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Hartha: Französischer Straßenkünstler trifft auf feurige Spanierin

Vier Gymnasiasten drehen einen mehrsprachigen Kurzfilm für einen Wettbewerb. Damit sind sie erfolgreich.

Von Sylvia Jentzsch
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Tim Köhler (von links), Vivian Haberecht, Nicole Anisimov und Chris Hahnefeld haben beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen in der Kategorie Team Schule sachsenweit den zweiten Platz belegt.
Tim Köhler (von links), Vivian Haberecht, Nicole Anisimov und Chris Hahnefeld haben beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen in der Kategorie Team Schule sachsenweit den zweiten Platz belegt. © Dietmar Thomas

Hartha. Sie haben gewonnen und das in vielerlei Hinsicht. Die vier Elftklässler, die sich im Februar am Bundeswettbewerb Fremdsprachen in der Kategorie mehrsprachig beteiligten, haben andere Kulturen besser kennengelernt, ihr sprachliches Talent erweitert, sind zu einem Team geworden und wissen auch, wie ein Video entsteht.

Nun wurde ihnen die Auszeichnung im Landtag von der Ersten Vizepräsidentin des Landtags Andrea Dombois übergeben. Das Team des Martin-Luther-Gymnasiums belegte sachsenweit den zweiten Platz der Kategorie Team Schule mehrsprachig.

Die Idee zur Teilnahme am Wettbewerb hatten Vivien Haberecht und Nicole Anisimov. „Damals waren wir in der zehnten Klasse. Unsere Russischlehrerin hat uns auf diesen Wettbewerb aufmerksam gemacht und wir hatten Lust, daran teilzunehmen“, so Vivien Haberecht. Dann hätten sie Chris Hahnefeld und Tim Köhler von ihrem Vorhaben überzeugt.

Projekt mit großem Aufwand

Als sich das Team im September 2020 mit der Lehrerin für Russisch und Englisch Inez Bardehle traf, ahnte es noch nicht, dass das Projekt mit einem hohen Aufwand verbunden ist. „Unsere Aufgabe war es, einen mehrsprachigen Filmbeitrag zu einem aktuellen gesellschaftliches Thema aufzunehmen“, sagte Tim Köhler.

In den Herbstferien vergangenen Jahres trafen sich die Schüler und Inez Bardehle, um das Drehbuch zu schreiben. Und so entstand die Idee, einen Reporter eines bekanntes englischsprachigen Fernsehsenders auf Tour in drei Länder zu schicken. Er sollte Vorurteile gegenüber diesen Nationen aufspüren. Und diese fand er dann auch.V

Vorurteile gegenüber anderen Nationen

„Nachdem wir uns für dieses Thema entschieden hatten, begann der schwierigste Teil“, so Chris Hahnefeld. Es mussten das Script erstellt, die Rollen verteilt und einstudiert werden.

Vivien Haberecht eignete sich für ihre Rolle als Spanierin extra Spanischkenntnisse an. Als Tanzlehrerin sprach sie über die Vorurteile, die es gegenüber der russischen Nation gibt. Damit alles auch ein wenig originalgetreu aussah, wurden im Hintergrund die entsprechenden Fotos auf einer digitalen Tafel eingeblendet.

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Aber auch sonst brachten die vier jungen Leute viele Ideen ein, um den Film so eindrucksvoll wie möglich zu gestalten. Alle schlüpften in für die Länder typische Rollen. Chris Hahnefeld übernahm es, als französischer Straßenkünstler die Vorurteile gegen den Spaniern darzulegen und Nicole Anisimov sprach als Russin, die auf dem Roten Platz Souveniere verkauft, über die Franzosen.

Lockdown für Filmaufnahmen genutzt

Zum Schluss treffen sich die Vertreter der Länder bei einer Show und merken, dass die Vorurteile nicht richtig sind und sie gemeinsame Ziele wie den Kampf gegen die Umweltverschmutzung haben.

„Auch wenn die Dreharbeiten sehr anstrengend waren, hatten wir jede Menge Spaß dabei. Eigentlich hatten wir Glück, dass es den Lockdown gab. Damit hatten wir genügend Zeit für das Einstudieren unserer Rollen. Doch er hat uns auch behindert“, so Tim Köhler.

Als die Abiturienten die Schule im Februar wieder besuchen durften, nutze das Team die Möglichkeit, ihren etwa zehnminütigen Film fertig zu drehen. Schließlich musste er bis Ende Februar eingereicht sein. Nun ist die Freude über den Erfolg sehr groß. In den Ferien soll es noch ein gemeinsames Essen geben.