SZ + Döbeln
Merken

So sieht es in Karls Manufakturen-Markt in Döbeln aus

Am Freitag wird der Karls-Laden als Vorgeschmack auf das Erlebnis-Dorf eröffnet. Sächsische.de hat hinter die verhängten Schaufenster geschaut.

Von Jens Hoyer
 3 Min.
Teilen
Folgen
Hinter den verhängten Schaufenstern von Karls Manufakturen-Markt in Döbeln werden die Regale eingeräumt.
Hinter den verhängten Schaufenstern von Karls Manufakturen-Markt in Döbeln werden die Regale eingeräumt. © Thomas Kube

Döbeln. Ein älteres Ehepaar schaut zur offen stehenden Tür in den Laden hinein, in denen sich noch volle Kartons stapeln. Die Frau winkt, als wäre sie eine gute Bekannte. „Freitag geht es los“ ruft Stephanie Dahl den beiden zu. „Es riecht schon gut“, meint der Mann. „Dabei haben wir die Seife noch gar nicht eingeräumt“, entgegnet die Geschäftsfrau, die bei Karls für Einkauf und Produktdesign verantwortlich ist. „So geht das den ganzen Tag. Wir werden hier richtig gut aufgenommen und fühlen uns schon heimisch.“

Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen werde von vielen Sachsen besucht, erzählt sie. „Wir kommen jetzt zu unseren Fans, das ist die Idee. Mit dem Geschäft sagen wir: Hier sind wir.“

Die Regale werden eingeräumt

Seit Dienstag werden in Karls Manufakturen-Markt die Regale bestückt, die zum großen Teil aus simplen Obststiegen gebaut sind. Das Improvisierte gehört zu Karls Verkaufsstil. Und so ist auch der Laden am Obermarkt eingerichtet. Dem Handwerker habe sie von Rostock aus per Videoschalte über Whatsapp erklärt, wie das Geschäft aussehen soll. „Wir haben am Mittwoch hier in einem jungfräulichen Laden angefangen“, sagt Stephanie Dahl.

Einen Tag später sehen die Regale schon ziemlich eingeräumt aus: Tüten mit Kaffee, Tafeln Schokolade, Beutel mit Tee und Bonbons, Leberwurstkonserven. Dazwischen Tische, auf denen sich Gläser mit Marmelade stapeln.

Irina Wilschke (li.) und Viktoria Pötzsch werden im neuen Markt arbeiten und staunen beim Einräumen über die Angebotsvielfalt.
Irina Wilschke (li.) und Viktoria Pötzsch werden im neuen Markt arbeiten und staunen beim Einräumen über die Angebotsvielfalt. © Thomas Kube
Mitarbeiterin Gabi Moritz ist aus Rostock mit nach Döbeln zum Einräumen gekommen.
Mitarbeiterin Gabi Moritz ist aus Rostock mit nach Döbeln zum Einräumen gekommen. © Thomas Kube
Im Angebot sind vor allem die Bestseller aus den 23 Manufakturen von Karls
Im Angebot sind vor allem die Bestseller aus den 23 Manufakturen von Karls © Thomas Kube
Chefin Stephanie Dahl packte beim Einräumen mit an. Sie freut sich über das Interesse der Döbelner am Manufakturen.-Markt.
Chefin Stephanie Dahl packte beim Einräumen mit an. Sie freut sich über das Interesse der Döbelner am Manufakturen.-Markt. © Thomas Kube

Karls selbst betreibt an seinen verschiedenen Standorten 23 Manufakturen, die vor allem Lebensmittel herstellen. Aus der Bäckerei kommen die Erdbeerkekse. Die Kakao-Bohnen für die Schokoladenmanufaktur importiert Karls selbst und verarbeitet sie bis zur fertigen Ware. Verfeinert werden die Tafeln mit gefriergetrockneten Erdbeeren.

„Wir haben die Bestseller aus unserem Sortiment im Geschäft“, erklärt Stephanie Dahl. Zum Beispiel Eier, die in mobilen Ständen in einer Walnussplantage im sachsen-anhaltinischen Loburg gehalten werden. „Die verarbeiten wir auch in unserem Eierlikör.“

Für Deko-Ware wenig Platz

„Viele werden allerdings die Deko-Waren vermissen. Aber unsere Deko-Tische brauchen viel Platz“, erklärt Stephanie Dahl. Das eine oder andere Nicht-Lebensmittel wird es aber im Laden geben. An der Wand hängen Tassen mit dem Karls Logo. Auch ein kleiner Kinderbereich mit Karls-Maskottchen wird eingerichtet.

„Wir haben erst gedacht, dass wir gar nicht alles unterbekommen. Aber Not macht erfinderisch“, sagt Stephanie Dahl. Einen weiteren Nachteil hat der fehlende Platz in dem kleinen Geschäft. Wenn im neuen Jahr die Erdbeersaison wieder beginnt, werden im Manufakturen-Markt wohl keine frischen Erdbeeren angeboten.

Auch aus dem Plan, dass die Leute draußen vor dem Geschäft einen Kaffee trinken können, wird nichts. „Wenn ich Kaffee ausschenke, muss ich auch Kuchen anbieten“, sagt sie.

Drei Verkäuferinnen werden sich ab Freitag um 9 Uhr um die Kunden in Karls Manufakturen-Markt kümmern. „Heute haben wir auch noch eine Aushilfskraft eingestellt. Wir haben viele Bewerbungen hereinbekommen“, sagte Stephanie Dahl. Noch sind die Schaufenster zugehängt und verhindern neugierige Blicke. „Am Donnerstagabend werden die Folien fallen.“