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Döbeln

Wer organisiert in Leisnig künftig die Feste?

Für den Weihnachtsmarkt hat sich die Kommune entschieden. In Zukunft soll es im Rathaus wieder Personal für Kultur geben.

Sollte es 2020 einen Weihnachtsmarkt in Leisnig geben, sind Mitstreiter des Schulvereins „Peter Apian“ – wie hier Manuela Stamler, Manuela Konzok und Petra Jäger (von links) – mit Sicherheit wieder mit dabei.
Sollte es 2020 einen Weihnachtsmarkt in Leisnig geben, sind Mitstreiter des Schulvereins „Peter Apian“ – wie hier Manuela Stamler, Manuela Konzok und Petra Jäger (von links) – mit Sicherheit wieder mit dabei. © Dietmar Thomas

Leisnig. Wenn es die Infektionszahlen und die Empfehlungen von Bundes- und Landesregierung zulassen, dann sollen die Leisniger einen Weihnachtsmarkt erleben. Darauf haben sich die meisten Mitwirkenden geeinigt. 

Das ist fast drei Wochen her. Inzwischen ist die Zahl der mit Corona Infizierten zwar nicht lokal, aber regional gestiegen. Deshalb wollen die Stadträte am 5. November bei ihrer Sitzung die endgültige Entscheidung treffen, ob es einen Leisniger Weihnachtsmarkt 2020 gibt.

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Die im Verwaltungsausschuss mitarbeitenden Räte waren sich einig, nicht nach Lücken suchen zu wollen, um feiern zu können. „Vielmehr sollten wir nachvollziehbar entscheiden und uns der Verantwortung bewusst sein, die wir gegenüber den Leisnigern und deren Gesundheit haben“, sagte CDU-Fraktionschef Rüdiger Schulze. Er gab zu, dass ihn die gegenwärtige Entwicklung nachdenklich macht.

Wenn, dann ohne Kinderchor und Karussell

Wie Bürgermeister Tobias Goth (CDU) sagte, sei das bisherige Konzept schon an die Erfordernisse der Pandemie angepasst und eingeschränkt. Dem Rathauschef zufolge soll der Markt – sofern es ihn gibt – ohne Auftritt des Schulchores und ohne Kinderkarussell über die Bühne gehen. Es sei ein gewisses Einbahnstraßensystem geplant. Mehr Stehtische als sonst an den Buden sollten die Leute dazu bewegen, Abstand zu halten.

Das entsprechende Hygienekonzept kommt von Veranstalter Michael Köhler. Wenn es einen Weihnachtsmarkt in Leisnig gibt, dann wünschen sich ihn Mitarbeiter der Verwaltung und des Stadtrates an ihrer Seite. „Ohne Ausschreibung?“, fragte Konstantin Wiesinger, der im Verwaltungsausschuss als berufener Bürger mitarbeitet. Er äußerte die Befürchtungen, dass der Döbelner Veranstalter in Zukunft bei sämtlichen Leisniger Festen an der Spitze stehen könnte und dies ohne vorherige Beratung entschieden wird.

Hygienekonzept hat den Ausschlag gegeben

Der Bürgermeister nannte die Erfahrungen des Veranstalters mit Hygienekonzepten als ein Kriterium dafür, weshalb die Wahl auf ihn gefallen sei. Andere Anbieter hätten dies in der Kürze der Zeit nicht vorlegen können. Überdies sei die Entscheidung zusammen mit einigen Stadträten getroffen worden. „Auch, weil unsere mitwirkenden Vereine bei diesem Veranstalter die Möglichkeit hätten, sich in der bekannten Weise einzubringen“, so Rüdiger Schulze.

Dass sich die Kommune bei Festen in Zukunft immer eines Dienstleisters als Mitveranstalters bedient, darauf will sich der Bürgermeister nicht festlegen. „Wir sind dabei, im Haushaltplan wieder eine Stelle für Kultur, Sport und Tourismus einzurichten“, kündigte er an. Bei dieser Person sollten nach seinen Vorstellungen dann wieder die organisatorischen Fäden in den genannten Bereichen zusammenlaufen. 

Gleichwohl sei die Kommune froh, „dass uns Michael Köhler beim Altstadtfest 2019 so unterstützt hat und wir auch jetzt wieder auf ihn zählen können“, so Goth.

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