merken
PLUS Döbeln

So spannend kann ein Job im Museum sein

Cindy Düring macht Harthaer Gymnasiasten mit ihrer Arbeit im Militärhistorischen Museum vertraut. Das Interesse der Schüler ist schnell geweckt.

Für jede Projektgruppe hatte Cindy Düring am Projekttag Exponate mitgebracht.
Für jede Projektgruppe hatte Cindy Düring am Projekttag Exponate mitgebracht. © Gymnasium Hartha

Von Claudia Erbert

Hartha. Wie erleben Jugendliche Museen in der heutigen Zeit? Was müsste sich ändern, um Museen attraktiver zu machen, wie können sie im digitalen Zeitalter ankommen?

Anzeige
Volljurist (m/w/d) gesucht
Volljurist (m/w/d) gesucht

Die Bundespolizeidirektion Pirna sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt Unterstützung für die Leitungsposition eines Sachbereiches.

Mit diesen Fragen ist Hauptmann Cindy Düring, die Leiterin der Ansprechstelle für den Museums- und Sammlungsverbund der Bundeswehr im militärhistorischen Museum (MHM) Dresden diese Woche ans Gymnasium gekommen.

Im Rahmen ihrer Dissertation möchte sie von den Jugendlichen lernen, aber auch den Beruf eines Historikers und Kurators vorstellen. Sie selbst hat in Döbeln ihr Abitur abgelegt, dann in Hamburg Geschichte studiert und ist als Pressersprecherin nach Dresden ans Museum gekommen.

Viele Informationen in Dokumenten

„Schon vor dem Termin haben wir einen Fragebogen bekommen und ausgefüllt, welchen Bezug wir zu Geschichte und Museen haben. Jetzt nach dem Projekttag füllen wir noch einen aus und sie wertet dann aus, was sich verändert hat“, erklärt Liz Burghardt, die in einer der Gruppen mitgearbeitet hat.

Jede erhielt von Cindy Düring einen Umschlag mit historischen Exponaten und sollte entscheiden, ob sie als Kurator diese ankaufen würden und für eine Ausstellung gebrauchen können.

  • Sie haben Hinweise, Kritik oder Lob? Dann schreiben Sie uns per E-Mail an [email protected]

Anschließend wurde jeweils eine Vitrine gestaltet: „Es war unfassbar interessant, wie viele Informationen man aus solchen Dokumenten entnehmen kann und wie viel Fachwissen man braucht, um das alles richtig einzuordnen,“ so Liz Burghardt.

Bei der Präsentation stellte sich dann heraus, dass die Historikerin immer zwei Gruppen das gleiche Material gegeben hat: „Es war so spannend, zu sehen, wie viel jeder herausgefunden hat und wie unterschiedlich die Aufbereitung war. Jeder fand etwas anderes wichtig“, staunt Liz Burghardt.

Viel Spannendes in der eigenen Geschichte

Schulleiterin und Geschichtslehrerin Heike Geißler freut sich vor allem, dass etwas „hängenbleibt“: „Ich möchte, dass die Schüler ein Geschichtsbewusstsein entwickeln und historisch kritisch denken, Geschichte hört nie auf.“

„Wir haben nach dem Projekt im Kurs ganz viel darüber gesprochen, dass wir uns gefreut haben, gefragt zu werden, wie wir etwas gestalten würden und, dass wir uns jetzt noch mehr mit unserer eigenen Geschichte beschäftigen wollen, weil es so viel Spannendes zu entdecken gibt“, bestätigt die Elftklässlerin und schließt nicht aus, dass sogar einige einen Beruf in dieser Richtung wählen könnten.

Dass die Wünsche der Schüler tatsächlich von Relevanz sind, werden sie im September vor Ort sehen. Dann ist ein Besuch im Militärhistorischen Museum in Dresden geplant, wo Cindy Düring bereits einen Blick hinter die Kulissen angekündigt hat und mit den Jugendlichen an der Umgestaltung der aktuellen Ausstellung arbeiten möchte. „So eine Dauerausstellung ist meist für zehn Jahre angelegt, die sind jetzt gerade rum.“

Mehr zum Thema Döbeln