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War's das für dieses Jahr?

Am letzten Spieltag vor der erneuten Zwangspause sammeln die Teams aus der Region noch einige Punkte. Die Unsicherheit, wie es weitergeht, überwiegt.

Der Döbelner SC besiegt Einheit Frohburg mit 2:1. In dieser Szene behauptet der Döbelner Arthur Michel (links) den Ball vor dem Frohburger Christopher Ussat.
Der Döbelner SC besiegt Einheit Frohburg mit 2:1. In dieser Szene behauptet der Döbelner Arthur Michel (links) den Ball vor dem Frohburger Christopher Ussat. © Thomas Kube

Die Bilanz kann sich sehen lassen. Am 9. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga haben die Teams aus der Region kräftig gepunktet.

Dass es vorerst der letzte Spieltag war – ab Montag ist der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie auf Eis gelegt – nehmen die Trainer halbwegs gelassen. „Die Coronazahlen sprechen für sich. Wir müssen mit dieser Entscheidung leben“, sagt Thomas Henschel, Trainer des Döbelner SC. Er persönlich hätte sich gewünscht, dass der Amateursport nicht so radikal ausgebremst wird. Auch wenn die Begrenzung vorerst nur für den November gilt, geht Henschel nicht davon aus, dass in diesem Jahr noch Fußballpunktspiele ausgetragen werden.

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Fitness-App soll helfen

Der Trainer setzt darauf, dass sich seine Spieler selbst fit halten. Dennoch sollen sie Unterstützung über eine App bekommen. „Es ist einfach ein Versuch und für die Spieler auch als Anreiz gedacht“, so Henschel.

Im Spiel gegen Einheit Frohburg habe seine Mannschaft Moral bewiesen. „Die Art und Weise, wie wir nach dem Rückstand in der zweiten Hälfte aufgetreten sind, hat mich überzeugt“, lobt der Trainer. Schon in der ersten Hälfte hatten die Döbelner einige Chancen, doch die brachten noch nichts ein. Nach der Pause sorgten dann Arthur Michel und Jonas Dewitz für die Entscheidung zugunsten des Döbelner SC.

Roßweiner bleiben ungeschlagen

Der Roßweiner SV bleibt als einzige Mannschaft der Kreisoberliga ungeschlagen. Gegen den TuS Pegau landete die Mannschaft von Trainer Soujon einen 3:1-Erfolg. Roy Lißner und Martin Schwibs brachten die Gastgeber früh in Führung. Nach dem Anschlusstreffer der Pegauer sorgte Nick Mihalek in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

Auch Jörg Soujon glaubt nicht daran, dass in diesem Jahr noch Fußballspiele auf den unteren Ebenen über die Bühne gehen. „Wir müssen abwarten, wie die Entwicklung weiter geht“, sagt er. Seine Spieler bekommen keine Trainingspläne mit, sollen sich selbst fit halten.

Ostrauer liegen dreimal hinten

Dreimal zurückgelegen, aber immerhin einen Punkt mitgenommen. So lässt sich dieser Spieltag für den SV Ostrau 90 zusammenfassen, der beim SV Blau-Weiß Bennewitz ein 3:3 erreichte. Richtig zufrieden war Trainer Mathias Donath jedoch nicht. „Die Gegentore waren durchaus vermeidbar“, sagt Donath. Dennoch spreche es für die Moral seiner Truppe, dass am Ende wenigstens noch der eine Punkt heraussprang.

Dass der Spielbetrieb nun wieder ruhen muss, empfindet Mathias Donath als ungünstig. „Unsere verletzten Spieler kommen gerade wieder zurück. Ich hatte mir für die nächsten Partien schon etwas ausgerechnet“, so der Trainer. Es sei schade, dass der Amateursport auf diese Weise ausgebremst werde.

Leisniger drehen nach der Pause auf

Der VfB Leisnig verbuchte bei Schlusslicht Alemannia Geithain einen klaren 3:0-Erfolg. In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten kaum Torgelegenheiten. Doch die zweite Hälfte begann für die Leisniger mit einem Tor von Philipp Kluttig. Hannes Meyer und Julian Gehle sorgten mit ihren Treffern für den Endstand. „Es war ein verdienter Sieg, aber die Geithainer sind nicht so schlecht wie sie dastehen“, sagt Trainer Rico Meister.

Für den VfB-Verantwortlichen ist die Zwangspause kein Beinbruch. „Davon geht die Welt nicht unter. Es ist zwar schade, weil es für uns momentan gut läuft, aber die Gesundheit geht vor“, sagt Meister. Auch er ist der Auffassung, dass in diesem Jahr keine Punktspiele mehr gestartet werden. Vielmehr müsse sich der Verband wohl Gedanken machen, wie die Saison zu Ende gespielt werden könne.

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