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"Wer verschönert nun eigentlich Roßwein?"

Diese Frage stellte Rentner Reinhard Bär im Zukunftsforum. Damit zielte er auf die neue Interessengruppe ab. Arbeit gibt es für, die helfen wollen, genug.

Ilona John , Anja Weber und Katrin Stenker (von links) gehören zu den Stadtverschönerern, die regelmäßig mit zupacken.
Ilona John , Anja Weber und Katrin Stenker (von links) gehören zu den Stadtverschönerern, die regelmäßig mit zupacken. © Archivfoto: Dietmar Thomas

Roßwein. Für diesen Sonnabend haben sich die bisherigen Mitstreiter der Interessengemeinschaft „Stadtverschönerer“ zum nächsten Arbeitseinsatz verabredet.

Nachdem sie im August unter anderem die Sitzlatten der Bänke am Wanderweg von der Ruine Kempe in Mahlitzsch bis nach Haßlau erneuert hatten, soll es jetzt an diesem Weg weitergehen. An vorhandenen Tischen wollen die Helfer die Platten erneuern. Damit haben Nutzer dann nicht nur die Möglichkeit, zu rasten, sondern auch ein Vesper in ordentlichem Ambiente einzunehmen.

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Ohne Bürokratie viel bewegen

Was die Stadtverschönerer anpacken, das verfolgt auch Reinhard Bär aufmerksam. Doch so ganz sei ihm nicht klar, wer was in Angriff nimmt. Immerhin seien es anfangs auch die Mitglieder des Zukunftsforums gewesen, die sich zu Arbeitseinsätzen wie jetzt die Stadtverschönerer und im Herbst zum Stecken von Frühblüherzwiebeln getroffen haben.

Wer macht in Zukunft was? Das wollte Bär beim zurückliegenden Treffen der Ehrenamtlichen, die Roßweiner im Zukunftsworkshop mitarbeiten, von Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) wissen. Der Rathauschef erinnerte daran, dass er sich schon seit Jahren gewünscht hatte, auf die Unterstützung eines Verschönerungsvereins bauen zu können. Doch zu einer Vereinsgründung ist es bisher nicht gekommen.

Ein Grund dafür ist, dass die derzeit Engagierten vor dem bürokratischen Aufwand zurückschrecken, der mit der Gründung und der Führung eines Vereins verbunden ist. Daher einigten sich die Helfer im Sommer vergangenen Jahres, als Interessengruppe (IG) anpacken zu wollen. Versichert sind die Männer und Frauen bei ihren Einsätzen über die Kommune beziehungsweise den Förderverein Klosterbezirk Altzella.

Ursprungsidee kommt aus dem Zukunftsforum

Die Verschönerungsaktionen, die zweifellos auf eine Idee im Zukunftsforum zurückgehen, sollen dem Bürgermeister zufolge perspektivisch hauptsächlich in den Händen der IG-Mitglieder unter Leitung von Enrico Korth liegen. Für Veit Lindner schließt das auch das Zwiebelstecken im Herbst ein.

„Außer Frage steht, dass dabei und auch bei den monatlichen Einsätzen jeder Einwohner willkommen ist, dem ein schönes Roßwein am Herzen liegt“, versicherte der Bürgermeister. Nach den ersten Arbeitseinsätzen haben sich die Stadtverschönerer auf einen festen Termin verständigt: den dritten Sonnabend im Monat. Um 9 Uhr werden auf dem Bauhofgrundstück an der Goldbornstraße die Aufgaben und mitunter auch Werkzeuge verteilt.

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In diesem Jahr haben sich die Verschönerer bislang unter anderem der Pflege von Rabatten im Stadtgebiet gewidmet und Wanderwege freigeschnitten. Das Thema Wanderwege beschäftigt die Ehrenamtlichen auch an diesem Samstag sowie am 16. Oktober. Für den 20. November ist dann das Stecken weiterer Frühlingszwiebeln geplant. Auch das beginnt um 9 Uhr.

Termin: nächster Arbeitseinsatz der Stadtverschönerer an diesem Samstag, 18. September. Treff: 9 Uhr Bauhofgelände an der Roßweiner Goldbornstraße.

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