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Richtkrone über neuem Pflegeheim

Der Bau des „Care Palace“ in Hartha hat sich verzögert. Dennoch sind die Bauherrinnen äußerst zufrieden.

Simone Gerson, Gritt Schmidt und Zimmermann Peer Schnoy heben schon einmal das Sektglas. Gleich darauf steigen sie aufs Dach des neuen Pflegeheims, um einige Worte zum Richtfest zu sprechen.
Simone Gerson, Gritt Schmidt und Zimmermann Peer Schnoy heben schon einmal das Sektglas. Gleich darauf steigen sie aufs Dach des neuen Pflegeheims, um einige Worte zum Richtfest zu sprechen. © Dietmar Thomas

Hartha. Sportbegeisterte fühlen sich an die aktive Zeit von Henry Maske erinnert, als „Conquest of Paradise“ von Vangelis erklingt.

Doch ist es nicht der ehemalige Boxer, der in den Ring marschiert. Vielmehr wird zu den Klängen des Songs ein Richtkranz am Kran nach oben gezogen. Der ist für das neue Pflegeheim „Care Palace“ in Hartha bestimmt.

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Auf dem Dach stehen Zimmermann Peer Schnoy sowie die Bauherrinnen Simone Gerson und Gritt Schmidt, die für dieses Vorhaben die Gerson & Schmidt GbR gegründet haben. Nach ein paar Worten schlagen die beiden Damen jeweils einen großen Nagel ins Gebälk. Und das mit Geschick und schön gerade. „Jetzt hält das Dach erst richtig“, sagt einer der Gäste.

Gebäude ist zweigeteilt

Sie sei richtig erleichtert gewesen, sagt Simone Gerson später, als sie die Gäste begrüßt. Einer von ihnen ist Uwe Petschinka vom gleichnamigen Vermessungsbüro. „Wir freuen uns, dass die beiden Gebäudeteile so gut aneinanderpassen. Also haben wir beim Vermessen keinen Fehler gemacht“, sagt Petschinka.

Er spielt damit darauf an, dass das Gebäude praktisch zweigeteilt werden musste. Eine Voraussetzung für die Errichtung des Pflegeheims war die Verlegung des Flemmingener Baches. Bachverlegung und Neubau liefen parallel. Begonnen wurde mit dem Bau des östlichen Teils. Nach dem Abschluss der Bachverlegung konnte mit dem zweiten Teil begonnen werden.

So hätte eigentlich schon vor ein paar Monaten Richtfest gefeiert werden können. „Aber wir wollten erst feiern, wenn das Haus komplett ist“, sagt Simone Gerson. Im vorderen Abschnitt laufe bereits der Innenausbau, arbeiten zum Beispiel die Elektriker und Klempner. Man könne schon sehen, wie groß die Zimmer werden und wie der Eingangsbereich gestaltet sei.

Das Gebäude musste zweigeteilt werden, deshalb ist der vordere Teil schon weiter. Grund für diesen Schritt war die Verlegung des Flemmingener Baches.
Das Gebäude musste zweigeteilt werden, deshalb ist der vordere Teil schon weiter. Grund für diesen Schritt war die Verlegung des Flemmingener Baches. © Dietmar Thomas

Eröffnung im Frühjahr 2021

„Wir sind mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer Krabbes & Krabbes Projektentwicklung Leipzig, der Baufirma Syrbe und den anderen Partnern ist hervorragend“, so Gerson. Natürlich sei die Bachverlegung schwierig gewesen und habe eine gewisse Verzögerung gebracht. Doch auch durch die Corona-Pandemie habe es Verzug gegeben.

Ursprünglich sei man von einer Eröffnung zum Ende dieses Jahres ausgegangen. Jetzt spricht die Geschäftsführerin von April, Mai 2021. „Zumindest ist das der Wunsch“, so Gerson.Die Kosten für den Bau liegen im geplanten Rahmen. Es entstehen 80 Plätze. Es werden nur Ein-Bett-Zimmer gebaut. „Wir haben aber in verschiedenen Zimmern Verbindungstüren. So können Ehepaare trotzdem zusammen sein und je nach Wunsch gemeinsam in einem Zimmer oder eben getrennt schlafen“, so Gerson. Falls einer der Partner sterben würde, müsse der andere nicht umziehen, sondern die Verbindungstür könne einfach wieder geschlossen werden.

Heim in Schönerstädt besteht weiter

Was Simone Gerson stört, sind Gerüchte um eine Schließung des Seniorenpflegeheims in Schönerstädt. „Wir haben dieses Jahr viel investiert in Schönerstädt. Wir haben neue Fenster einbauen und Fußboden verlegen lassen, das Foyer neu gestaltet. Unser Herzblut hängt an Schönerstädt“, sagt Simone Gerson. Zu keinem Zeitpunkt sei von einer Aufgabe dieses Standorts die Rede gewesen. „Schönerstädt hat einen guten Ruf, warum sollten wir das Heim schließen“, so Gerson.

Sie weist auf die Unterschiede zwischen den beiden Pflegeheimen hin. Schönerstädt liege sehr ruhig, das Care Palace an einer belebten Straße in der Stadt. Sicher sei das neue Pflegeheim etwas moderner, aber in beiden Heimen sei die Pflege professionell.

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Auch Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) überbringt seine Glückwünsche. „Das Gebäude ist ein Blickfang im Stadtbild. Zudem sind wir froh, dass sich ein Arbeitgeber, der bereits bei uns aktiv ist, weiter engagiert“, so Kunze.

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