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„Wir müssen uns nicht verstecken“

In der Handball-Sachsenliga präsentieren sich die Damen der HSG Neudorf/Döbeln hoffnungsvoll. Gegen Favorit Hoyerswerda fehlt ein Tor zum Teilerfolg.

Tobias Claassen setzt sich hier energisch am Kreis durch und erzielt einen von sieben Treffern für die HSG Neudorf/Döbeln. Damit war er beim 23:20 gegen die SG LVB II erfolgreichster Schütze seines Teams beim Auftakt in die Verbandsliga West.
Tobias Claassen setzt sich hier energisch am Kreis durch und erzielt einen von sieben Treffern für die HSG Neudorf/Döbeln. Damit war er beim 23:20 gegen die SG LVB II erfolgreichster Schütze seines Teams beim Auftakt in die Verbandsliga West. © Frank Korn

Region Döbeln. Daniel Reddiger ist rund eine Stunde nach dem Spiel völlig entspannt - und das trotz einer 25:26-Niederlage seiner Handball-Frauen von der HSG Neudorf/Döbeln. Nur denkbar knapp musste man sich am Sonntag dem SC Hoyerswerda beugen - und die Lausitzerinnen „sind bekanntlich keine Laufkundschaft“, sagt der HSG-Coach.

Über die personelle Konstellation der HSG ist im Vorfeld viel gesagt worden. Doch der Sachsenligist aus dem Muldental bot dem SC von Anfang an Paroli. Ein 0:2 gleich zu Beginn steckten die Reddiger-Schützlinge schnell weg, gingen nach gut zehn Minuten erstmals in Front (4:3). Und es entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der es bis zur 55. Minute keinem der Kontrahenten gelang, sich mit mehr als einem Tor abzusetzen.

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„Wir haben es leider versäumt, in unseren dominanten Phasen den Vorsprung auch mal auszubauen“, so Daniel Reddiger. Auf der anderen Seite verteilte der Trainer aber auch ein Riesenlob an Franziska Tag. Eigentlich Rückraumspielerin, steht sie nun plötzlich notgedrungen im Kasten und war mit elf Paraden bei der Premiere „superstark“, wie es der Trainer kommentierte.

Am Ende ging den HSG-Frauen dann doch ein bisschen die Luft aus. „Wir mussten viel umstellen und haben letztlich mit vier Aufbauspielerinnen durchgespielt. Da kommt es dann natürlich auch zu Fehlwürfen“, analysiert Daniel Reddiger.

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Ein Remis wäre aus seiner Sicht durchaus gerecht gewesen - doch so richtigen Grund zum Ärgern sieht der Trainer nicht. „Hoyerswerda war für uns ein Gradmesser“, sagt er. Und nach dem Spiel könne man festhalten: „Wir können in dieser Liga voll mitspielen, brauchen uns nicht zu verstecken.“ Insofern gehen die HSG-Damen erhobenen Hauptes aus dem Auftaktspiel in die nächsten Aufgaben.

Neuigkeiten aus der Männer Verbandsliga West:

Mit breiter Brust können auch die Männer der HSG in die Zukunft blicken. Sie gewannen ihr Auftaktspiel in der Verbandsliga West vor prächtiger heimischer Kulisse mit 23:20 gegen die SG LVB II.

Es war der erwartet spannende Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber aber jederzeit die Nase vorn hatten - meist mit zwei oder drei Toren, kurzzeitig aber auch mit fünf. Doch die Gäste schoben sich immer wieder heran, waren kurz nach dem Wechsel mit einem Treffer Rückstand wieder auf Tuchfühlung.

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Am Ende gaben die gute kämpferische sowie die geschlossene Mannschaftsleistung den Ausschlag für den Sieg der HSG-Männer. Trainer Stefan Preuß: „Unsere Abwehr war vor allem in der ersten Halbzeit stark. Da haben wir den Grundstein gelegt.“ Nach dem Wechsel habe seine Mannschaft den Sieg „verwaltet“. „Es war ein schöner Auftakt. Jetzt denken wir von Spiel zu Spiel“, so Preuß.

Dass der VfL Waldheim in der Verbandsliga der Männer vor einer nicht leichten Saison steht, hatte Trainer Manuel Kirpal schon vor einigen Wochen nach dem Pokal-Aus angekündigt. Bei Rotation Weißenborn bestätigte sich diese Prognose vorerst. Beim 20:32 konnte der VfL eine Halbzeit vom Ergebnis her noch ordentlich mithalten (11:15).

Doch nach dem Wechsel gingen den Waldheimern, die nur mit neun Akteuren anreisten, die Kräfte aus. Nach 43 Minuten betrug der Rückstand erstmals zehn Tore (14:24). Bester VfL-Werfer war Rico Fritsche mit sieben Toren, vier davon durch Siebenmeter.

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