonie ist es erlaubt, Blumenschmuck direkt an die Stelle zu legen“, so Sebastian Markert. Danach seien nur Kleinigkeiten gestattet.

Für größere Blumen und Gestecke hat der Friedhof eine Ablagestelle am großen Gedenkstein. Denn im Gesamtbild solle dieser Teil des Friedhofes möglichst natürlich bleiben. Auf Findlingen stehen die Namen der Verstorbenen und das Geburts- sowie das Sterbejahr. Im Gesamtbild ähnelt der hintere Teil des Friedhofes einem Wald und soll so die Nähe zur Natur aufzeigen.

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