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Stiftungsgeld für 15 Leisniger Vereine

Wieder zum gewohnten Termin werden die Schecks überreicht. Nur einer der 16 Antragsteller ist nicht berücksichtigt worden.

An 15 Vereine und Organisationen ist in diesem Jahr Geld aus der Charlotte-Weiß-Stiftung gegangen.
An 15 Vereine und Organisationen ist in diesem Jahr Geld aus der Charlotte-Weiß-Stiftung gegangen. © Dietmar Thomas

Leisnig. Die Corona-Pandemie ist immer noch nicht besiegt. Dennoch hat der Vorstand der Charlotte-Weiß-Stiftung wieder zum gewohnten Termin – zum Geburtstag der Stiftungsgründerin am 14. April – die Vereine zur Scheckübergabe eingeladen. Im vergangenen Jahr war der Termin in den Herbst verschoben worden.

Die einzige Stiftung Leisnigs hat in diesem Jahr 5.750 Euro an 15 Vereine und Organisationen ausgeschüttet. „Unser Dank geht an die Vereine, die mit ihren Projekten das gesellschaftliche Leben bereichern. Auch wenn die Zuwendung in einigen Fällen eher symbolischen Wert hat“, sagte Bürgermeister Tobias Goth (CDU), der von Amts wegen Vorsitzender des Stiftungsrates der Charlotte-Weiß-Stiftung ist.

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Der Beitrag von 100 Euro für die Frauenselbsthilfe Krebs mag gering erscheinen, dennoch ist Vorsitzende Heidelinde Haupt froh über diese Zuwendung. „Das Geld hilft uns, Angebote für die Mitglieder zu finanzieren“, sagt sie.

Doch sie hat noch ein Anliegen und wendet sich damit direkt an den Bürgermeister. Sie fragt ihn nach einem Raum, in dem sich die Mitglieder der Gruppe treffen können, weil ja die Begegnungsstätte an der Rosa-Luxemburg-Straße immer noch geschlossen bleiben muss.

Rasselbande will Umzugswagen modernisieren

Eine Lösung hat Tobias Goth spontan nicht. Er gehe aber davon aus, dass die Corona-Maßnahmen in wenigen Wochen wieder gelockert werden und dann auch wieder Treffen von Gruppen möglich seien, so Goth.

Der SV Altenhof hat Geld für die Unterhaltung der Gebäude auf seinem Sportplatz beantragt und bekommt 200 Euro. Die Rasselbande Gorschmitz organisiert in jedem Jahr – wenn nicht gerade besagte Pandemie dazwischenfunkt – ein Sommerfest und einen Weihnachtsmarkt.

Zudem beteiligen sich die Mitglieder am Faschingsumzug. Der Verein hat Geld für die Modernisierung des Umzugswagens beantragt, was durch die Stiftung mit 200 Euro bezuschusst wird. Mit dieser Summe sind auch der Kulturbund und der Tragnitzer Kirchenchor bedacht worden.

150 Euro gehen an die Bergnarren, die dieses Geld in die Stromversorgung ihres Umzugstrucks investieren wollen. Der Tierschutzverein nutzt die 100 Euro aus der Stiftung, um damit einen Teil der Kosten für die Tierarztuntersuchungen bei Fundtieren abzudecken. Für den Erhalt des Technikmuseums stellt die Stiftung 250 Euro bereit.

Gute Entwicklung in der Jugendfeuerwehr

Die neue Stiefelwacht des Heimatvereins ist im vergangenen Jahr feierlich in ihr Amt eingeführt worden. „Der Riesenstiefel ist überholt worden und zudem ist Geld für die Pflege des Stiefels erforderlich“, begründet Tobias Goth, warum der Verein dafür 350 Euro bekommt.

Mit der gleichen Summe wird die Jugendfeuerwehr bedacht. Für die Mädchen und Jungen sollen einheitliche Bundhosen angeschafft werden. „Die Jugendwehr hat in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung genommen“, sagt Tobias Goth. Dies sei nicht zuletzt der Arbeit von Jugendwartin Tina Taube zu verdanken, unter deren Leitung die Jugendwehr auf 25 Mitglieder angewachsen ist.

Der Verein Bockelwitz Nr. 3 verwirklicht Projekte in den Bereichen sozialer Teilhabe, Beschäftigungs- und Arbeitsmarktförderung für junge Menschen. Mit einem Präventionskonzept sollen Schüler der 7. Klassen über Folgen der Sucht informiert werden, was mit 400 Euro bezuschusst wird. Ebenfalls 400 Euro gehen an die Kirchgemeinde Altenhof, um die Sanierung des Glockenstuhls zu unterstützen.

Neues Dach für die Infirmerie

Die Hoffnung, dass am 7. November das Mozart-Reqiuem aufgeführt werden kann, ist groß. Die Kirchenmusik in Leisnig, die neben dieser Veranstaltung auch das Silvesterkonzert vorbereitet, bekommt einen Scheck über 850 Euro.

Wie wichtig das Engagement der Mitglieder des Vereins Lebenszeit sei, könne man nicht oft genug betonen, sagt der Bürgermeister. Deren Arbeit wird mit 1.000 Euro gefördert.

Im Kloster Buch soll die Infirmerie, in der früher kranke Mönche gepflegt wurden, ein neues Dach bekommen. „Zunächst geht es darum, ein Holzgutachten zu erstellen“, informiert Rica Zirnsack, Projektleiterin beim Förderverein. Da auch dies viel Geld kostet, ist sie froh, dass der Förderverein 1.000 Euro aus der Stiftung erhält.

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